Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 20 (14.5.1846)
- Date
- 1846-05-14
- Page
- Spalte 313-314 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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313 Studien. Das gnostischePnncip in der Kabbala. 314 feite hcrausznhcben, welche der Geist der Halacha in den Hiindcn des Mysticismns trotz seiner scheinbaren Befestigung dieser Begründung genommen hat. Treuer Hirt (NID'HD N’jn) zum Abschnitt NttO (S. 124, 2*) heißt es: ■ irp,.5'.'ni) «m Nib'N irpm todi ntdd uo' D'b'DVDNi pbo Ninn dniI yp-in tiid nm D'hotpom nonN pna Nb pb'ND , mby ndnd nippt jo mun td iitnd TD lil’ND "IT Nlb'ND Dyüob bNT’ s'l'Nztl p-Ol (p'D2 mi'To'n pro D”pn’i wo n m b 2 10 N'b ppo' -irmn TD’N in’NTym DIDDNjb'Nl ' TI bs IDy pNl , mn’ biVay■> t>y D'btir Nb mnor hndid inm rvbn "m Nibm ntdd n^n 'inb Nb pnbi djt n.t , riNDiDn nn» npibnn Nbi jm NDDDD N'L'P Nb s!2n D1DD Nlb'NI NIVOI ' 'Ul “l'DyN nNDIDHrin riNl D'nDI □’DDn pni'N hndidd pbim mntn pbin IN'ND Nobty ym ndio n’b i'ipnm no NbN pnb n’b a"v mnotyb j"dt jhioiüT Nib’N n'ddd’ni ”m Nib'N Nobtsn Ninm; bim jtddni Omi ’i'Dbn joppy no NbN p«n Dyb niy Nb -inm “iiD’N 'Dm , Nobjo 'in Nb lb'ND orpninn m'ODDDD flND DyD DDynN N'b mriDl NNDW ni’Dbd tdj?'ty NbN tody niD'b Nn 1 b.1!'D N'b slilb l'DLl "ND Nib'ND D ' yD Nb pi'ND / DDbD pn' NbN , mriDi hndiej mm tdnd |ti’inD dd DDjn ■, NDini mp NDilurn NIM n'n mp pioo N’Dpn'N Nbl pDUün )n'N fDNH Dy Jll'N .J'D’yDD. pi'ND ]'0 bNDL"b PO! P'DDy NbN b NHtM Schon die Ansicht, welche den Ungelehrten bei aller Entschiedcnheitdes religiösen Sinnes und der gewissenhaften Observanz in die verlorene Masse wirft, steht im offenbaren Gegensatz zum Geist des Rabbinismus, wie er sich in dessen zerstreueten Aeußerungen zu erkennen gibt. (Vergl. schon im 6. Abschn. Abot den 7. Lehrsatz mit feinem Ausdruck nicht riTOV?1? und m D^pD)^, dann Midr. Rabba zu Levit. 25. Kap. in der Deutung des anx), ferner Talm. Tr. Ketubot 111, 2.) Wie viel schärfer tritt erst der Gegensatz hervor, daselbst die Bewanderten im Gebiete der Halacha, sobald ihnen die mystische Weihe fehlt, in die Klasse der einsichtslosen Masse von Idioten geworfen sind, jwto m:ny. Was soll man erst von der Ansicht halten, welche die Giltigkeit des ganzen kasuistischen Bereiches als eine Geist und Willen knechtende Despotie betrachtet finjw von der die Erlösung erwartet werden muß. Unter mehrfachen Belegen, welche für die Behauptung des Sohar und seiner Glossatoren, daß das'ganze Gebiet der religiösen Observanz als das einer usurpirenden Sklgvin, die mystische Gnostik aber als königliche Herrin gelten müsse, daß ferner sämmtliche Anhänger der ersteren als gemeiner Pöbel zu betrachten seien, welcher zu dem durch letztere Erleuchteten im Verhältnis) des vemunft- *) Alte Oktav-Ausgabe. losen Thieres zum Menschen stehen, und für noch manche gleichartige Ansicht des Hypomochlium abgeben, mögen folgende angedeutet werden: Sohar zu TO Fol. 228, 1, zu Pikude 236, 2. Einleitung Fol. 4, 1, zu Bereschit 26 und 27, 1 und 2, zu Bcschalach 60, 2, Treuer Hirte (NOD'HD n-jd) zu Bahaalotecha 133, 2. Vorrichtung (ppn) Abschn. Teze 275, 2. 277, 1 und zu Emor 98, 2. Letztere mag ihrer Eigenthümlichkeit wegen hier citirt werden: p , püps prronDri jtod j&w-nonan p jNan.p , wNDpra pnonM pmjp DnD npnn — WJHD )N3 TO^> pn^l nA’nt {oüdd p^N nno nNDi nbnpi nND dhn , d'in , nnm 3D nAw niddd ndj; itovn pm nrb pdij; pn^n nonsn p m bnN , tod, D"y:n ^nniN n^j; n^p onp ton hd pm ndhj pn^n Nn’oiN TOtt p^NP «rn jbw pnta m , Dnbn-w mm , .to1? -ob dtop .^D POp .DWp JND- HDW .pNniONl pNJn Wer den bestehenden Widerstreit in den heutigen Bestrebungen des Judenthums mit dem ernsten, frommen Wunsch einer baldigen heilsamen Ausmittlung betrachtet, kann hier einen Beleg mehr für die in jeder geschichtlichen Phase sich kund gebenden Wahrheit finden, daß die Systeme mit ihrer Ausdehnung zum Uebermaß der Einseitigkeit den Grund zur Feststellung ihres Widerspieles legen. Das Urchriftenthum, dessen sichtendem Ideale die Acußerlichkeit des Gottesdienstes schon in der ersten Ausbildung unter den ersten Begründern der Mischna als ein entstellendes Detail erschien, findet in der rigorosen Starrheit der heutigen orientalischen Kirche so sehr den Gegensatz seines eigentlichen Princips, daß selbst die Machtvollkommenheit des oberen Kirchenvorstandes zur Handhabung der Aeußerlichkeit, worin der römische Katholiclsmus mit dem Rabbinismus auseinem Standpunkt steht, bei ihr keine Anwendung findet. Die Mäßigkeit der äußeren Formen im ersten Zeitalter nach dem Untergang des Opferdienstes im Juderlthum konnte dessen Vertreten: unter den Tannaim um so mehr Boden zu seiner Werthcidigung gegen jenes idealistische Princip gewähren, als, wie bereits Dr. Fürst in dem betreffenden Aufsatz nachgewiesen, die besonnenen Kirchenväter selbst zur Koneesston eingelenkt. Die Idee unserer Selbstheiligung als Gefäß durch die verübte heilige Handlung bleibt immer eine erhebende für die Menschheit, und die Lehren von p)p , Oübwn werden jederzeit in den strebsamen Gemüthern ihren Anklang finden. Nicht so leicht mochte es mit der spätern durch den zugenommenen Umfang der Aeußerlichkeit nöthig erachteten Behauptung hingehen, daß die Aeußerlichkeit ein beiderseitiges Bedürfniß in der reeiproken Beziehung zwischen Gott und Menschheit sei nm 1TO »TiDj;. Wie dieser Aussprnch von der rationellen Seite als Wi-