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Der Orient · 1846-04-16 · 16 (16.4.1846) · p. Spalte 245-246

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
16 (16.4.1846)
Date
1846-04-16
Page
Spalte 245-246 (sequence 3)
Language
German
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S45 Studien. Nachträge zu den Psalmüberschriften. 216 gleich sichet, daß eine solche damals auch bei andern Nationen stattfand — so ist auch der Sinn des erwähnten Prädikats:. Der, welcher d a§ lieblich e Zwischenspiel einführte. — Auch führten Sätze, wie z. B. folgender, zu jenem Mrsgriff, Ps. 98, 4—6, wo cs ein Leichtes war, einen Sinn hinein zu legen, wenn man TO bald als Gesang, bald als Spiel geben kann: Jauchzt dem Allmächtigen entgegen, alle Lande! Brechet aus in Iubelgesang und spielet zwischen! Spielt ihm auf der Zither; auf der — lieblichen—Zither, . vereint ntit dem Schall des — gesammtm—Zwischenspiels! Mit Trompeten-und Pofaunenschall jubelt vor dem Könige, dem Allmächtigen! Nimmt man nun NNd mm, und auch umgekehrt für zwei Notizen, so wie, nach dem Talmud , fetöD nicht zu ind gehirk, da ersteres bedeuten solle, daß ein Dolmetsch verlangt wurde, so ist in der ganzen Schrift kein Grund dafür vorhanden, daß mBT Gesang sein solle, viel weniger für mm, welches Wort nur in den Aufschriften vorkommt, und es nirgends heißt, daß ein Mismor gesungen winde. XI. (Das Wort Wenn man das Wort ißb, welches in dem letzten^ Segen des Mosche 5 M. 33/2' zwei Mal, am Ende der Strophen, verkommt, und welches Wort dem Onkelos so unpassend scheint, daß er dafür annimmt, als Interjektion, als einen Wunsch nimmt, so bekommt man, mittelst folgender Hypothese, einen Sinn in den unzusammenhängenden Versen, daselbst V. 1—6. Der Held des Sinai liegt in der Sterbestunde begeistert danieder und bringt sich den'Prachtzug Gottes, miL denMyriaderl Engeln, in Erinnerung durch den Anfang des Segens: „Jehova, der auf Sinai sich offenbarte und Ln der Gegend von Seir, einer Sonne gleich, aufging". Diese heiligen Engel schwebten ihm nun vor Augen. Seine irdische Laufbahn glücklich zurückgelegt, als Gottes Diener ans Erden, wünscht er sich mm, verklärt, sein himmlischer Diener, ein Engel zu werden — später hat die (h.) Geschichte ein Gleiches —- anschaulicher — von dem Propheten Elias. — In dieser Begeisterung ruft er, bevor er weiter spricht aus: „O zu diesen Engeln hin!" (]üb). 0 fährt fort: „der auf dem Berge Pharau strahlte und einher kam mit heiligen Myriaden; in seiner Rechten Feuer des Gesetzes"^), und wiederholt den Ausruf als Bitte : ,,O laß 11 In diesem Worte steht Lamed für hn (M. s. Gesenius unter Ijob 39, 4. '\üb -W für fft - ist auch gleichsam eine Ellipse für ich TPHISV 7 2) Wir nehmen mit dem Gaon — siehe^ Ibn-^sra'zu mich doch endlich zw ihnen hin!" (Süb) hinznfügend: „O Du, der Du auch andere Völker liebst! sind ja alle ihre Heiligen bei Dir^) und hingestreckt Dir zu Füßen, wird auch ihnen die Ausführung ryehrer Deiner Befehle anfgetragen!" — Nun. bleibt er in dieser Begeisterung eine Weite liegen, gleichsam als erwartete er, wie öfters früher, eine wittsahrende Antwort. — Die Umstehenden *), ihn und seine großen Thaten, als Heerführer unb Gesetzgeber, Richter und Dichter, bewundernd, sagen sich einander, zu dem Ruhme des Sterbenden^): „Das lehrreiche Gesetzbuch, das uns dieser Manu gab, ist ein t heu eres Vermächtnis) für die Gemeinde Jakobs". Etwa Andere erwiderten: „Ward er ja auch iu Jeschurun 0) wie ein König angesehen , damals als die Häupter des Volks und Jisrae.ls Stämme beisammen waren — nämlich am Fuße des Sinai, wie es heißt 5 M... 9, 10 topn m. Nach dieser Pause griff er wieder ben Faden des Segenspruchs: „gebe, daß Reubell lebe, nicht sterbe, daß seine Mannen wenig würden"^). Demnach könnten jene Verse etwa so übersetzt werden: dieser Stelle — cm, daß in diesem zweiten WerS alle fünf Mal das Mein als eine Erweichung für Bet steht. 3) Die Seelen ihrer Frommen. So schon Raschi: rn&yöJ irw nrm Dyisn.\ Dieser hat auch qfyyn d)din#.to 4) Wie es heißr: rni! nN. 5) Daß die redenden Personen so wie. die antwortenden in Poesien weggelaffen sind, wie/solches auch bei uns ose Gebrauch ist, findet man öfters, namentlich in Qim^rj *w. 6) Gleichsam das Volk, welches das Rechte, das Wahre der Verdienste anerkennt. Bekanntlich ein Schmeichelwort, hier aber an seinem rechten Ort. 7) Von dem was er von seiner Seele sprach konnten die Anwesenden nicht sprechen, da sie ihn nicht verstanden, indem er mit ihnen nie von der Unsterblichkeit der Seele gesprochen, weil er sie nicht reif genug dazu fand. Daher, nach ihren materiellen Begriffen, der Thieropferdienstdaß ein Bock z. B. alle Sünden trage und daß diese verschwinden, wenn er von einem schroffen Berg herunter gestürzt wird, so daß er in Stücken zerschellt (nach dem Talmud, siehe mN3) der Berg geht schroff hinunter. Vgl. t>rNn fl", ein^ Stein, der da droht vom Berge sich loszureißen. Vergl. pN'rnUHN aoiüD> Vielleicht daher auch mU' pN ein Erdstrich, wo sich immerfort Stücke von den hohen sand- und steinreichen Bergen losreißen und in das Thal hinunter fallen, so daß ein Thierchen, welches von einem solchen Berge hinunter gestoßen wird, keinen Anhaltspunkt habe, sondern stürzt auf em Mal nieder und stirbt rettungs- und schonungslos auf der Stelle. — für ^TNTJ? ist ähnlich THNS für rnk?>* — Zur Erklärung der Phrase: rpil 3 M. 16, 22 nur noch folgendes: Im Zusammenhänge mit unsrer Etymologie des Worts nämlich: ähnlich jcoo statt jgsq v)£ so blNIj; T? d. i. ein Berg, der schroff hinab läuft b}#"'^ wie bfNn.pK, ein Stein der vom Berge, hinab siel und als Zeichen diente*) ist, wie wir annehmen mu piN k* i. da, wo sich die Steine losreißen und in den Abgrund immer hinab fallen , im Vergleich mit ' 16 *

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