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Der Orient · 1846-07-30 · 31 (30.7.1846) · p. Spalte 489-490

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
31 (30.7.1846)
Date
1846-07-30
Page
Spalte 489-490 (sequence 5)
Language
German
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489 , ' Studien. Literarische Analekten. P I.! Bemerkungen zu den Kalenderberechnungen! dcS Hrn. Prof. .Kuzzatto in Nr. 27 des LB. | Von jeher ein Feind von Prahlerei und Ruhmredigkeit j warte ich ruhig ab, ob vielleicht'die Zeit meine Leistungen j? dem Publikum zuführm wird, und würde dann, wenn sie an- I erkannt werden, hierin Trost und Beruhigung finden. Trotzjjj dem sehe ich mich nach dem, was Hr. Prof. Luzzatto in j Nr. 27 dieses Blattes ausspricht, genöthigt, mehr von mir f zu/sprechen, als ich sonst gewohnt bin. | Hrn. L. sind meine in Königsberg herausgegebenen chroj nologischen Tabellen völlig unbekannt geblieben, obgleich ich, \ ohne die Bescheidenheit zu verletzen, sagen kann, daß sie in l jeder Beziehung für genügend erachtet werden können. Mitf telst derselben kann man für alle Jahre von Erschaffung der I Welt bis zum Jahre 6897 ohne weitere Rechnung auf die l einfachste Weise jeden einen bestimmten (jüdischem oder christf lichem) Darum entsprechenden Wochentag finden. Uebrigens l ist die Erfindung der 6t Grenzen, die ich in den gedachten | Tabellen gebe, ein Produkt des Scharfsinnes der alten jüdi- | schen Weisen, die uns verloren gegangen und durch mich wiej,; der ans Licht gezogen worden, so daß ich wohl sagen kann f mm DirD&y. Wie viele und unnütze Mühe hätte j man sich ersparen können, wenn man immer und überall diese j Tabelle gehabt! Ich will daher tyw pN'ty DipED Dvp^> j nrn1? einige Worte über den beregten Gegenstand sagen. Z Herr Prost L. sagt, daß ein pvrpatuun j unmöglich ist. Nun hat aber schon "u) 'i mm ( 'rp (siehe meine Ausgabe Seite 7 (Yd), es ausgesprochen, | daß der n!?lD eines miM nach Verlauf von 36288 J oder 689472 Jahren sich wiederholt, und nach gedachter An- | zahl von Jahren die myrjp sich auch zugleich wiederholen. { Allerdings ist eine Tabelle für eine solche Zeit ein Unding, j aber doch nicht unmöglich. \ Ich glaube einen arithmetischen Beweis, der von Interesse | ist, dafür geben zu können. Es ist die Aufgabe zu bestimmen, j wie viele cmriD zu 19 Jahren erforderlich sind, damit der I jnm eines -M"D, der wie bekannt n*/,prn,'D (zwei Tagen, | sechszehn Stunden, fünfhundert fünf und neunzig D^p^n) | beträgt, in ganzen Wochen aufgehen. Die Gleichung würde ß sein, wenn x die Anzahl der omniD, y die der Wochen be- | zeichnet: | x (2. 24. 1080 + 16. 1080 -f 595)= y (7. 24. 1080) oder : ’x (64 -f |4f) 168 y, oder! 13824 x 36288 y j Wenn x also 36228 heißt oder nach Verlauf von einer? gleichen Anzahl von vmiM werden £>ie nmirp in ganzen j Wochen aufgehen. I Unsere Ltlten hatten eine eigene Methode erfunden, um Kalenderberechnungen. 490 aus demi^a des rnma sogleich die Chartere der 19 Jahre desselben zu finden, und zugleich die Art der 61 nur möglichen Kombinationen des 19jährigen mNO in Formeln aufzustellen. Das war bis jetzt unbekannt geblieben, und dies von neuem gefunden und veröffentlicht zu haben, rechne ich mir als Verdienst an. Was die nichtssagenden und doch Aufsehen machenden Formeln Slonimsky's, und die noch gehaltlosere Erklärung von Eichenbaum in dev A. Z. d. I. betrifft, so wird vielleicht später sich eine" Gelegenheit finden, mehr darüber zu sagen. Hier nur d i e Bemerkung, daß die typ^n der jüdischen sich nicht in Decimalbrüche verwandeln lassen, da ein einziger p/D den Charakter des ganzen Jahres ändert, und doch nicht ein solcher p^rj präcis in Decimalbrüchen zu heben ist. Zufällig ist in demselben Blatte des Orients meiner, wenn auch nicht mit Namen gedacht worden; ich meine die Erklärung des Dr. Heinemann, und bin ich hierüber dem Publikum eine nähere Aufklärung schuldig. Vor nun beinahe 2 Jahren schrieb ich aus einem Manuskript, das sich in Besitz des Hrn. Dr. H e i n e m a n n befindet ’) mehre mV, die mnrrt .nsr»D miiffn von sti NW fm\ und syrische Fabeln ab, die ich später mit noch andern wenig oder gar nicht bekannten Sachen unter dem Titel 2^1222 (Berlin, Bethge) veröffentlichte, wobei. ich in der Vorrede Hrn. Dr. H. gebührendermaßen meinen Dank abstattere. Die rühmlichst bekannten anderweitigen literarischen Arbeiten des Hrn. Dr. H. hatten denselben ohne Zweifel verhindert, von dem Inhalt jenes Mskts. früher Kenntniß 'zu nehmen, als mein Merkchen gedruckt war, und nachdem dasselbe einmal gedruckt war (und zwar seit Ij- Jahr), stand es Jedermann, also auch dem Herrn Dr. Landsberger frei, die Fabeln nochmals zu ediren, zu. übersetzen und zu kommentiren, ohne irgend eine Verpflichtung gegen Hrn. Dr. H., und ist diesem Herrn ja dadurch, daß ihn Hr. Dr. L. nicht erwähnt, gar kein Abbruch geschehen, da ja Hr. Dr. L. auf mein Werk, und dieses auf Hrn. Dr. §. verweist. Erst vor einigen Wochen stellte Hr. Dr. H. an mich die Frrderung, ihm für die Adschrift der Fabeln rc., die ich selbst in seiner Behausung unter seinen Augen gemacht, Zahlung zu leisten, welche Forderung ich natürlich auf sich beruhen - ließ. Möchte nun Hr. Dr. H. mit den „alten handschriftlichen Notizen über den Verfasser, wichtigen Berichtigungen und der hebräischen Erklärung, die er erhalten" die gelehrte Welt erfreuen; -DttW rmD rr&a gewiß verlangt Hr. Dr. H. keinen andern -)2w. Berlin, Juli 1846. B e r l G o l d b e r g7 *) Es ist dasselbe kostbare Mskt., aus welchem die gegenwärtig durch Hrn. Dr. Cassel zum Drucke beförderten, noch unbekannten 2mN.in nW entnommen sind; ferner der nnna TD und eine andere riebersetzung des -Dam hpD 'd, als die gedruckte. -—

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