Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 16 (16.4.1846)
- Date
- 1846-04-16
- Page
- Spalte 251-252 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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251 Studien. Aharon Len David ha-Kohen aus Ragusa. 252 ländern ^^) ziemlich umständlich gewesen zu sein, und bestand außer in den vorerwähnten Grüßen, noch aus vielen andern Observanzen. ■ Unter den vorzüglichsten bemerken wir die Titulatur en, von welchen häufig (besonders der Medern gegen den Höhern) die Redensart „Mein Herr, — Ihr Diener" vorkommt17). Nach dem Talmud darf Niemand seinen Lehrer oder einen Nabbinen ohne ausdrückliche Anführung seines Titels grüßen 14).— Dis Höflichkeit erforderte ferner, daß auf dem Wege der Niedere vor dem Höhern vom Neitthiere abstieg, (1 B. Mos. 24,64. ibid. 31, 35. Josua 15, 18. Richter 1,4. 1B. Samuel 25, 13.) so wie daß der Niedere vor dem Höhern, und der Jüngere vor dem Alten aufstand (3 B. Mos. 19,32. Hiob 29, 8.). Der Ehrenplatz war zur rechten Seite. (1* B. Kön. 2, 19. Pf. 45, 10). Der Talmud verbietet überhaupt dem Sohne oder Schüler, sich auf die-Stelle seines Vaters oder Lehrers zu setzen 19). ~ Zur Höflichkeit des Besuchenden^ besonders bei Gelegenheit von Gesandschaften und Audienzen bei hohen Personen, gehörten Geschenke;- die gewöhnlich in Kostbarkeiten', Gewürzen oder Landesfrüchten und Viktualken bestanden. (1 B. Most 14,-18. ibid. 24, 53. ibid. 43, 11. 1, SB* ©dm. 9, 7. 1 B. Kön. 10, 10. ibid. 14, 3* 2 B. Kön. 5, 5 und 15.) Außerdem war es Sitte, denjenigen Personen, denen man Ehrfurcht und Hochachtung schuldig war, wie Ettern, Lehrer öder Gönner, am Festtag, Sabbat oder Neumond einen Besuch abzustätterr. (Vergl. 1 B. Sam. 20, 5. 2 B. Kön. 4, 23.) Im Talmud heißt es auch: mh pri^ rä nDNi B'n!'pN naPtn hn pno Pna di va PbpnP n"a) ''PnoP y&ti rawi crtfian PPaD natv xbr znn nP 3J1 p>-j); — ferner: „n"a ppcta Dl1? 'a rvP “iDX “piöNi r.DN Papa- Tr© Pjaa iöPapn nP na ddd (njj a'jp naa) "iPgi, OTb „wn NnaPn p ppos? 'a .(apb"PpnaaNapn)"naana'Paa'an n’Bpcsa Paw p'Pb Auch das Geleitgebcn gehörte zu den vorzüglichsten Höflichkeitsbezeigungen der ohnehin gastfreundlichen Hebräer fvergl. 1 B. Mos. 12, 2V. ibich 24, 59. ibid. 26, 29. ibid. 31, 27. ibid. 45, 24. 2 B. Mos. 18, 27. Josua 8, 9. 1 B. Sam. 20, 13.) Ja der Talmud rechnet das Geleitgeben so hoch an, daß er es als eine der höchsten Pflichten, vor- 16) Siehe Niebuhr's Reisebeschccibung S. 49. 17) Vergl. 1 B. M. 18, 3; ibid. 24, 18; Richter 19, 19; I B. Sam. 24, 18. iß), „{nur» an mnx PPsnDn abiN atpipN piNun Npi Din Pa -.Niaa DaP hkw jnu '"sn. L'DD) laap b!pv hjde'P bau , tPtai ina'un Pp ppinm. (pa pPp mbp aDN diP aiPsp p' Np "(a"p ia nPaa)„ Pioew pPnonp asiNi wdP nhto nPn Dpn dnip *prö biPenP. nwi»' nP) ö]bw Pa iP pj bN) , Da ppp Db^ iäaa hnt3 ip a"ba pD üpa na!’) "Dai did -]pp biPb iP ddin - ' . .(Tb f)’PD ®s *9) „pp npa nam a"p , '? «p ptyirrpn Nh«aa ."bty pp aDa jcdi Na schreibt °°). — Wir bemerken nun noch schließlich, unter den öffentlichen Ehrenbezeigungen, jauchzende Zurufung mit Musik, Tanz :c. (1 B. Kön. 1, 39 ff. Zach. 9, 9. ff. 118, 26.), Belegen des Weges mit Kleidern (2B. Kön. 9, 13) und Erleuchtung (2 Makkab. 4, 22); jedoch wurden dieselben nur gegen Könige und andere gefeierte Personen ausgeführt. — Riga, im März 1845, Biographische Skizzen. Von Ad. Jellinek. VIII. *) Slfyavpn hat David ha-Kohen ^), ans R a- Z u sa^) blühte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts^). Er stndirte unter seinem Großvater Salomo Oheb^) und nach dessen Tode unter PerachjaFermord). Im Jahre 1623 war er nahe daran, in's Gefängniß geworfen .zu werden. Am ersten Tage des Sukkotfestes nämlich verbreitete sich die Nachricht in Ragusa, wo damals gegen zwanzig jüdische Familien 6) in einem befondern Ghetto wohnten^), daß die Tochter eines Christen plötzlich verschwunden sei. Es wurden Nachsuchungen angestetlt, und das Mädchen ward unter dem Bette einer Christin gefunden. Die Mörderin sagte aus, daß ein Jude Jizchak Jeschurnn 20) Im Tratte Sote 46 b heißt es: ,/nvnvi N\in fei -njw rb mb ~ow , nfe pdd raw ^nd niDN fi feN ran m nta b nn rn^'-noN n:w b n\ND 'n dto pnr h id^ — ."fei D'Dn feD nfe *) Zu Nr. VII ist noch hinzuzufügen 6) mira D'JD fy, Beantwortung der Frage, warum der Pentateuch mit Bet und nicht mit Ales anfange, auf siebenzig Arten. Warschau, 1797* 4; Nin 1) ist in Fürth in 4 gedruckt. Vergl. Reben ftein's Bücherveczeichniß. Im lateinischen Theile S. 50 ist Zahl 838 und 840 eine und dieselbe Person. Vergtt den Literatucbericht in dieser Nummer, Zahl 4, 1) Nach dem Akrostichon eines Gedichtes. Vergl. auch Note 10. 2) Vergl. weiter unten über das ntyyD. 3) Die Verfolgung in Ragusa war 1623, wo er noch unverheirathet war; 1657, als sein Werk gedruckt wurde, war er bereits todt. 4) Da! Dm Dpt Paipart “ronn aan '2D 'npD«7! ’DN ’aN 3 Pi 1N Ti bP aaiNDa, Vorwort zu Sckon Aharon. b) ri’rbi poaa N’naa aairiDa “’Dnn aan rariNi b’ap b’DnaPnaaaai pnaiD Da Nin dj bnn apipi w, Das. Bei Asulai, Waad la-Ehachamim Buchstabe ’i finb zwei poaD. 6) ddid»! nD’pE'i ntND rr-pVi d’dPn nt2bn ni^a Pal bpip HNnaP, Maase Je schür UN, Anfang. 7) Ha u Napan bnin'n Pa aan. Daselbst.