Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-06-18 · 25 (18.6.1846) · p. Spalte 397-398

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
25 (18.6.1846)
Date
1846-06-18
Page
Spalte 397-398 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8555529-9897631-9897660--4547-3532328
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

397 398 Kritiken. Wessely. Kley. Ä. jeden ciuzettten Beitrag naher cinzugehen. Der Umstands daß diese beiden Hefte viele neue Mitarbeiter-gewonnen, zeigt mit welchem Interesse die ,,Kochbe Jizchak" des Hm. Stern gelesen werden und wie sehr Hr. Stern bestrebt ist, Liebe zur hebräischen Sprache und zu einem fleißigen Bibelstudiuin unter den Juden des österreichischen Vaterlandes zu verbreiten, was am Ende doch die Hanptteildenz des Herausgebers ist. Neben dieser Tendenz dürfen doch die Freunde der Forschung den Wunsch anssprecheu, Hr. Stern möge uns neben schönen Gedichten auch Biographien von altern und neuern Gelehrten, Auszüge aus Wiener Handschriften, Forschungen über Tatnmb und Midrasch, Abhandlungen, re. liefern. Dadurch können sich die „Sterne" auch einen. Weg nach Norddentschland bahnen. Zum Schlüsse bemerken wir noch, daß die deutschen Ueberschriften sich sehr komisch auSnehnien und setzen folgendes gelungene Motto von M. Boß zum 2. Hefte her: □nso frpp ihd i^io pxn rw *?n.l pip dw 'jnty pD n&p 3p jmnN □ 'M-yjttn > : d't rom psn pon rvn p my nsfiy my nw mwy dw ' nvrDun non 1^21 nna'bo hoin rw rrnirüß? . dn nsnn mwy dtoi 02.1 .und,! nynoDnn ddd pn ny Das dritte Heft schließt ein deutsches Zeitgedicht: der .Thurmbau. zu Babylon. .Von dem Herausgeber, worin die Uneinigkeit der Rabbincn scharf gegeißelt wird. Wir wünschen dem Herausgeber und den Mitarbeitern Ausdauer. Ad. Jellinek. 25) Biblischer Katechismus ober Leitfaden für den ersten Religionsunterricht der israelitischen Jugend. Von Dr. Wolfgang Wessely, öffentlichem Religionslebrer der Israeliten in Prag, k. k. beeidetem Translator in Hebraieis und Mitglieds mehrer gelehrten Gesellschaften und Vereine des In- und Auslandes. Zweite bedeutend verbesserte Auflage. Prag, 1846. 8. I. G. Calve. S. 163 und Xl. DaS LB. 1840 hat sich bereits über dieses auch in Mehrern Schulen Norddeutschlands eingeführte Schulbuch sehr günstig ausgesprochen. Die Methode, den Geschichtsunterricht mit dem religiösen zu verbinden, ist sehr praktisch, und die eingestreuten Verse prägen die Lehren dem kindlichen Gedächtnisse sehr tief ein. Ueber diese zweite Ausgabe bemerkt der rühinlichst bekannte Verfasser: „Bei dieser neuen Ausgabe habe ich zwar an dem ursprünglichen Plan nichts geändert, da eine fortgesetzte Erfahrung im Schulfache mich überzeugte, das; der eiugeschlagcne Weg auch am sichersten zum Ziele führt; aber desto eifriger war ich bemüht, das Buch nach Lnbalt und Form zu verbessern. Nicht nur enthält dasselbe bedeu'ende Zusätze, als Einschaltungen leichterer Verse, Entwickelungen neuer Begriffe rc., sondern auch mancherlei Be- Schmied!. S. M. Schiller. richtigungen in der Wahl des Ausdruckes und in der Anordnung der Materieso daß diese Auflage den Titel einer verbesserten wohl rechtfertigen dürfte. Bei diesen Veränderungen habe ich auch die Urtheile öffentlicher Blätter, sowie die Mittheilungen würdiger Freunde dankbar benutzt, wenn ich ihnen auch in allem nicht beistimmen konnte. Um einem oft ausgesprochenen Wunsche zu entsprechen, erscheinen die hebräischen Wibeltexte punktirt. Ungeachtet dieser größer» Vollkommenheit und der schönen Ausstattung ist der Preis des Buches nicht nur nicht sich gleich geblieben,, sondern noch bedeutend ermäßigt worden." Dieses Religions- und Geschichtsbuch öffnet nicht nur das Gemüth der Kinder den Lehren der Religion, sondern bereichert auch ihren Geist mit einem Schatze nützlichen Wissens. Auch eignet es sich zu einem brauchbaren Handbuche für Erwachsene. 26) Melodien zu dem Israelitischen Gesangbuche, herausgegeben von Dr. E. K l e y. Einstimmige Ausgabe für den Schulgebrauch. Hamburg, 1846. 8. B. S. Berendsohn. S. 50. Der lieben Jugend werden hier 99 der lieblichsten Melodien geboten, die größtentheils original sind. Die Herren Prof. Heinroth in Göttingen und Musikdirektoren Methfessel und Hiller haben den für das jüdische Schulwesen thätigen Herausgeber unterstützt, und so können die Schulen etwas Freude und Frohsinn bei der zarten Jugend erregen. Namentlich dürften diese Melodien den österreichischen Schulen zu empfehlen sei, wo der Gesangunterricht ganz vernachlässigt wird, Auch kann der Synagogalgesang nicht eher gedeihen, bis ihm in der Schule vorgearbeitet wird. 27) Die Synagoge (,) ein Haus des Gebetes und der Belehrung. Predigt über Ps. 84, 3. 4 zur Einweihung der, den Zeitbedürfrüffen gemäß neu eingerichteten Synagoge in Austerlitz am 16. Okt. 1845. Gehalten von Abraham S ch m i e d l. Wien, 1845. 8. v. Schmid und Busch. S. 16. 28) ci#n tt/np. Die Heiligung des göttlichen Namens. Ein Kanzelvortrag über Ezech. 36, 17—26 von Dr. S. M. Schiller rc. Leipzig, 1846. 8. C. L. Fritzsche. S. 15 29) „Befördert das Wohl des Vaterlandes!" Predigt über Jer. 20, 7 zur Geburtsfeier Sr. Majestät unseres allgeliebten Königs Ferdinand V., Kaisers von Oesterreich rc. am riDD .111 11DN 5606 (19. April 1846) von Dr. S. M. Schiller rc. Leipzig, 1846. 8. C. L. Fritzsche. S. 15. Herr Schmicdl entwickelt in seiner Weihrede die Bestimmung des Gotteshauses, indem er zugleich dem geregelten Gottesdienst das Wort redet. Der Ton ist ernst und würdevoll, doch bedürfte die Sprache noch der Feile. Sätze wie „was wir schaffen und bauen, stiften und errichten, immer gilt Eines als Norm und Regel, mit welcher Alles, ohne welche Nichts gedeihet und gelinget" (S. 14), „da hallet und schallet die Predigt nutz- und fruchtlos an den Ohren und und den Gemüthern vorbei" (S. 13) enthalten nichtssagende

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.