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Der Orient · 1846-07-30 · 31 (30.7.1846) · p. Spalte 483-484

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
31 (30.7.1846)
Date
1846-07-30
Page
Spalte 483-484 (sequence 2)
Language
German
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783 , 484 Studien. Schir Ha-Jichud und die Kommentare. Ueber das nin'n 'Lund einige seltene KvmmentarLen über dasselbe. /) Eine literarische Notiz . > von Leopold.Dukes, d. Z. in Tübingen. Dieses Gedicht, welches den meisten unfern Lesern wohl bekannt sein dürfte, da es in die deutsche Liturgie übergegangen ist, hat manches an sich, welches der Beachtung werth macht, um so mehr, wenn man bedenkt, daß schon früher dasselbe von verschiedenen Seiten her mit Erklärungen bedachtwurde. I. Das ‘■nmn miy. . 1) Verfasser desselben. ' Wenn der Leser glaubt, daß wir mit Sicherheit den Verfasser anzugeben wissen, so befindet er sich im Jrrthumz wir können uns nur an die allgemeine Annahme halten, die mehr gegen als für sich hat. Diese auf alle Handschriften gestützt macht N. I e h u d a ha - Chasid -) zum Verfasser, oder läßt wenigstens die Autorschaft zwischen ihm und seinem Vater schwanken, so daß St, Samuel ba§ mrrm'W unb R< I e h u da das. ilDDn W verfaßte, oder a.uch umgekehrt. Diese Annahme hat von der innern Seite betrachtet mehr gegen , sich. Es muß Kennern der Literatur auffallend sein, in diesem Gedichte einen Ton zu vernehmen., den man bei -deutschen Auroren des Mittelalters durchaus'nicht gewohnt 1) Eine schöne, wenn mrch nicht immer wörtliche Übersetzung hat Herr M. E. Stern geliefert, Wien, 1840, 8. Den ersten Gesang hat Herr Eppstein — jetzt Oberrarh in Karlsruhe, im Jahre 1825 geliefert. , 2) Vergl. Heidenhcim's Einleitung zuchen Pijutim Art. Ausgabe 1839, wo auf eine Handschrift vom Jahr 1291 verwiesen wird, wo R. Samuel, der Vater des R. Je hu da zum Verfasser des mrivi gemacht wird, und R. Jehuda sollte es erweitert und das nlDvn hinzugefügt haben. Auf der Hamburger Stadtbibliothek QCoheb. Nr. 13. Pergament, sehr alt. Folio nicht datirt) befindet sich zu Ende fm) "ipw nri\n .Vcy ^\ssi “l’Dnn mirv» U/m p. Das diese Aufschrift fehlerhaft ist sieht der Leser selbst, aber es ist nicht zu bestimmen ob statt p vielleicht zu lesen wäre oder ob es umgekehrt werden muß. Daß R. Jehuda h a - C h a sid einen Sohn hatte Namens N. Samuel, haben wir bis jetzt nirgends gefunden. Ebendas. Nr. 42 findet sich auch dasselbe, wo es zu Ende heißt y'r monn nnn'» 'n bw mnvi yw In Oxso r d (Catalog Uri Nr. 76) befindet sich in einem nicht datirten Codex die Ueberschrift 'nm,,?Dni "nfT»n nt# V'l monn nmm 'n mn-tpntP.. Gelegentlich mag hier bemerkt sein, daß bei De No ssi (Nr. 62, 919) soll sich auch ein nmn n^ von Rasch i finden (^ a r rh i i Canticum de Uni täte), welches aber sehr problematisch ist. Ueber einige andere Gebete, die den Titel nN',n nL7.führen vergl. zur Kenntniß,u. s. f. S. 158. Note 52. Vergl. auch Note 15 dieser Abhandlung. ist, und welcher an spanische Kultur erinnert. Es darf zwar angenommen werden, daß auch einige deutsche Juden im Mittelalter mit den philosophischen. Werken ihrer spanischen Brüder sich befaßten , wenn sie auch nicht viel öffentlichen Gebrauch'davon zu machen wußten oder wollten. Diese Annahme findet unter andern Bestätigung durch das Vorwort des Verfassers des R o ke ach za diesem Buche 1 * 3)., Aber solche Fälle kommen nicht oft vor. Diese innere Unwahrscheinlichkeit hat auch manche bewogen einen andern Verfasser dafür zu suchen. Napaport glaubte ihn in Berechja Ha-Nakdan gefunden zu haben. Eine Vermuthung, die keine andere Bürgschaft für ihre Wahrheit anzuführen hat als eben sich selbst. Die Nachricht, daß der Verfasser desselben ein gewisser R. B eza lel 4) war, steht isolirt da, ermangelt aller Begründung tmb dieser Autor ist überhaupt nicht sonst bekannt. Das Stillschweigen aller spanischen Schriftsteller von diesem Gedicht, daß es ferner nur in dem deutschen Ritual ausgenommen ist, das alles zusammen genommen lassen keinen sp a n i s ch e n Autor als Verfasser vermuthen. Und so sehen wir uns genöchigt — bis festere Gegenbeweise geliefert sein werden — zur allgemeinen Annahme zurückzukeyren und die alten, Handschriften als Gewähr dafür anzuführen. Und so sei denn R. Jehuda ha-Chasid als Verfasser desselben genannt. Da es unsere Aufgabe jetzt nicht ist, dessen Leben zu beschreiben, so können wir hier kurz darüber hingehen und haben nur zu bemerken, daß derselbe 1217 gestorben ist 5), verschiedene Werke schrieb und wie sein Vater berühmt war durch Frömmigkeit, welche beiden den Beinamen ha-Chasid „der Ueberfromme",. erwarb. Er verfaßte verschiedene Werke6). 3) Wir bedauern, daß wie jetzt das Buch nicht vor uns haben, um einige charakteristische Stellen Herausbeben zu können. Vergl. mW 8« 7n p“)D fy noSl, wo es heißt: nmn nipnp'-BniBa pan mr mjÄ 'i nro p?. 4) Juchasin. Lcl Zolkiew 1799. 8. Th. 2. S. 103 lesen wir: n^)nDn mDN.n miri’/i p. /m)W Dnow m w w mim 'd i\npj nnu ‘muay (mmn nmn. Vergl. Note Nr. 2. Hr. Dr. Carm 0ly (Jost, Annalen 1839, S. 237) läßt diesem N. Bezalel in der Provence leben, aber ohne Quelle siir diese Annahme anzuführen. 5) Juchasin, Th. 2. S. 10>2 b. 6) Folgende Bücher rühren von ihm her:" a) l’Dn min’ 'n 3m S ch ib0le ha-Leket, S. 4 erwähnt. Der Inhalt ist uns unbekannt. b) “in Dn n DD von Rokeach §. 316 erwähnt. 2tuch er selbst erwähnt es in mmon 1DD §♦ 197. 321. 462^ 0 DH’DH D D D. ^Dieses Werk hat sich ganz erhalten. Es enthält viel schätzbare Moralien, hat aber viel superstitiöse Elemente in sich. Es wurde öfter gedruckt. Dlttn2. Genugsam bckannt als ein Produkt, welchem man das Mitleiden nicht versagen kann. Manche christliche Werke aus dieser Periode könnte man demselben zur Seite stellen. 6) Ein N'DNn n*nrp 'l DDD ohne weitere Beziehung und öfter in den niDDICvbjD zum Pentateuch erwähnt, eben so im Kommentar des mniDn byn (Hannover,

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