Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 31 (30.7.1846)
- Date
- 1846-07-30
- Page
- Spalte 487-488 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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■488 487 ' Studien. Form und Kommentare des Schir Ha-Jichud. Aeter Malchut — dem es wohl seinen Ursprung wie andere Werke mancher frühem und spätem Autoren dankt — so steht es sehr weit hinter demselben zurück. Es wird von demselben an innerer Gedrängtheit übertroffen. Die Breite, die Uns in unserem Gedichte öfter entgegentritt und die oft ganze Sätze wiederholt ohne wirkliche neue Anschauungen zu geben, wirkt öfters ermüdend auf den Leser und.verkümmert den Genuß. Ben G^ebirols Kürze fährt auf den Leser wie ein spitziges Schwert ein, und sie läßt eben soviel errathen als sie giebt. Es entbehrt auch die geist- und gemüthreiche Spracheleganz des Ben G'ebirol'schen Werkes. Der warme und reiche Duft seines Gedichts, der dem Leser so angenehm entgegenweht, diese Schärfe des Ausdrucks, die den Verstand ergreift und das Herz erwärmt, die lichten und reichfarbigen Strahlen des Musivstyls, die das Gedicht so vorteilhaft auszeichnen, dies alles entbehren wir im Schir Ha-Jichud. Trotz dem allen aber bleibt es immer eine höchst beachtenswerte Produktion, welche'dem Verfasser desselben Ehre macht, und welche auch für die Literatur überhaupt manchen Nutzen'gewährt. 3) Form desselben. . Wie das ganze Gedicht, so ist auch die Form desselben höchst einfach. Es besteht aus gereimten zweiteiligen Strophen deren es im Ganzen 354 zählt. Das vierte Kapitel ist in alfabe'tisch er Ordnung,. aber der .Verfasser desselben hielt sich nicht streng an die Zahl der Strophen, sondern schaltete nach Belieben mit den Buchstaben und wiederholte einen öfter als den andern. So ist z. B^ der Buchstabe n durch 9, der Buchstabe > durch 20 Strophen als Anfang gebraucht, während die andern durchschnittlich 2—4 mal an die Neihe kommen. Von sonstigen üblichen künstlichen Zuthaten der Pajtanim z. B. Vi n n er e ime, Assonanzen u. s. s. hat der Verfasser wenige Gebrauch gemacht. , Daß ganze Gedicht ist in sieben Abtheilungen getheilt für die 7 Wochentage. Diese Eintheilung findet sich schon in alten Handschriften und rührt wohl von dem Verfasser selbst her. Für den Sabbat existirt noch ein eigenes Gedicht, welches 3 Doppelverse enthält und von der vierten Strophe analfabetisch geordnet ist, und welches eine eigene Überschrift hat, es ist ‘TC^lj THf „der Ehrengesang" betitelt, und hier findet sich eine agädische Talmudstelle ausgenommen^), welche die philosophischen Ausleger mannigfach deuteten. Im Uebrigen sind alle Anspielungen rein biblisch. Die absolute Nothwendigkeit der Benennung dieses Gedichts Liegt nicht in demselben. Auch ist nicht zu bestimmen, ob dieser Name von dem Verfasser: selbst hccrührt. II. Kommentarien. Uns sind zwei Erklärungen zu diesem Gedichte bekannt geworden, wovon die eine handschriftlich ist und deren 10) '1.11 win lösri ot^p. Verfasser wir nicht kennen, die andere R. Li pp mann aus Mühlhausen zum Verfasser hat und obwohl gedruckt dennoch so selten wie ein Mskt. ist. 4) Handschriftlicher Kommentar. Dieser Kommenrar befindet sich auf der Hamburger Stadtbibliothek (Cod. hebr. Nr. 139.). Er ist auf Pergament geschrieben, sehr' alt und das erste Blatt fehlt. Der Name des Abschreibers sowohl als Datum und Ort findet sich nicht. Der ganze Kommentar trägt übrigens nicht gar viel zum ■Verständnis dieses Gedichts bei, weder in gram- .matischer noch in philosophischer Hinsicht, er enthält viele kabbalistische QifDO. Das nn'OI D’JDN ist niche erklärt. Erwähnt wird kein Autor darin. Einige Stellen daraus mögen dem Löser hier mitgetheilt sein''). 'ui Pnv'A -pn pNi D’pPno iw )kw wiN D'pIwD ninipn pNL/ p'130 tt/m> D3)D ip p n i ' iP pnon odo nois. nw nP win nosw ^3 '3 hno nP “jniN w p3 p byt p3n Nim n n o i waipn -non nt..3ns no3: nPi» no panP P31' nP 'ui nnN D3n tüwrin 3Tpn win in? nP dn r-ta D3nnn wn don h^ndon no3m poNW nionnn udPd 3W3t no3n ^00.0 P)t.tD nn? in non 101.1 mwb onnn fp.13 nocn.! n3'’^, nP it mc; wo3n P3 13 Posn osnn niD' n^NSi 'n noNiiff nconn b p« Nim losyn w nw ’3 Nni33 .nt33N;rpnon >pN pn"iin^> Nninn jnn pti pp Psn ppn pnv by poDhi pnm pN jnno np.i p w'Vn nits' ’y mwp 03 ip pui pwo nw i-rp n'N'V ~iy noDnPi nPaw no L-wnP nwy piNoty nw nPaw N3 ptDN^ nwji Ninot mdP jnno nP.« /dp jron pN pmiinP n"o — nw 'y nww ~\y iHzrpoi.'Hi nojtohy. nP in^po nnNpi wbijis n^/po Dmp> w Ninty msDin iP p'Ni inmn aycb rtnyo by® nw nP inmm .i3ty nimm jnoni (12y3En m io n&N jwo Pd n!?i oi3n3 nN0D3 pnpn' mnc? pp ohn 't nn oinod non ojjD3 n’))’3t(5'ni m nn rfon nNnop ttns nNnos .v'vPo Nim (Beschluß folgt.) 11) Die zweite Hälfte des fünften Gesanges ist an Emunot wc-Deot gelehnt. Manche Stellen sind fast wörtlich aus demselben genommen. S. S. 25 ptusgabe Berlin), wo es heißt Kjyn pjl nivN niOOND nE'ys pi pi mo3n yw jj3ty3 pi njtunn 'di'0 niVL/3 pi 'pi nnian B'i.Pti'i nm.in t^i^cyi ovotn no^L'3. 12) Vergl, Note 11.