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Der Orient · 1846-07-23 · 30 (23.7.1846) · p. Spalte 471-472

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
30 (23.7.1846)
Date
1846-07-23
Page
Spalte 471-472 (sequence 4)
Language
German
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472 Studien. Jehuda Jbn Balsam. 471 Genüsse natürlich nicht erlaubt sein. Der Gaon Haji hingegen meint, daß das von Sckadja bezeichnete Thier, nämlich, der G'amus, gar nicht unter verstanden werden kann, sondern das ®'amu§ vielmehr als pO -OH TOT oder als Dll^^b piNO Dn^ipn PO, znm Opfern gar nicht verwendet werden durfte, und daher dessen Fett zum gewöhnlichen Genüsse wohl erlaubt ist. Denn unter NNO ist nicht eine eigene Gattung, sondern überhaupt „Gemästetes" zu verstehen, nach dem mischnaischen Sprachgebranche des Hifil NP?2N ^). Ohne Sa adja oder Haft zu nennen, jedoch 'voii diesen beiden Anstchten genau unterrichtet, hat Salomo Parchon in seinem Machberct ecl. Stern (Art. nid), dasselbe^), intern er dem Haji beistimmt. Er sagt nämlich daselbst: bi , ppb Nin tnt ,.D4 1 p2 pD jn d1» nnon ,nyiD nr nn , HON'» in 12 nny nid ’ü noiNn by?hin pnpD mn mi , ppb p*o jrN ]Din o TDtDn. In dieser Stelle ist also G'amus, oiD), bei Parch o n durch TOT IN -,2 hw und bei ^Sal. Urb in o durch plNO nrw p2 pO wiedergcgeben, so daß über dessen Bedeutung kein Zweifel obwalten kann. Uebrigens kommt dieser Streit zwischen Saftadja Fajjumi und Haji noch bci einem andern arabisch schreibenden Schriftsteller vor, wo das Wort D1DN.1 (G'amus) unumschrieben erscheint, nämlich in Tanchum Jerusch almi's Scholien (ecl. Haarbrücker); jedoch ist es eigen, daß dabei nur Haji's Namen ausdrücklich genannt wird. Diese Stelle zu 1 Kön. 1, 19 lautet: didnji td noD dhjjn pooty' pp ^Nbpp JNinp niD 2p’ Nlb D1D N .1 b N ' |D3 ’ *> N n ’ Nin iSi T"P rUN bpD ' "D’NID nbl D’btf Nlby Tiy2OT >p pl ini *)lbyD p3 'V^Nl ri'l'NT f)Dj;bN IN 11 "NID T^,, „nbiyn n.N pco pN„ ib)p^ bmvbNi ovnnbN w n^n nniJD^ \N, d. h. Wir haben bereits im Buche Samuel (II.?, 13) mitgetheilt, daß von Manchem (Saadja) dieses Wort (nid) mit G'amus (Buhuliis) übersetzt wird. Gegen diese Erklärung kämpft Rabbi Haji, weil der Wildstier nicht geopfert werden darf und die Schrift doch sagt (Jes. 1, 11): ich bin satt von den Opfern 23) Die Beweisführung aus. Job lassen die Späternweg, weil in der Lhat dort die Wurzel.eine andere Bedeutung hat. Indessen hat schon Samuel den Meir (Raschbam) das fcOIDP) ’inSob so aufgefaßt, wie Dukes aus dem handschriftlichen anonymen Kommentar zu Job auf der Hamburger Bibliothek (Nr. 32. S. Dukes Kobez 'al Jad S. 50) mirgerheilt, und er mag wohl einer altern Autorität, vielleicht gardem Huji gefolg.t sein. ' 24) Dukes in den Zusätzen meint, daß Parchon dies aus Jbn BaPam's Kitäb et - Leonis entnommen, was aber noch sehr problematisch ist, da dieser Gegenstand allen Lexikographen und Exegeten bekannt war. Denn eben so gut würde man dann behaupten müssen, daß Urbino, Tanchum Jeruschalmi u. A. dieses Buch vor sich gehabt. Wir wissen es eigentlich nur bestimmt, wie gesagt, von Estori ha-Parchi. der Widder und vom Fette der Meriim; daher behauptet er, daß hier (1 Kön. 1, 19) NnD :*w zu lesen und das verbildende Waw uberftüßig sei, so daß der Sinn wäre: gemästeter Stier, was auch die Meinung des Targum ist, und unsere Vorfahren (in der Mischnä) sagen auch OÄyn riN pOO PN." . Aber außer der erwähnten Stelle ans dem 1DD D\unn von dem erwähnten Estori Ha-Parchi, finden wir auch noch bei dem mehrerwähnten Sal. Urbiuo in seinem Ohel Mo^ed eine, Kunde dieses Buches, wenn er es auch gerade nicht namentlich nennt. So z. B. führt er von ihm an25), daß. er w doppelter Bedeutung erklärt, nämlich einmal, in der gewöhnlichen, und dann in der Bedeutung „Schamtheil", gleichsam als stunde , für Koh. 12, 5, welcher Erklärung übrigens die alten Exegeteu oft anonym gedenken (wie z. B. Kimchi im Wurzelbuche (s.y.). Andere Beispiele aus dieser Homonymik treffen wir noch in den Randbemerkungen zu einer Handschrift der Leipziger Raihsbibliothek25), welche Delitzsch im LB. des Or.2^) zusammengestellt, wie in jenen Stellen alle übrigen ans den früher erwähnten zwei Büchern entnommen scheinen. So. z. B. unter -p, Die gewöhnliche Bedeutung von 1p als toin njniD, ist Jes. 16, 1 anders, nämlich „junges Kameel". Wörtlich lautet es in der Randbe- ‘ 25) Ohel Mo'ed 7 b. 26) CiH\. Sen. Lips. B. H. 41. 27) Jahrg. 1841, Col. 411—12. Unter dieffn dort zusammengeste.llte,n Randbemerkungen finden sich ebenfalls sowohl Proben aus Nr. 1 als Nr. 2 der Zbn Bapam'schen Schriften, wenn gleich die Schriften nicht wörtlich genannt sind. Zu Nr. 1 gehört z. B. die Auffassung (unter des E|Wm Jes. 7, 4 als Denominativ von wie es nämlich wörtlich in der Randbemerkung heißt ,ftp %/;j) n D pb Nini. Diptfi/'l OTyi , O1OL7 JD. Zu Nr. 2 gehört z. B. die Erklärung des N^ (Jes. 63, 19), wörtlich: p2in ni) Nb ibND Nb poM .cjDisy npip-Nib npp Nb ibso. Ferner die des 'lb lEz. 14, 15), wo er die Erklärung des Jbn Ganüch anfübrt, wörtlich: nm idd , in pjp ‘Mp rpn <b„'/j rov fi n ttnsi ^N^DN'pn /N,, P2H. Ferner ib in der Bedeutung von N'b zu Ez. 16, 15. Wörtlich lautet ''es in der erwähnten Randbemerkung zu vp'lb in Ez. 16, 15: fo 3nD:i hjv '2 n ur& p, ib C.T-Nb-) b^bir idd nDsy nbb^n^ , n^ijpb “Tn 'b" jdi nnri ib TTl 121^ bob* Ferner zu pN in Ez. 16, 29. Es heißt (das.) nämlich dazu: p'b'''pN"bN ITlWHTlN mT,, ’npn ni^n prni , jidd pND wiy , ^hdh272 .pr TT' nn , on^2i pN2 iwj;?,.iwni Ferner zu IN .in Ez. 21, 15. Wörtlich heißt es: TTTN 2T wwy *] \N WM IN Alle diese Stellen aus seinen zwei alfabetischen Abhandlungen über die Denominativen und über die Partikeln müßten sich klarer bei genauerer Vergleichung Herausstellen, und wir ersuchen Hrn. Derenburg, der diese Abhandlungen vor sich hat, uns hier Näheres darüber mirzutheilen.

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