Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 29 (16.7.1846)
- Date
- 1846-07-16
- Page
- Spalte 453-454 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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453 454 Studien. Zehuda Jbn Bal°am. reisch (seit 900) für Spanier! gehabt. — Nun möge Einiges über Jbn Ballain's schriftstellerische Thätigkeit folgen. Jbn Esra (I. 6.) bezeichnet ihn schon in Bezug auf seine grammatische Schriftstellerei sehr gut mit den Worten: „Er verfaßte kleine Schriften9)". Denn wirklich zeichnet er sich nicht durch irgend ein Hauptwerk auf dem Felde der hebräischen Sprachkunde aus, sondern vielmehr durch eine Anzahl Abhandlungen und Monographien, wie wir bald sehen werden. Diese seine „kleinen Schriften" waren, nach der erwähnten Notiz Jbn Esra's, in arabischer Sprache abgefaßt DwiÄin)/ wenn wir sie gegenwärtig auf den Bibliotheken h ebr äi sch findenso müsi'en wir sie durchaus nur als Uebersetzung ansehen. Aber auch schon die Hebräische Form an sich erweist sich als Uebersetzung, wie cs sich klar herausstellt10)> und Hr. D. hat unrecht, wenn er behauptet: „Man darf als gewiß annehmen, daß dieses Werkchen (fOpDH Dyn) von dem Verfasser ursprünglich hebräisch geschrieben wurde. Denn wenn wir selbst voraussetzen, daß Jbn Esra dieses nicht gekannt, oder zu den grammatischen Schriften gezählt, was übrigens nicht wahr ist, so müssen wir doch schließen, daß wenn er alle demJbn Esra bekannten D\3Bp DnDD arabisch geschrieben, er gewiß auch dies arabisch abgefaßt. Eben so unrechthat Hr. D. in Bezug ans dessen .Schrift SO/ipn rPTTi, und wie er diese Meinung aus dem Citate: . Nnipri min iddd TfDT -hy in seinem anpDrMDyto entnehmell konnte, ist mir unbegreiflich, da der Uebersetzer dies doch nur übersetzte. Die sprachwissenschaftlichen Schriften, von denen wir wissen, sind: i. mvVN rn;;!D cnty 'd. Das Buch über die Zeitwörter, welche von Nennwörtern'abstammen, d. h. über die Donominativen, in alfabetischer Ordnung. Diese Schrift Jbn Ballam's befindet sich, nach der Mittheilnng Derenburgs, in der königlichen Bibliothek zu Paris"), und obgleich die Handschrift nicht 9) Mosnaj. Borr.: M'lvll ''TßWl Dyb pmtri’W! G’JDp nnDD P|DN N’bb>)D. Unter rpN versteht Jbn Esra nicht ein Kompiliren aus andern Schriften, sondern er gebraucht diesen Ausdruck zur Abwechselung im Styl, wie er überhaupt an dieser Stelle die verschiedensten Ausdrücke für „abfassen" gebraucht, als: 2NG, 'fGN, IFgu/n» rnblD , |j?n. iTt^ , rplb! (wenn es ein Gedicht ist) Bei dem Sprachwerke 'B des Hüji gebraucht er den Ausdruck des Wortspiels wegen; es ist aber gleichbedeutend mit Itty wie und fjdnd wahrscheinlich synonym sind. — 10) Derenburg 1. c. Der hebräische Titel seiner Abhandlung Q^ys-z mnw 'd ist eine falsche Uebersetzung des arabischen :nNro , indem es pyn nto 'd hätte heißen müssen. Siehe das. 11) Cod. hebr. anc. foncls N, 434. In diesem Cod. befinden sich auch mehre Schriften Jbn Esra's. bekannt ist, so können wir doch den Inhalt sehr genau* aus Sal. Urb in o 'S Werk über Synonymik, aus seinem nyw (Venedig, 1548, 4.), wo wir sehen, daß er diese'alfabetische Abhandlung vor sich gehabt haben müsse. Auf zwei Stellen bei S. Urbiuo, nämlich auf 11a (soll heißen 115) und 93 a, macht auch Herr Dukes (1. 6.) schon aufmerksam,' und dennoch giebt er dem Buche den Titel: „D^yDn IDD, ein Buch von den Zeitwörtern", was, wie wir gesehen, nicht richtig, und um so mehr auffallen muß, als bei Urbiuo schon der Titel (niDwn mUö Dnttf “)DD) ganz richtig ist. Stünde auch das Buch nicht genau angegeben^), so würde doch dessen Charakter sich klar Herausstellen, wenn auf die citirteu Stellen gemerkt wird , die alle nur von Donominativen Handelns. Nun ist aber das Buch genau angegeben, so daß über Titel, Inhalt und Form des Buches kein Zweifel obwalten kann. - 2. D^jyn ryPniN 'p. Ein Buch über die Partikeln, ebenfalls in alfabetischer Ordnung. Dieses Büchlein befindet sich, mit dem vorhergehendem, in dem erwähnten Pariser Codex, und zwar wie das vorhergehende nur in Hebräischer Uebersetzung. Daß der arabische Titel dieser Abhandlung vcrmuthlich uybi?N geheißen, paß der Uebersetzer das Wort rpn, welches außer „Buchstabe" im spätern Sprachgebranche auch „Partikel" bedeutet"), fälschlich durch niK wiedergegeben, obgleich für Partikel im Hebräischen um: gebraucht wird, und daß daraus der arabische Ursprung der Schrift wahrscheinlich wird, hat bereits Derenburg (1. c.) sehr richtig därgcsteltt. Die kurze Einleitung dieses in alfabetischer Ordnung abqefaßten Büchleins lautet nach der Derenburg'fchen Mittheilnng ans der Pariser Handschrift: no b vrorw mt^n. ipro -pnTi yn im hz ]^y 'rron owyn nrnw -or6 \3ed nwpy# nrniNn by D’msm .dwd in hind rpfrn ^nfon? mno3 nsdj wpaon N.W HD. Herr Dukes hat dieses Büchlein (1. e.) ganz übergangen, da die Mittheilnng aus der Pariser Handschrift noch nicht gemacht war; indeß kann man ans den: mehrerwähnten Werke Sal. Urbino's schon entnehmen, daß Ilm Bassam eine Arbeit über die Partikeln gemacht haben müsse, da er dessen 12) Dieses Buch Jbn Bal'am's findet sich nicht blos an den beiden von Dukes angeführten Stellen (11 b und 93 u), sondern auch 103 a, und ohne ausdrückliche Erwähnung des Buchtitels S. 6 a. 13) An den bezeichnten Stellen wird aus diesem Buche citirt, daß Zer. 2, 23 von dem Nomen TjWßV daß Num. 14, 44 von dem Nomen tJD'y, daß Koh. 12, 9 von dem Nomen D’jjNb, und daß Cpn Zes. 48, 9 von C&h herzuleiten sei, und man sieht klar, daß nur von Donominativen die Rede ist, und Litelangade, Inhalt und Nach Weisungen bei D. nicht richtig sind. 14) De Sacy: Anthol. Gramm, p. 1. 29 * m