Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 25 (18.6.1846)
- Date
- 1846-06-18
- Page
- Spalte 395-396 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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395 Kritiken. Jeruschalajim. Kochbe Jizchak. 396 die Formeln npan dni ,. ND'rwr vom Unterzeichneten. Hr. Dukes scheint diese Erklärungen nicht zu kennen. Einige persische Engelnamcn habe ich in den Noten zu meiner Predigt: „Zähle die Tage!" (Leipzig, Fritzsche) erklärt. Zu den Parallelen fuge ich einige schlagende hinzu: nwn bN n\30 fiTiifin ntd TO (Babba Kamma, 92) vergl. mit Burkhardt Nr. 151.: aui aU/o-.i^s^äo ferner ^to Din DnnN tou (Baba Kamma, 71) verglichen mit Burkhardt Nr. 468: aLo^c.. Gelegentlich bemerke ich, daß Abraham Jbn-Esra's Worte: ' nV pnaro . *rnD hmn )b ix? ton dw pyiV1 (Orient 1845, Nr. 42) nichts als eine Ueberfetznng eines arabischen SprüchrvorteS sind: cXäJ UJ ^LaS^t ^3 f y], Bnrkhardt/ Nr. 590. Vergl. auch Salbath-Blatt, 1846, S. 28. 5) Ueber den Arzt Tendas in Bechorot, 28; Nasir 92. Von H. Lew in in Wilna. Wir können nur unser Bedauern äußern, daß Hr. Dr. Goldenthal in der Fortsetzung gehindert worden. Jedenfalls erwarten wir von ihm bald die Herausgabe des nriDD niD^nn l‘en R. Nissim. — Der „Jeruschalajim" hat den Standpunkt der frühem Bikknre ha-Jttim noch nicht überwunden, indem er noch Räthsel bringt. Unter den Gedichten ragt eines von Letteris unter der Ueberschrift: a>N\ “np*1 hervor, daS besonders eine Meisterschaft der, Sprache verräth. Auch das Gedicht über den Frühling ist lesenSwerth. Unter den literarischen Beitragen sind folgende hervorzuheben: Briefe über die Karai'm von Girondi (S. 45—54); Erläuterung der Stelle Berachot, 47 1) anfangend DsJty m* psnt3$?p MV), von Mohr auf eine sehr ingeniöse Weise. Durch den Nachweiß, daß He und Chet eine gleiche Form hatten (S. 61), rechtfertigt Hr. Mohr den Josefas, der für gelesen. Vergl. Dr. Beer im LD. 1843, Nr. 22. 'Ferner Erklärung von taxi D^n D'nbtt nsv, ittcr den Nutzen der Lektüre verschiedene Werke, durch Beispiele, wovon die sprachlichen die schwächsten, erläutert. Hr. M o h r ist hier lehrreich, und das Lesen seiner Arbeiten belehren durch passendes Material und scharfsinnige Kombination. Hitigegen hat sich der zweite Herausgeber, Hr. I. B o d e k diesmal ganz gehen lassen und nichts nennenswerthes geliefert. Er hatte seinen Scherira-Konnn. fortsetzen sollen. Wir wünschen den: europäischen Jerusalem Gedeihen und eine geringere Neigung zurPoesie, deren Hr. S t ern in Wien sich angenommen. Der vorherrschende Charakter dieser beiden Hefte der „Kochbe Jizchak" ist ein poetischer und exegetischer. Wessen Herz ein hebräisches Gedicht drückt, schickt es an Hrn. Stern; daher auch manches Mittelmäßige. Doch versprechen wir uns, daß diese periodische Schrift von Dauer sein und sich später mehr der ernsten Wissenschaft znwenden werde. Besonders sollte das Feld der Biographik und Kulturkunde mehr bebaut werden. Die zahlreichen Subskribenten sichern das Bestehen der „Kochbe Jizchak", die durch eine Ausscheidung einiger unbedeutender Gedichte mehr Raum für die Literaturgeschichte im weitem Sinne gewinnen könnten. Das 2. Heft enthält: Elegie auf den DichterSchalom Kohen. Vom Herausgeber. — Elegie auf Todesko, von M. Boß. Fortsetzung der exegetischen Bemerkungen von Rabbiner I. Pollak. Gedichte und Epigramme von R. I. Fürth.- Gedichte von I. Bibring und M. H.Enßer. Ueber Sanktion der Masora (nicht Mefsora) von M. Stiem. Von den Klmjektnren des Hrn. Stiem heben wir hervor: Jesaja 8,. 14 ppj puh unpöb. HM); Jerem. 51, 3 Dtyrp Sprüche 8, 5 2b uon Von den übrigen Beiträgen sind zu erwähnen: ein Gebet von I. Triescher. (S. 47.) Uebertragung der „Glocke" von S. Bacher. Erklärungen einiger Pijutimstelten von Rabb. Josef Weiße. Nekrolog des Rabb. I. Karpeles von Rabb. Äbr. Neuda. lieber Jjob von Stern. — Das 3. Heft wird durch ein im spanischen Style gearbeitetes treffliches Gebet vom Herausgeber eröffnet, das den Gedichten ans der spanischen Schule an die Seite gesetzt werden kann. Nach einigen poetischen und exegetischen Kleinigkeiten von Rabbiner Dr. Dttschak — zur Erklärung von 'di 2m' muß bemerkt werden, daß die Kal-Form kton wie „erwähnen", wofür die Hifit-Form gebraucht wird, bedeutet — beginnt die Fortsetzung der Pijutimerklärnngen von Weiße. Wir gestehen, daß uns bei Veröffentlichung des Gedichtes von Jakob Tam im LB. 1844, Cot. 170, bei dem Worte ’njnn die Erklärung des Sifri, Par. 78 entgangen ist und sind wir Hrn. Weiße für seine Belehrung sehr verbunden. Hr. Abr. Schmied! ist nicht sehr glücklich in seinen Etymologien, wovon der Mangel einer durchgebitdeten Sprachanschauung die Schuld trägt. und •"OT sind verwandte Begriffe, . da die Grundbedeutung „durchbohren" ist. heißt überhaupt „Nahrung"; doch bei den Hebräern „Brod", weil ihre Hauptnahrung darin bestand, und bei den Arabern „Fleisch", weil diese sich mehr von Fleisch nährten. Vergl. Ouatremcre im Journal des Savants, 1844. Die Grundbedeutung von 2m ist glänzen; daher 2m im Pivl, Jemanden durch eine frohe Nachricht vor Freude glänzen machen. Hr. Sch. sollte die neuesten Werke lesen Man kann nicht genug Mäßigung auf dem Felde der Etymologie predigen, da die Phantasie so großer: Spielraum hat und sich oft in Regionen tragen läßt, wo sie jeden Boden verliert. Hr. S. Bacher liefert die Fortsetzung seiner Uebersetznng von der „Glocke".' Das Epigramm rrvn by TOsyn ist nach dem Deutschen, was überhaupt bei mehren Stücken nicht angegeben ist. Stern, Forts, über Jjob. Weder der Raum dieser Blätter noch die Zeit erlaubt uns, auf