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Der Orient · 1846-07-02 · 27 (2.7.1846) · p. Spalte 429-430

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
27 (2.7.1846)
Date
1846-07-02
Page
Spalte 429-430 (sequence 7)
Language
German
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429 - Studien. Trachkukas. Polemik unter Hadrian 430 den haben. Wenn auch Diogenes Laertius1. II. etwas zweideutig bemerkt: zov rtUov pvöqov elvul ötuztvQov, wodurch bei den Gelehrten selbst Zweifel entstanden ist; so wurde doch, als mit dem Systeme dieses Philosophen ganz übereinstimmend, angenommen, daß er auch die Sonne als einen feurigen Stein betrachtete; denn in den M. X. 1. IV. c. VII. lesen wir: y.lv8vvevgul. 8’uv ecprj naQutpQovfjGui zov ZCiVZU [iSQl£lV(OVTU) OVÖEV 7\ZZ0V 7} ’AvCt^Uy6QCi£ TtUQECpQOvrjösv o fisyiGzov cpQOvtfaug hil tcS vag zc3v Q'smv firj%uvag s^yslöd'ut, ’Enslvog yuQ Xeyonv filv z6 uvzo eivul 7tvq re xul?jhov tfyvÖEL, cog zd {iev tcvq ol uvO'Q(07toi Qttdlag Hud'OQcoGiv f sig 81 zov zjhov ov övvuvzul uvzi* ß?<.E7ZELV KUL V7Z0 fLEV ZOV 7]XlOV "mZUlU^LTtO^LEVOl TU %QCö(iaza [ISXUVZSQU E%OVGLV, V7C0 8l ZOV TtVQQg OV riyVOEL dl %ul, ozl rav ek zrjg yrjg tpvo{dv(ov uvsv (.ilv riXiov ccvyrjg ovdlv övvuxui nuloSg uv^bg&oil, vno 8s,zov 7tVQog &£Q[lULv6pSVU 7CUVXCC UTZOXIVZUL Cp&GKCOV 81 ZOV T]ÄLOV Iföov ÖLCITCVQOV sivCUf HfU ZOVZO iqyVGEL, OZL Xifrog {LEV SV TtVQL (OV OVZE Xu{L7tEL , OVt£ TZOXVV %QOVOV UVZE%EL ' O öl ijliog zov nchzu %qovov tcuvzcov lu^ngozuzog (ov 8tccphei. So in Platonis Apologia Socrat. p. 362. Utrum, inquam, hoc est in quo me criminaris, quod videlicej; Deos aiius introducam? An me ais omnino negare Deos rursusque ut negent alios quoque doeere? Assero equidem te omnino negare Deos* Ö admirabilis ’iVIelite, curnani ista dicis? Neque solem igitur, neque luluun esse Deos credo ut homines alii. Per Jbvem ita o iudices. Num solem quidem lapidem esse dicit, lunam vero terr«m. AnaxagOB’am tu quidem, o amice Melite, accusare tibi videris, atque ita hos parvi facis, existimans eos literarum ignaros esse, quasi nesciant fibrös Anaxagorae Clazomenii eiusmodi opinionibus esse plenos. Juvenes vero haec a me discant? Quibus liceret interdum etiam si multasint, unius drachmae pretio ementibus ex OrchestraSocratem deridere, si sua esse fingeret, praesertim quum tan* absurda sint. stcel ZOV {LEV TjllOV U'd'QV. CprjGiv slvut , 77JV ÖS GsXrjVTjV yfjv. Tid. Plutarch. et Cyrillus de Alexandria et August: de civitate Dei v. Suidas. Uebrigens hat Josephus den Anaxagoras besser verstanden, als der Uebersetzer den Josephus, dieser sagt wirklich: ’AvutguyoQug 81 Klu£o[iEviog rjv, all’ ozl vo(jll£ovzcov dd'TJVCiLCOV ZOV 7]IlOV ELVCtL, &SOV , o 8* UVZOV E(p7j flvXov Eivat ÖLUTtVQOV, ftctVCLZOV 0CVZOV TtUQ9 dllyug 'iprfcpovg nazsyvcoGttv. So bemerkt auch Nixner in seiner Geschichte der Philosophie S. 88. Außerdem behauptete Anaxagoras in der Physik noch folgende zwei Paradoxen: erstlich, daß der Schnee schwarz sei, weil sich der.Himmel schwärze, wenn er schneiet und der Schnee beim Schmelzen in schwärzliches Wasser sich auflöse. ~Cic. Academ, quaest, 11, 23 et 31. — Zweitens daß zuweilen einige Trümmer der steinigten Massen, die als Sterne sich am Himmel bewegen, aus diesem ihnen widernatürlichen Elementen auf die Erde herabstürzen. Plutarch in Cysandro und PJin. hist. nat. II. 58. Item Animian. Marcelli. 1. XXXI1. c, 8. S. die Bruchstücke des Anaxagoras in dem Mystericon won Prof. Gladisch p. 18. B. t. C. ’ * Ein arabischer TrachL-UkaS. Der weiße Czar^ hat nicht atteill das Privilegium, die Mode seiner jüdischen Unterthanen zu bestimmen. In Egypten, dem privilegirteil Ursitze der Knechtschaft, hat man längst einen Paragraphen über die Kleidung der — Jüdinnen ausgestellt. Hr. D ozy erzählt nämlich in seinem VLetionaire detaillc des noms des Vetements cliez les Arabes (2tnlst. 1845. 8) s.-Y.-^t S. 28: Wir lesen bei Nowairi (Geschichte Egyptens), daß die Ulemas in einer Art von Koncil entscheiden , daß die jüdischen und christlichen Frauen genothigt sind einen Zonnar (Gürtel) unter dem Jzar, oder nach einem andern Berichte der wahrscheinlicher ist, über dem Jzar zu tragen, L>y . y0^) ®c{ Sojnti (H'ubn al-Muhudhara) ^? jLLw ,,Jm Jahre 755 befahl er, daß der Isar der Christin blau, der der Jüdin gelb und der der Samariterin. roth sein soll/' Der Isar, ein großer Schleier oder Mantel, in den die orientalischen Frauen sich hüllen, muß übrigens schon zur Zeit der Mischna en YOgue gewesen sein, indem sie in Sabbat 6, 6 den arabischen Jüdinnen erlaubt nftijn auch am Sabbat anszugehen. Ad ^rllinok. In dem ersten Drittel des zweiten Jahrh/s, unter Hadrian (117—138), wurde das Ehristenthum von Seiten der Juden heftig angerissen. Das Ehristenthum würde durch zwei Vertheidigungsschriften in Schutz genommen, nämlich: 1) durch die „Widerlegung des Papiskos und Jason" (avxiloyia TLu- TtLGxov ttrel ’l&Govog), welche jetzt bis auf die Vorrede verloren gegangen; 2) durch die Unterredung Justins des Märtyrers (4 165 in Rom) mit dem Juden Tryfon. Da die erste Schrift verloren ist, so kann man nur aus Justins Schrift die.Angriffe der Juden auf das Christenthum unter Hadrian ersehen, und sie reicht auch hin, uni uns ein Bild von der jüdischen Polemik zu gebkn.

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