Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 19 (7.5.1846)
- Date
- 1846-05-07
- Page
- Spalte 291-292 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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291 Literaturberichte aus deutschen Volkes sagen und klagen? — 12) Vom Schuldirektor A. H orwitz in Berlin ist der „erste Jahresbericht Wer die jüdische höhere Knabenschule" erschienen. Die Schule zählte bei ihrer Eröffnung 64 Schüler, während sie jetzt deren 102 hat. — 13) Journal des 8avants, Oktober 1845; Recension von Qua tremere über das Werk „Introduetion historique et critique aux li'vres de l’Aneien et du Nouveau Testament pari, tt, Glaire“, Paris 1845. 2. Ausgabe. Aus der Besprechung des Werkes geht hervor, daß die Hilfsquellen des Talmuds u. s. w. in demselben berücksichtigt werden. Sogar Obadja Bertinoro wird citirt. Wundern muß' man sich, daß bei den angeregten Fragen in Betreff von NupDn^l-un HDU MN und der Einrichtung der Vorlesungen aus'dem Pentateuch, Zunz's G. V. nicht -zu Rathe gezogen wurden. — 14) Von dem thatigen Arzte G. Brecher in Proßnitz erscheint eine Monographie über „die Medicin des Talmuds", welche das ganze talmudisch-medicinische Gebiet erschöpfen soll. Sowohl die theoretische als praktische Seite der Medicin, wie sie im Talmud erscheint, werden ausführlich behandelt» Wir wünschen , und mit uns jeder Freund der jüdischen Literatur, daß die wcrthvolle Monographie bald dem Drucke übergeben werde. — 15) Berlinern t era risch e Zeitung von 4.April: lieberEmancipation der Juden. Der Artikel in einem halbministeriellen Blatte für die Emancipation der Juden ist ein schöner Vorbote des neuen Judengesetzes und verdient von allen Redaktionen jüdischer Blätter Berücksichtigung. Besonders erfreulich ist es, daß die wissenschaftlichen Leistungen der Juden Anerkennung finden. — 16) Die Herren DD. Landsberg und Mica in Berlin haben die aramäischen Fabeln, welche Hr. B. Goldberg veröffentlicht, mit Benutzung der Handschrift, bearbeitet und werden sie auch mit einer lateinischen Uebersetzung und erläuternden Noten herausgeben. Der Text, ,der nichts weniger als syrisch ist, wird bedeutend verbessert. Für die Literaturgeschichte bleiben diese Fabeln noch immer ein Näthsel. — 17) Hr. Edelmann in Königsberg veranstaltet so eben zwei Ausgaben der Gebete unter den Titeln *£> |r.in und jvonn nML; die erstere enthält eine noch ungedruckte. Abhandlung von dem Verfasser des □vüip ud und eine sehr werthvolle Arbeit über den Ursprung der einzelnen Gebete, Nachweise rc. mit Benutzung aller neuern Forschungen über dieses Gebiet und nach einer sehr gelehrten und gründlichen Forschung. Die Herren Buchdrucker Sommer und Rathke.sorgen für einen schönen Druck und gute Ausstattung. Der Preis des zu druckenden rn£>1 ^HDD wird b l o s zwei Thaler sein; Subskribentensammler erhalten auf zehn Exemplare ein Freiexemplar. — 18) Seances et traveaux de i’Academie des sciensces morales et politiques, Februar-Marz 1846, zweite und dritte Lieferung, S. 121: unite de l’espece humaine par les caraeteres physiques, von Eusebe de Salles. — 19) Reuter's Reperr o r i u m, Aprilheft 1846: Beurtheilung der Werke „Palästina" von Röhr, „Bibel-Atlas" von Weiland, „Gesänge Leipzig und Riga. 292 aus dem alten Testament von Amalie Willmütz (Berlin 1845, Wohlgemuth). — 20) Zeller's theologische Jahrbücher, zweites Heft 1846: Erklärung der drei Königspsalmen 2 z 45; 110. Von Prof. Ernst Mayer. Ad. Jellinek. Riga, 8. April. Wie ich früherhin in meinem Literaturberichte versprochen, fahre ich in Mittheilungen über Erscheinungen in Rußland fort, und wenn sie auch nicht der neuesten Zeit angehören, so glaube ich doch dadurch eine Lücke auszufüllen. -n“6 ,TW 1DD, von David Chajim, Rabbiner zu Birs. Grodno, 1797. 4. 24 Bl. Enthält einen Kommentar über das Hohelied. — rnuyn W1W) HD'' -)DD, von Alexander Süßkind in Grodno. Wilna und Grodno, 1817. 4. 122 Bl. Enthält eine Sammlung liturgischer-Regeln für alle Lebensverhältnisse. Als Anhang giebt der Verfasser einen kurzen Kommentar zu bNprp VWin* 'bü'X und zu ^NpTn> PUT pn, nebst einer Berichtigung der Druckfehler in Raschi zu nU)nO? der Ausgaben zu Amsterdam, 1754 in 8, und zu Sulzbach, 1663 in 4. — nun n*rm HU -0D, von Samuel Sanw i l, Kreis- Rabbiner zu Kupischak. Ostro, 1818. 4. 20 Bl. Ist ein doppelter Kommentar zu der Massechet Kinin, und zwar ist der *6 HU ein Kommentar OL/ON yn hy, der nun min aber als ein scharfsinniger rabbinischer Disput "pn by über obige Massechet zu betrachten. — nwrun OM, von demselben Verfasser, mit gleichem Druckorte und Jahre. 4. 1 Bogen. Enthält als Nachtrag zu obigem Buche, die verschiedenen rabbinischen Differenzen in obiger Massechet zwischen dem Kommentar von Bartenora und Jomtob. — Ferner sind von demselben Verfasser nachstehende Manuskripte vorhanden: 1) Anmerkungen zu Maimuni über die.Mischna Kinin, 2) Gesammelte Erklärungen zu verschiedenen Talmudstellen. — DrrnViQ ^rrn -)DD, von Jechiel Hirsch M a rgaliot. Ostro, 1818. 4. 2 Bogen. Enthält diverse -iblischtalmudische Erklärungen. — PUOL OOO, von Mendel Schliffers aus Horoditsch. Wilna, 1827. 4. 80 S. Ein in hebräischer Sprache geschriebenes Lehrbuch der'Arithmetik, mit mannigfachen zweckmäßigen Beispielen zur Hebung. Am Schluffe werden hier als Anhang mehre im Talmud vorkommende Berechnungen erörtert. — rmi mp -DO, von Nissan Abraham, Rabbiner zu Deliatitz. Wilna und Grodno, 1829. 4. 52 S. Enthält in hebräischer Sprache fünf Abschnitte über Algebra. Der Verfasser giebt hier in ziemlich fließender Sprache ein klares Bild von der gewöhnlichen Algebra, und kann dieses Buch demjenigen, der keiner andern Spräche als der hebräischen kundig ist, zur Erlernung der Anfangsgründe dieser Wissenschaft mit Recht empfohlen werden"). Dieses Werkchen hat vor dem bekannten Buche sU^nn Wu von Rabbi David Friesenhausen in .so fern den Vorzug, weil letzteres meist eine schwierige Sprache ’) Geübtere werden ohne Zweifel das treffliche Werk MONO UO1Q von Ch. S. Slonimsky zu benutzen wissen.