Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 24 (11.6.1846)
- Date
- 1846-06-11
- Page
- Spalte 369-370 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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des Orients. Berichte, Studie» und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 24:9 Leipzig, den.11. Juni 1848» Inhalt. Kurze Anzeigen. Dukes über die Mischnasprache. Beurtheilt von Kichheim. (Schluß). — Studien. Materialien zu Biographien jüdischer Gelehrten, die unter den. Arabern gelebt. Aus arabischen Schriftstellern gesammelt von I. Chwolsohn in Breslau. Abulfaradsch, Alkifti, Makrizi über Maimuni. — Die Neformperwirrung in der isr. Gemeinde in Breslau. 111* und IV. Aktenstück. — Ankündigungen. , Kurze Anzeigen. 19) Die Sprache der Mischnah. Lexikographisch und grammatisch befrachtet, von L. Dukes. Eßlingen,'in der E. HarblMerschen Buchdruckerei. 8. Vll. 127 S. (Fortsetzung und Schluß.) Die §§ 13 und 14 enthalten „Uneigentliche Bedeutun g en" und „ Biblische Wörter mit andern Bedeutungen". Da der Vers, selbst auf die Schwierigkeit hinweist, diese beiden Begriffe sprachlich zu trennen, so ist diese Eintheilung um so weniger zu rechtfertigen, da Geiger die Wörter dieser Gattung rmter die paffende Rubrik „ Um- * Wandlung der Bedeutung" klassisicirt. So mangelhaft dieser § bei Geiger im Vergleich mit dem reichen Material des Vers.'s auch ist, so hätte dieser doch Manches von G. zu weiteren Forschungen benutzen können. So sagt z. B. Geiger (S. 23) „Hierher gehört auch die Uebttragung der gesetzlichen Bestimmung auf das Wort, welches früher nur den Gegenstand bezeichnete, auf den diese gesetzlichen Bestimmungen Beziehung haben, wie ntW3 , nny". ■ Durch diese sprachliche Eigenthümlichkeit läßt sich auch das Wort p^ON erklären, wovon die Mischna die Singularfocm hat (Menachot 4, 1z Megilla 4, 8), welches deshalb den Phrlakterien gegeben wurde, weil man sie während des Gebets-) anlegte.3) — Hingegen irrt hierin G. mm er glaubt (S. 29), daß, wo 1) Wenig Beachtung verdient die Erläuterung vom Vers, des Tur (c. 24) (vgl. b "n LU Menachot^4,1) pN"ip.3l U'bj; mw rtf,o»n» uwi nnj)i"niü in» pü6 ,2) Daß man die Lesillin den ganzen Lag auf dem Kopfe haben soll, wie es aus vielen Stellen im Talmud zu erweisen ist, ist eine talmudische Erschwerung, die aber nicht durchgedrungen ist. 3) Des biblischen nDEIB' bedient sich die Mischnah in der man den religiösen Gegenstand als bekannt voraussetzt, des Hauptwort zurückgelassen und das Adjektiv allein gesetzt wird, wie in statt tpD p*)p, pmx 4) die Gesagten, denn dieses findet sich auch häufig bei Gegenständen, die nichts weniger als einen religiösen Charakter haben, wie z. W. LllvS, der'. Gemästete, statt DüiDBn “W (Sabb. 4, 20); nMD, die Hinausragenden, statt niTD (Nedarim 4, 5); mWH für rö)D, die Wächterhütte (B. Batra 4, 8). —- Der Vers, liefert hier eine gute Auswahl von Wörtern, die sich noch durch einige seltnere ergänzen lassen, z. B. DW, Stengel (Lohorot 9, 8); m Stamm (Schebiit 5, 7)- Stangen (B. Batra 4, 5; Middot 3, 4); nmD; Gespann (B. Batra 5, 1); rn^p, Krüge (Parah 10, 4)' Mit Unrecht nimmt der Vers, jedoch das Zeitwort pjfi hier auf, welches in der Bedeutung von „ärgern" nur im Mrbrasch aber nicht in der Mischna zu finden ist; nur Ln der Bedeutung von „festhalten", was aber mit'dem biblischen Begriff von „würgen" zusammenfällt, findet es sich in der Mischna <B. Batra 10. 8)! : pwn nriN1 m pDfin m, eben so ist uns das Zeitwort prahlen, in dieser Bedeutung nicht Bedeutung von Kapseln, so.in der Stelle p^' nnyon (Sanhedrin 1, 3).' — Für den unrichtigen Ausdruck findet sich einmal der richtige bttfnbDn yrif (.Mikwaot 10, 3'« Aus Richter 15, 14 sucht jedoch der Talmud zu beweisen, daß “p und ynT verwandte Begriffe und beide mit Hand zu übersetzen sind: Ninttf ynP p’OD )L*m '.n rnijm tyPt&w □xmyn nwim -idnjip tivp miDN (Tosist. Sabbat c. 9). 4) Nach Aruch R. wäre p-)Dd? von -zv abzuleiten, die Vorzüglichsten, die Besten. DniDW D^rn wppl .'ID1? nnD«n‘^3 D\3riNl QND Wir können die Quelle dieser sonderbaren Ableitung nicht angeben. DieForm findet sich noch außerdem, in dem gewöhnlichen Sinne-, die Gesagten, in Nidda 6, 12 D)pO bo2 nniDNni 24