Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 24 (11.6.1846)
- Date
- 1846-06-11
- Page
- Spalte 373-374 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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373 373 Kritiken. Dukes, über die Mischnahsprache. Won K—m. auch des Buchstaben-!, wie njin statt nj-hn; 'pa statt'piI; NDp st» NDap. So vollständig der Verf. auch die Verwechslungen hier giebt, so hat er doch manche übergangen, wie z. B. E und j in baON, bajy; ü in D: und po, anfeuch- ten (Machschirin 3, 4); z- und wie im chaldäischen -»^y und st» aftif. Für eine Verw. des y und finden sich keine weitere Belege als das Wort paiD^ Bretter, nach der Erklärung des Aruch, dem aber Musafia. widerspricht; in Kelim 5, 8 ist die Bedeutung dieses Wons, Reif; ebenso ist die Wurzel p^v avvayco ganz verschieden von der Wurzel p^o und daher nicht mit Sicherheit als Belegstelle der Verw. von b und j anzuführen, der Verf. hätte weit richtiger die Wurzel (Sab. 13) anführen können, welche Wurzel aber der Targum für das hebr. -jya in der Stelle inaya ‘ jfiTlTpn gebraucht. — Zu den Buchstabenversetzungen (S. 68) ist noch beizufügen DW4 statt d\33U (Keritor 1, 5); bwto st. N.6^ (Sabbat 9, 5 ek. Aruch 8. v.). Das chaldäische npD zu aUIN.l scheint die Metathese von zu sein. Auch bei fremdländischen Wörtern findet zuweilen eine Buchstabenverwechslung statt, z. B. pfen st. p-^ (Jerusch. Ketubot 22);9) p'jiDD’ Sarmatien (Tanchuma Abs. Die Zeitwörter, ihre Familien und Konjugationen, sind bedeutend vollständiger als bei G., und dürste dem Verf. hier nicht so leicht, eine grammatische Eigenthümlichkeir .in der; Mschnasprache übersehen zu haben, nachzuweisen sein. Zu den Zeitwörtern, die ihre Formalionsbuchstaben des Hauptworts beibehalien haben, gehört das Zeitwort p&yo, pJaTOE und auch viele andere (Bocharl Hicroz. ll. 620); ferner ist zu diesem §. zu bemerken, daß von nonn auch die regelmäßige Form UDin vorkömmt (Challa 4, 6; Beza 1, 6). Die Quadrilitera werden vom Vers, in ächte, d. h. solche die Denominitive find und unächte, welche aus einer Verdoppelung der Wurzelbuchstaben entstehen und die Form Palpe! oder Schafe! Haben, eingetheilt. Von den erstcren giebt es so wie im Hebräischen sehr wenig und wir glauben nicht, daß zu den vom Verf. genannten irgend welche beizufügen sind, von der Palpelform giebt es aber sehr viele. Zu den angeführten ist noch beizufügen jrnn, pfänden (Idiot 8, 2) (Schebiit 7, 7) Mp Makkot 3, 6) &0&20 Chulin 2, 6); hingegen kennt die Mischnah das vom Verf. angeführte M nicht und Hat dafür von der Wurzel na, ‘nab (Peah 4, 1). — In der Mschnahsprache finden sich ebenso wenig Kompositionen des Zeitworts mit Präpositionen 10) wie im Hebräischen und nur durch die Umbiegung des Stammes werden alle mögliche Modifikationen ausgedrückt, und dem Charakter der Konjugation wird zuweilen ein Sinn beigelegt, der im gewöhnlichen 9) Auf Sarmatien scheint vielleicht'die dunkele Stelle hinzudeuten , p^aiDD D^ya o'aaan baa “f? pN: (<roou«) naaiD um paip ya'caNty jvr Tsif. Sab. e. 8). 10) . Nur das Zeitwort „haben" hat kein entsprechendes Wort und wird durch die Partikel px und an mit dem Pronomen ausgedrückt (Kidduschin 3, 2; Peah 7, 6 und sonst.) Sprachgebrauch gar nicht bemerkbar ist und daher den besten Beweis von der Lebendigkeit der Spräche giebt; z. G. von |£S”, alt, wird das Zeitwort alt machen (Tohorot 10, 8) ' gebildet, die Bedeutung des Part. Pual ist aber 3 Jahr alt (B.Batra 3, 8). 4 * *; In §. 24, enthaltend die Konjugationen, hebt der Verf. bei der Konj. des Kal die Eigenthümlichkeit'hervor, daß sehr oft der weibliche Plural vom Part. Paff, statt des männlichen vom Act: gebraucht wird, ohne die richtige Bemerkung G.'s zu erwähnen, daß solches meistens zur Bezeichnung von . Personen, die ein bestimmtes Geschäft haben, statt findet. Wenn auch, wie z. B. bei rnrop^, durch Supplirung eines weiblichen Hauptworts (m&) die grammatische Richtigkeit einigermaßen herzustellen ist, so ist dieses doch bei den meisten Wörter der Art nicht der Fall, so wie der'Verf. selbst S. 101 eingesteht, daß die Supplirung von rn&7 nicht überall bei dem Worte rnnipb anzuwenden ist. Daß das Wort ri)D)yD nicht hierher gehört hat Grätz (S. 87) übereinstimmend mit des Vfrs.'Citat ans dem Maarrch gegen G. berichtigt. Zum Hitpael3l) bemerkt der Vers., daß än verschiedenen Wörtern wie z. B. vr^ dt isj iopnn mj/c rtapnn die reflexive Bedeutung Wegfälle, welche Bemerkung um so überflüssiger ist, da des Hitp. im Hebr. oft ganz die aktive Bedeutung von Kal annimmt, so daß sie in der Bibel schon mit einem Akkus, des Objekts vorkommt,, wie z. B. nby npn ('.cf- Ges. Lehrgebäude S. 248, Anm. 1). — In 'privativer oder entgegengesetzter Bedeutung findet sich ein Hitp. von nu, fcljön, sie wird häßlich (Sota 3, 5). In § 25 hat der Verf. die Bemerkung von Grä tz übersehen, daß die Bildung des Präd. durch nM mit dem Part, schon in der Bibel vorkommt (,-zyn rpn). ' Das Nomen mit den verschiedenen Formationen wurde vorn Vers, nach der alten Eintheilung von Kimchi im Michlol aufgestellt, und die Verbalformen nicht beachtet. Die Pluralendung p des Nomen agentis tyat der Vers, vergessen, so wie überhaupt der Genus und Numerus bei G. vollständiger ist. ,— Vom Status konstruktus sagt der Vers, übereinstimmend mit Grätz und gegen G., daß er o f t wie in der Bibel durch eine Vokalveränderung ausgedrückt wird; eine Umschreibung mit findet in der Regel da statt, wenn ein Genitiv des Besitzes bezeichnet werden soll, wie z. B. cy’ftnru hw nun (B. Mezia 8,‘6) oote bw 'fflNDOa 0*- Sara 4, 6)pvtf ■ bei (Erubin 10, 9) Dinnj bei WICETI 'Q (PesachlM 2, 8); auch bei Bezeichnung des Materials, woraus das nomen rcgens verfertigt ist, z. B. b>W aiDy (Schebuot' 3, 8); pN b&. HJ (Ab. Sara 5, 11); T)1 bei VpJD (Kilaji 9, 6) j 11) So wie in der Bibel!das Hitpael gebraucht wird, um ein : sich stellen, machen', betragen, auszudrücken, wie a&7yn,a / n^nnn (Zachot S. 66), in gleichem Sinne wird in der Mischnahspcache diese'Verbalform' gebraucht wie z. B. ^yn.a/ sich faul zeigen (Tamid.'2, a) ly. üp Na^nsn, (Sanh. 10, 1) (Tamid 3, 8.) 24*