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Der Orient · 1846-06-18 · 25 (18.6.1846) · p. Spalte 393-394

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
25 (18.6.1846)
Date
1846-06-18
Page
Spalte 393-394 (sequence 5)
Language
German
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393 Kritiken. Zijon. , Jerüschalajim. Kochbe Jizchak. 394!! I I | I I m seiner hebräischen Erklärung dieser Hastara. Die Alteil nahmen nämlich an, daß niemand ver wahre Messias sein könne, wenn nicht alle jene Zeichen cintressen. Daß nun daS Wasser in Jerusalem nicht floß, gab den Pharisäern große Streitkraft. Der C'inwnrf, dieses Wassers strömte Tag und Nacht aus dem Munde der Ankläger, der ,,Engel der Vernichtung". Dqhingegcn führten ,,die Eilgel der Liebe" an, daß die Sunde des geschlachteten Lammes daran Schuld sei, daß das „Wasser Zacharja's nicht fließe, indem daS „Blut des Lammes geflossen sei, und bezeugten dieses durch „das Wort" der Propheten, daß nämlich alle übrige ihrer Zeichen eingetroffen seien. Auf dieser Behauptung 'bestanden ste fest und wenn es auch ihr Leben kosten sollte. — Daher heißt eS oben V. 11: „Und sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort, welches sie bezeugten und lieb Lei: ihr Leben nicht höher als daß sie es für diese Verteidigung Preis gaben". Nun erklärt es sich auch weswegen Johannes im elften Kapitel die Kraft: „Wasser in Blut zu verwandeln" heraushebt. So heißt es Kap. 11, 3—7, daß die 2 Zeugen — David und Jes. — ihre Feinde zernichten mit ihrem Munde , d. h. ihrem „Wort" und sie haben die Macht den Himmel zu verschließen, daß kein Regen komme und die Macht, die Gewässer in Blut zu verwandeln und die Erde, so oft ste wollen, mit allerlei Plagen zu schlagen, d. h. wegen der Sünde dc§ Bluts zn bestrafen, daß kein „Wasser" komme. — Es ist alles, ähnlich Ezechiel'ö „Räthsel" gesprochen. Wahrscheinlich soll „das Bild des Thieres", welches | angebetet werden solle, bildlich das Lamm bedeuten, $ welches dem großen Thiere die Macht gebe, d. h. durch f; das Blut des Lammes die Einrede des „Wassers" zernichte , um dadurch den Messias als den wahren anzu- 3 erkennen. V. 16. Die Erde, welche daS Blut des Lammes in sich anfnahm, nahm auch den Wasserstrom in sich -) auf, welcher aus dem Munde des Drachens strömte, ö Die Einrede der Pharisäer ist somit zernichtet, so meint Johannes» «•-; V. 17. Nun wurden die Gegner erbittert gegen 7 das,Weib, und gingen hm um zu kämpfen mit den übrigen — Aposteln — die es mit ihr hielten d. h. bildlich ihre Kinder „ihr Saame" welche die Befehle -- Gottes und die „Zeugnisse" ihres Sohnes beobachteten, K d. h. sie wollten.den Streit sortsetzen mit den Aposteln, jN weil sie die Vertheidigung hinsichtlich der Sünde, welche das Wasser Zacharias verscheucht haben sollte, nicht anjj nahmen, weswegen sie Johannes, im Folgenden, zur H ewigen Verdammniß in die Hölle kommen läßt. in I 1 Kurze Anzeigen. 21) Zijon. Monat Nisan 5605. Herausgegeben von Dr. I. Goldenthal/1 Bogen. Leipzig, C. L. Fritzsche. 22) Jerüschalajim, enthält literarische Aufsätze verschiedenen Inhalts. Gesammelt und herausgegeben von A. M. Mohr und I. Bodek in Lemberg. 3.Heft. Prag, 1845. 8. M. I. Landau. S. 101. 23 und 21) Kochbe .siHiak. Eine Sammlung (h)ebra'ischcr Aufsätze, exegetischen und po'etischen Inhalts zur Förderung des (h)ebräischen Sprachstudiums. In Verein mit . mehren Gelehrten herausgegeben von M. E. Stern. 2. und 3. Heft. Wien, 1845—46. 8. v. Schmid und Busch. S. 94 unb 94: ■ Die Denkmäler des hebräischen Schriftthums verringern sich mit jedem Tage, sogar die Stimme der hebräischen Muse, die sonst sehr laut gewesen, verhallt allmälig. Einzelne Versuche tauchen auf, um bald wieder unterzugeheu. Mußte doch der „Kerem Chemed" der Garten der lieblichsten italienischen Pflanzungen unbebaut bleiben! Die Schuld trägt nicht das Publikum, sondern die Herausgeber tragen sie, denen in der Regel Ausdauer mangelt. Die hebräische Sprache bleibt noch immer eine treffliche Weltsprache für die Juden in den verschiedensten Ländern, und gewisse Materien fügen sich sogar bequemer in das hebräische Gewand. Auch die hebräische Poesie treibt noch manche zarte Blüthe, wie wir dies später sehen werden. Sollte diese Anzeige die Austucrksamkeit des Publikums der hebräischen Presse znwenden und die verschiedenen Redaktionen auf Mängel aufmerksam machen, so würde un§ dies freuen. Wir gehen sogleich zur Inhaltsangabe der angezeigten periodischen Schriften über. Der „Zijon" sollte, nach dem Vorworte deS Herausgebers, gereiste Früchte tragen; er ist aber nach einem Blatte bereits kahl geworden, da der Herausgeber den Ort des Druckes verlassen. Der erste Bogen zeigt, daß der Zijon der strengen Wissenschaft zumeist gewidmet war. Er. enthält nach dem Vorworte de§ Herausgebers: 1) über die hebräische Grammatik bei den Talmudisten vouDr. I, Fürst. Der Vers, benutzt sehr scharfstuttig die talmudischen Erklärungen der Eigennamen. Bei vielen Erklärungen ist allerdings die vorherrschende Seite der Allegorie zu berücksichtigen, wie z. B. bei der Deutung des Namens oder nÄ. 2) Biographie des Abraham bar Chija. Vom Herausgeber. Wir bemerken hier blos, um uns nicht in ein weiteres Detail eiuzulassen, daß der aufmerksame Leser nur die Mittheilungen L u z z a t t o 's über Abraham bar Chija im 7. Bande des Kerem Chemed zu vergleichen braucht, um Manches zu berichtigen. 3) Aufruf an die russischen Juden in Betreff der Schulen. 4) Erklärung persischer Wörter im Talmud; Parallelen arabischer und persischer Sprüche zu talmudischeu; über

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