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Der Orient · 1846-06-11 · 24 (11.6.1846) · p. Spalte 371-372

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
24 (11.6.1846)
Date
1846-06-11
Page
Spalte 371-372 (sequence 2)
Language
German
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370 Kritiken. Dukes, über die Mischnahsprache. 371 bekannt und. wir vermissen hier um so mehr das fehlende Eitat. Ungenau ist des Verf.'s Ueberseßung von (D2'b. np)pt) ppt „zwingen" was „anketten" 'heißen sollte , ebenso väs*DnnC DlpOiT,0E>bs) „spielend vor Gott", besser wie Geiger „begünstigt"; ferner heißt -,p-> nicht „sieben" wegen der springenden Bewegung, die man dabei macht, sondern wegen der des gesiebten Getreides. Zu haben wir zu bemerken, daß Geiger's Konjekttir (Glossar s. v.) durch die darauf folgende Stelle an Wahrscheinlichkeit gewinnt: ,)n bl7 rnify. nrpil iT)ttV n d d b w m vi y n 1.1:2 dp own nprm ttnnw (Mid. Chafit 23 e\ - Als eine besondere Eigenthümlichkeit der Mischnah spräche hätte der Vers, auch das Wort ns», welches immer statt dem biblischen gebraucht wird, hervorheben sollen. * Zu den Wörtern von e n t g e g e n g e se tz L e r B ede utung,§ 15 ist noch beizufügen die Lalmudische Erklärung der Stelle ^b)y b)2.) ^L^5) btt in.der Bedeutung von QN2)', die Herabgekommellen (5!'>O2^D )TPttf *)b\tt (Pecch. 5, 6 und Ierus. ibid) 5 ferner der Gebrauch des Wortes irjjj für Nacht (Pesach. 2), in der Bibel, leuchten, n.1'1 tt.bi Hingegen gehört das Wort mp^^D, sie ist erblindet, nicht hierher, so wenig wie die Zeitwörter c^:nrj 7 welche in privativer Bedeutung stehen. — Zu dem .was der Vers, über den Euphemismus sagt, ist zu bemerken, daß die Mischna besonders reich ist an euphemistischen Ausdrücken zur Bezeichnung der menschlichen Schaamtheile, wie z. B. bt7 )\3D, ->2p (Ohol 7, 4); pnNNl-i ]pT, rP2n 5)222 (Mikwaot 8, 4) byD (Bechorot 6,5); nDDH t7'DS75) für ben concubitus (Ketubot 6, 5). Unter den sehr zahlreichen.Wörtern der Mischna, die sich weder in der Bibel noch in den Largumin finden, die aber dennoch eine hebräische Färbung haben, welche der Vers. § 16 aufzählt, ist das angeführte pn (Erubin s. f.) nicht an seinem Platze (vgl. Ges. s. t>;). .Das angeführte Korb findet sich auch in der Bedeutung von „Gattung" (Demai 5, 6), welches Wort daher keineswegs wieder Verf. S.28 sagt, eine neue Formation der maurisch-spanischen Periode ist^) Die Zusammenstellung der Kompositionen juristischen Inhalts und der mit -iv/ttbö , 5P2 l’n § 17 und ihre sprachli-' chen Bedeutungen ist eine der besten Stücke in diesem Merkchen. Zu der,Komposition mit fyn ist hinzuzufügen n'2 ntiton Kapsel (Kelim 16, 7) und □’ip^n 5P2, Markt (Machschirin 6,2). Daß b)p 5)2 auch Wiederhall bedeutet, hätte der 5) In derselben Bedeutung findet sich dieses Wort im Sifra (S. 29!^) NÖnnil». 6) Die Abstammung der Wörter ttyv^p, wenig (Ketubot 8, 5) rynDT, schlechte Grundstücke (Gittin 5,2u . noch sonst) (Kilajim 1> 1 und sonst sehr häufig) ist unseres Wissens noch nicht ermittelt. — Das Wort 2.) 2' findet sich nach einer Version des Chaskuni, Absch. t))2b)5>)/im Targum Jerusch. „yjw .nw’bb -Nw.mjn ]wb /ni’ji» wh" (Diese Notiz entnehmen wir aus den Randglossen von Heidenheim zum Aruch). . Vers, besser aus der Melle 5)'.2 >rb^ ttb) bn^' blp b)p 5)2 )b)pb (Schcmot. Rab. Ab. Jitro s. U) beweisen können; auch wird dieser Ausdruck für Stimme im Allgemeinen genommen, so in Mid. Kaheleth 63 e Httn 'DJ2 )b'tt Dtt^P bip 5)2. — Das syrische k\b2t7 pjfrD (Mt. 12, 1), welches der Verf. zur Erklärung des 2tuödrucks .))b?2 anführt, kann ebenfalls von dem lateinischen niulgere und dem griechischen a\usb/co, melken, ab stammen, der Verf. weist daher mit Unrecht des Aruchs Ableitung aus dem Griechischen zurück. Hierher gehören auch die sonst im Talmud vockommenden Ausdrücke wie z. B. nD’j/ rüDbtt, 22)L7, wofür in den Midraschim das lateinische Apoca gebräuchlich ist (cf. Aruch 5w22tt), die der Verf. in die zweite Abtheilung besprechen wird. — Statt der Erklärung von non D^lD aus dem jerusalemischen Talmud hätte der Vers, die aus dem babylonischen (Jebamot 80) geben sollten, wo eine Erhitzung der Mutter während der Schwangerschaft als Ursache des mit zerstörten Zeugungßorgane zur Welt gekommenen Gegeben wird. Von der großen Anzahl chaldäischer Wörter, die in hebräischer Form gebraucht werden, führt der Verf. im §. 18 eine kleine Anzahl als Beispiel vor, unter denen sich mit Unrecht die griechischen Wörter p^D und ißp, wölben, befinden, die in den §. 19, wo der Verf. die fremdsprachlichen Wörter abhandelt, hingehören. ‘ Die letzteren werden nur lexikalisch vorgeführt und hinsichtlich deren Umschreibung in den hebräischen Dialekt,*) was doch eigentlich die Aufgabe der Grammatik sein sollte, blos auf Geigers mangelhafte Arbeit verwiesen. Unter den V. hybrid, tjl nod) beizufügen O2u)l (Bechorot 7, 4). — Mit §. 21 beginnt der grammatische Theil; derselbe ^enthält zuerst die Verwechslung der Buchstaben (bei Geiger §. 10). Daß die Buchstabenverwechslung nicht wie G. glaubt in der talmudischen Periode theils durch aramäische Einflüsse, theils nach der Gewohnheit des Vulgärdialekts besonders eingerissen sei, hat Grätz (1. c. S. 58) genügend widerlegt und der Verf. macht noch mit Recht gerade bei der von G. hervorgehobenen Verwechslung des in i bei der R. auf das "pnntP (Jes. 15, 11) aufmerksam; übrigens ist die Verwechslung der -j und 2, 2 und 2, 1 und 1, und w schon in der Bibel zu finden und hierauf beruht ein großer Theil des Keri und Ketib (Frankel, Vrst. 209), besonders häufig ist die Verw. bei Buchstaben, die mit Einem Organ ausgesprochen werden und bei den quiescirenden Buchstaben (Ehajug 9—10). Eine V e rsch lu ck u n g der Gutturalen 7 8) findet besonders häufig in der Sprache des Talmuds statt (Aruch R. 2 D, 5)25)), so wie 7) S. hierüber Frankels Vorstudien § 19 und Steinschneiders fremdsprachliche Elemente. 8) Eine Verwechselung der Gutturalen wird selbst vom Talmud erwähnt .n'rf? >2 p2 pj2*2 lyjDHD ttb" (Ierusch. Peah. 19; Maaßer Sch. 14). — In der Note Nr. 64 citirt der Verf. aus dem Buche E'&^n bjD (Ms.), daß einige Exegeten für )5)2Oy (Micha 1, 11), irnion lasen, welches wir ebenfalls im Kommentar von Josef Kara z. St. lasen.

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