Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 21 (21.5.1846)
- Date
- 1846-05-21
- Page
- Spalte 323-324 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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334 233 '• Kritiken. Dukes über die Mischnasprache. denen aber der Vers. immer nur Eine Stelle aufsinden konnte (S? 122), außer die Ausdrücke der Sprache der Nab ata er, welche dreimal im Ieruschalmi genannt sind... Auch von anderer Seite wird es bestätigt,, daß diese Sprache ein entarteter syrischer Dialekt war 3) (S. Caffel's KusarL S. 30, Note 3). Weichen,später» Arabern galt sprüchwörtlich für einen rohen, ungebildeten Menschen (Pockoke .8p. S. 268 citirt von Winer s. v.). .Strabo in seiner. Geog. Buch 16 identisicirt fälschlich die Nabata'er mit den Idumäern und sagt, daß sie .bei einem Aufstande vertrieben, sich an die Juden angeschloffen und mit ihnen in eine Gemeinschaft der Gesetze traten ‘(cf. Jos. ant. 13, 17). Auf jüdische Nabatäer ist ebensowenig aus^l Makkab. 5, 24 zu schließen, woraus nur hervorgeht,' dass sie in. nachbarlichem Freundschaftsverhältniß mit den Juden standen ,.'als aus den Cidacen im Talmud. Lonsano im Maarich, der, wie der Vers. (im zweiten Heft) bemerkt, jüdische 'Nabutäer erwähnt, hat wahrscheinlich mit dem Wohnorte des Propheten Samuels fiKTD mil, welches sechs Meilen von Jerusalem liegt, verwechselt, nach diesem Orte hieß auch vielleicht n&nri < ( Sab. 16z Aruch N. mn). ' . Für den Gebrauch der.aramäischen Sprache vor Zerstörung des Tempels citirt der.Vers. als Beweis die Bat-Kol- Stimme, „welche die Zerstörung des 'Tempels zu Jerusalem' z. B. -njy für Oruittunff, NrOTltt (welches Wort Raschi' zu 23. Mezia 16 von iniD’Vin nnUQ, Richter 2Q, ableitet),' lleberreste der punischen Sprache seien,- laßt sich bei dem gänzlichen Untergairge d'ieser Literatur nicht ermitteln. 3) In diesem Idiom war auch das Werk rPDDJri geschrieben (s. „die fremdsprachlichen Elemente" rc. von Steinschneider S. 10,' Note 20). Samuel (jlar^a'erwähnt ein m^n rmy «nbONJPlO (Mekor-Chajim S. 63a). Merkwürdigist die Erklärung von dem noch nicht ermittelten Wort ryiDtt’IB’ Dc>n Abraham Saba in Zeror Ha-Mor (S. 72) nach' einer Stelle aus diesem rm^ß'n niD*y, auf die Steinschneider (I. c.) aufmerksam macht, ohne'sie jedoch zu citiren: „ri'2L0N ^02 D'2LI2 KV) DNW N'l niNinn '2 , MNüDn cupn nNira n’^n pbn2 D’NipJ 2W2 niNT1? on’J’S? 7 •> n w'V'V NM riDÖÜl N'N^ D.1 P)[3vV w DE'". Auf,diese Stelle bezieht sich'auch'die Erklärung von David de Pomis in Zemach David s. v. N'nw “ON H NHIO 1DD' h^D. Die Erfindung der Brille wird gewöhnlich ins 13. Jahrhundert gefetzt und ein arabischer Schriftsteller, Alhasn, soll eine Entdeckung erwähnt Haben, die zur Erfindung der Brille geführt haben sollte; nach obigem Citat mußte jedoch diese'Erfindung ins hohe Alterthum hinaufreichen. Rapaports Konjektur, daß die talniudische Er-' klärung von niDttVO D'W '»DtODZD W aus der koptischen Sprache, und daher die richtige Leseart ^DD statt DND fei, , stimmt.mit nachfolgender.Ableitung, die wir in Adlers „Kurze Uebersicht seiner . biblisch - kritischen Reist'- nach Rom" lesen, nicht überein. S. 190 schreibt -nämlich dieser Gelehrte „Tota.fot, das 'B. M. V, 8 vorkommt, .scheint egyptischen Ursprungs zu sein. Tose heißt im Koptischen der Kop f, daher Totafe was zum. Kopf gehört, Kopfschmuck, Kopfbinde. Ot ist die hebräische Endung". vorher verkündigt Haben soll: 'TUNT WD1DJN3 (Sota 33^, was in der citirten Stelle aber nicht gesagt ist, fonde.rn die Stimme verkündigte Hyrkan den Sieg "feiner Söhne über Antiochus Cyzicenus, was die Zerstörung von Samaria zur Folge hattet). In Z. 3 bespricht der Verf. die Wendungen und Redensarten, die aus dem Griechischen in die damalige jüdische Umgangssprache eingedrungen seien und hebt den Ausdruck rbüb (Menachot 8, 3; 9, 1; der Vers, citirt falsch Sota 8, 1) hervor;' die griechischen Buchstaben finden sich häufiger -noch als figürliche Zeichnungen benutzt, wie z. B. ^£.1 (Sebachim 53, Kelim 28, 7); (Menachot 75); p.1 (Mikwaot 9, 8). Selbst im Tempel wurden einige Geräthschaften mit griechischem Alphabet gezeichnet (Schekalim 3, 2). Irrthümlich sagt aber der Verf..(S. 7), daß solche griechische Aufschriften hatten (cf. Frankens Vorstudien S. 94, N.- 9). Nicht neu ist des Verf.'s Meinung, daß die Stelle -'„n ‘p-D1 IDINH gegen die eingeschlichene heidnische Anschauungsweise von einem guten und bösen Princip gerichtet sei, die aber, wenn auch viele Geräthschaften der alten griechischen Tempel die Aufschrift Diis bonis hatten, welches der Vers, als Belegstelle anführt, nicht griechischen sondern persischen Ursprungs ist. Interessant ist des Verf.'s Erklärung von DD (S. 6. §; 122); .keineswegs ist aber in der Stelle pp2ll^ (Sab. 62) das sicilische Oottabus gemeint, wie der Vers, glaubt, denn in diesem Spiele wurden die Becher nicht geworfen, sondern nur der Wein aus den Bechern gespritzt; richtiger wird solches von Raschi nach Sukka 53 erklärt. Zu welchen Absurdidäten die Ähnlichkeit eines Worts führt, zeigt eine Stelle aus dem Maarich von Lansano, die der Vers, als Beleg citirt, daß es zur Zeit des Talmuds in Liberias eine Konstantinopler Schule gegeben habe. Im Ierusch. (Saarn t 2, nicht Schkalim 17, wie der Vers, citirt) wird nämlich eine Nn&^JD s) genannt, was auf griechischwie Lonsano schreibt, Konstantinopel heiße. Ilohs heißt aber allerdings Stadt, aber nicht Konstantinopel, nur die Türken nannten solche Stambul (in der Stadt), welcher Name 4) Diese Sage hat ebenfalls Jos. ant. 13, 18, die wir zur Berichtigung der falschen' Erklärung von Raschi hier anführen wollen. „Von Hyrkan wird das. fast Unglaubliche erzählt, daß ihm ein' göttliches Orakel geworden sei. Man -erzählt nämlich', daß an demselben Tage,wo seine Söhne (Antigonus und Aristobalus) mit Antiochus gekämpft, dem Hohenpriester als er allein im 'Tempel war und das Räu- ^cherwerk anzündete, eine vernehmliche Stimme den Sieg sei- ' ner Söhne über Antiochus angezeigt hatte; er habe dieses Orakel) sogleich dem Volke mitgetheilt und kurz darauf die Bestätigung desselben erhalten". 5) Wenn das Wort nicht ein Ortsname ist, wie z. B. nopY ncwd , pyEn , m^rn. rc. oder ein Eigenname wie. “nU-V3fn (Berachot 50, 1), so ist es in demselben Sinne zu nehmen wie in -jrpDtnDtt rrrp |TT> 'bub (3et\ Sanhedrin 28) und bedeutet Rathsleute, Vornehme Bovlsvot.