Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 32 (6.8.1846)
- Date
- 1846-08-06
- Page
- Spalte 509-510 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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510 509 Kritiken. Millot Ha-Higgajon.! genommen mit den willkürlichsten Abänderungen; so verbes-! ftrt er auch n^nnv^n DN-ip' ntfiW niDttfni, d. h. die Pro-! nomina, welche die Araber yoü > D^HD^, nennen und setzt dafür rp.n nbü :nyn pnpno DN-p’ ntsw, I Im zwölften Kapitel, bei uns das dreizehnte, LheiltMaim. j die Homonyme in sechs Theile, worunter niv.1 wo l gar k e i n Verhältnis zwischen den mit einem gemein- I schaftlichen Namen benannten Dingen statt findet, wie py | jür Auge und Quelle (pyi rDDH Py nDNJH nbn DtfiOl! n^n so heißt diese Stelle in unserem Mskt. u. Ausg. f Münster) und d^CODID, wenn das Wesentliche mehreren Dinj gen gemeinschaftlich ist, wie z. B. der Name in allen lebenf den Weftn beigelegt wird; daher sagt auch Maim. (More l 1, 56) man dürfe Gott die Attribute nur niQ.1 ^IN'ILO bei-? legen bbl onwi pjy p'Dn pN -)KW, aber nicht l m p:yn cn'by "ikw. E'nmn p3 djdn j jivn D m-nnn p n'n DN1 riCODrD, der Herausgeber | nennt aber nEDDn was M. niDJl nennt und umgeß kehrt, so daß nach dieser Erklärung die wichtigen Sätze I über die göttlichen Attribute im More ganz sinnlos wären, f Sind wir auch noch nicht an den Wendepunkt des Unjj sinns, d. l). an die Endseite dieses Machwerks gekommen, und 1 wir mit vollem Recht sagen können my vi3i"D&!/ HDD nnv> I JND mnD, so fühlen wir uns aber so ermüdet, daß uns die I Leser das Weitere ersparen werden. Sollte der Herausg. in seiner Vorrede, auf unsere Bemerkungen, die wir ihm mitf getheilt l>aben, Rücksicht nehmen, so werden wir nothwendig I nochmals darauf zurückkommen. | Wir theilen zum Schluffe die Erklärung einer schwieri-! gen Stelle im pvjn ni^3 von Dr. Scheyer mit, um den j Lesern einen Ersatz für den Unsinn zu geben, mit dem wir 1 sie eine Zeitlang unterhalten haben. : bwQ.n »lux imsnpj ntpon pnpnDn iNnp n^i,,? (..? -M/ purwita) "pBwtn Um den wahren Sinn dieser Worte, welche von M endcls-; sohn und Neumann misverstanden wurden, zu ermitteln, müssen wir Zuvörderst die Bedeutung feststellen, welche Maimuni mit dem Ausdrucke p^Nin Pt#D verbindet. Dieser Ausdruck, welcher tm Arabischen p‘,N btt bxnD bis* lautet, findet sich an vier Stellen im More, die-wir hier der Reihe nach an- E führen. i 1) More I, cap. 21 im Original btt riJ^D nny l 'S döü hx bttpnitt im‘ 'my btt 'O mny bk -oyon in \ nd yjn hy jniti bü nsin1? biN btt ni jndd I D'pmD* In der Ueberfetzung pnyn p^3 ^in p^^nn l^y n3y j by D«n fyn nyun1? ruwton mrwn npyi DipDD P>1.1 j mN pnn. S 2) ibid, c.?o Anf. nwNnn nnmn -b)tt b& n’pNno I wörtlich »-^iL/ttnn j 3) ibid. II, 29 a E. f blN b N H b HDS | P‘2'Nnn. j 4) ibid. Hl. c. 8. p^*o ^1N Widmen wir diesen Stellen eine genauere Betrachtung und vergleichen dieselben mit einander, so überzeugen wir uns, daß M. unter p&yNnn pjyn den Grundbegriff, d. h. denjenigen^ Begriff versteht, welcher allen Bedeutungen eines Wortes zu Grunde liegt, oder auch diejenige Bedeutung bef|c(ben, von welcher alle übrigen Bedeutungen abgeleitet sind; dagegen unter p&yNnn ^ttfDn die ursprüngliche Bedeutung d. h. diejenige Bedeutung versteht, welcher zwar der priori p^y zu Grunde liegt, und von demselben abgeleitet wird, aber dennoch weder als eine metaphorische noch als eine allegorische Bedeutung anzusehen ist. Hieraus ergiebt sich, daß jedes mehrdeutige Wort, das nicht ein nift.l Fpni# ist, nur Einen Grundbegriff; wohl aber mehre ursprüngliche Bedeutungen d. h. solche, die nicht als metaphorische und allegorische zu betrachten sind, haben kann. Demgemäß ist der p^Nin' J’Jy von dem Zeitw. -oy, wie M. bemerkt oipEo rju pnyn i- B. py nnJDn n^ym (Gen. 32, 22); by nsy (Pf. 124, 4); QM roy (Hiob 11, 16); der p^vnn bwü von dem Zeitw. -ny ist nach M. n&y no pnn by O"NN by2 nywn. Daher sagt auch M. (More l. c. 70) die ursprüngliche Bedeutung (pEWin ^d) von dem Zeitw. ist „reiten^ und sagt nicht der Grundbegriff (pjyn pttffcon) von ist reiten; denn der Grundbegriff bezeichnet auch „fahren^ (Jecem. 17, 25), eine Bedeutung, die nicht von „reiten" abzuleiten ist, vielmehr sind beide Begriffe von dem Zeitw. nsn „fahren und reiten" crwso d^D. Ebenso erklärt sich aus unserer Annahme, warum M. in den beiden übrigen Stetten den Ausdruck priori und nicht p^Nnn piyn gebraucht. Bestätigt wird die Richtigkeit unserer Auffaffung noch dadurch, daß M. (More e. 21 Ende) den Ausdruck b)x bx y%i bx — rui^Nnn nmnn „die ursprüngliche Bedeutung" als identisch mit p^On p&y>nn sitzt. Wenden wir uns nun, nachdem der wahre Sinn des Ausdruckes p&yNVJ 'Pt7QN gefunden ist, zu unserer Stelle im p'.inn nte: so ist es einleuchtend, -daß das Wort nipQn keineswegs daselbst „Infinitiv" bedeuten kann, wie man bis jetzt annahm. Wahrscheinlich stand im arabischen Original nicht Pn, der übliche Terminus für den Infinitiv, sondern ptjK ^js». Dieses Wort bedeutet radix und prima 0ri§in3i'ia verdi 8iZniüeatio, und der Uebersetzer, welcher es in der ersteren Bedeutung nahm, Übersetztees pipft—ttnittf. Nehmen wir aber das Wort in der zweiten Bedeutung, so ist der Sinn dieser Stelle ganz verständlich. Die arabischem Grammatiker sagt M.. benennen die ursprüngliche Bedeutung eines Wortes, wie z. B. „vorausgehen" von dem hebr. Zeitw. -oy; „reiten oder fahren" von dem Zeitw.;vn — PäX'(prima originario verbi sig3?ificatit>), die jüdischen Grammatiker benennen diese ursprüngliche Bedeutung p^ bNHD PN\ wie auch wirklich in den oben cinrten vier Stellen des More Maim. als jüdischer Gramma-