Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 16 (16.4.1846)
- Date
- 1846-04-16
- Page
- Spalte 243-244 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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243 Studien. Nachträge zu Isaa-k LampreM acquirrrt hat. Wo K der Verlegr^ der es drucken laßt? Für unsere jAttvordern wäre die Veröffentlichung ein Vergnügen, ein Bedürfniß, eine „Mizwa" gewesen. 11) Dasselbe Blatt liefert eine Uebersetzung von Langer's Novelle: Ephraim Neubel. Ueberhaupt läßt es sich Hr. Bloch angelegen sein, -eine Kommunikation zwischen den deutschen und französischen Zuden hrrWollen. Ad. Iellinek.Z Anhang zu den . Forfchltttgen über die Ueberschriften der Psalmen re. Von Hartwig Philipp Ree, in Aarhus. Ätach jener Bedeutung , die mir in die Gndsylbe lvgeil, stellt sich fotzender Sinn' in den Sätzen: 1 M. 49, '26: bbfy rnjda nwn ly und ib. 10 iy rh^tts 1 'besser heraus. Nach Gesenius itrttcr j-pK *) ist die Grundbedeutung dieses Stammworts: neigen, daher Zuneigung. Demnach Ist der Sinn des ersterwähnten Satzes: bis sich die -ewigen Hügel neigen, d. h. ep-ig. Vergl. -fiTyrö" im Häbakuk 3, 6, so lange die Welt -steht oder bis die Urgebirge fallen, daß -die Welt untergehen nvird. Vergl.: D' fe i)]) pMH 'ff. -Um so mehr ist dieses richtig, da die Alten glaubten, daß die WM einst - untergehen -werde; von ihren Säulen heräbstin-zen'werde. Wir sehen nun-nicht ein, warum der zweite Ausdruck —- -mit ny — nicht denselben Sinn ertragen sollte. ist wie von oder fallen, davon -herab'hängende, herabfallend e"'Sch'b$j), das Eisen -fällt herab -vom <^tre'lg ^’aP fällen deine Sandalen 'von den Füßen: der Abfall., Fehler; der Oelbäum läßt die Beeren abfallen. So hat es auch Ven-Seeb —-.Die vollständige Form von ist (M. s. Gesenius d.' W.). ist: es wird cintreffen; „K2 ^s traf alles ein. Demnach ist rh'& h ganz einfach p nehmen, bis ein großes Fallen oder Einstürzen kommt oder ^eintrifft, ein -allgemeiner Sturz, d. h. -bis die Welt von ihren Säulen herabstÜLzt, wit einem Worte , bis die Welt untergeht, parallel mit tfoy .rnpÄ m*n W. **) 'Siche auch unter , TDK. Vielleicht kommt?Nnn 'Utt-d DMöinw w'om SÜbst. neigt euch dahin. Vergl. 4 M. 21, 15. den Psalmüberschriften. 2LL Der Erzvater Jakob hat mc Anspruch gemacht, Prophet zu sein. Er sagt in der Einleitung des Segens: Kömmt, ich will euch sagen, was euch begegnen wird oder soll in spätern Zeiten , d. h. wie ich hoffe zu Gott, daß euch folgende meine Wünsche erfüllt werden. —- So sagte er auch.: „Zu deiner Hilfe, hoffe ich , wird .Jehova sein mp ‘lüyW'b, ib. V. 18. so schon Jbu-Esra. —- Die Verse 3. 7. zeigen deutlich, daß es keine Prophezeihung ist. — Die Form ist wie pn>K —jto>N und wie p^H=|v^N. So Verg't. T^’ das Nachfallende,' die Nachgeburt oder das Gefallene, das Geborene selbst. Diese Formen stnd ähnlich den Formen der Wörter und X. ' (Zur Erklärung des Worts nTtti als Z wisch en spiel.) Daß die Erklärung der Alten , ln Hinsicht der Psalmenüberschriften für uns keine.Richtschnur sein kann; daß wir uns aus ihre Autorität nicht berufen dürfen, sondern selbst prüfen müssen, erhellt zur Genüge au§ dem -endlosen Schwanken der Alten in der Bedeutung dieser Wörter. So giebt Jonatan — der gewöhnlich dem Talmud .folgt — z. B. das Wort ONDO bald so., bald so. Verschieden giebt er es zu Ps. 16, 1 von dem, wie er es Ps. 59, 1 giebt. Wiederum anders zu Ps. 60, 1. — Raschi zur ersten Stelle, wo dieser die Erklärung des Talmuds bestreitet , welche, wieer meint, wohl passe, da wo es dcdd l)ib$ nicht aber wo es DHOQ heiße, erklärt das Wort als einen musikalischen Ausdruck, oder, sagt er, es bedeutet eine Krone, ein zierliches Lied. — Jbn - Esra, eine Krone oder es bedeutet nach der Melodie eines Liedes, welches mit „Michtam" ansing, ..zu singen.—• Kimchi in seinem Kommentar zu den Psalmen, welcher jetzt vor uns liegt, kommt endlich von seiner Erklärung anfangs Ps. 4 zurück und kommt zu einem andern Resultat. Er stgt nämlich Ps. 69, 1: „Das Wahre ist, daß die Worte in den Aufschriften sich auf mnsikalifche Gegenstände beziehen, welche man heut zu Tage gar nicht kennt". So heißt es auch in seiner Vorrede, nachdem er die'Meinung der Talmudisteir anführt: mii im nWr nimn p im p^m nvn wbxs' yiü DTIDTDH.— 'lieber das Wort heißt es daselbst, - sage der Talmud: |an?n vt ^y; also ähnlich unserer Erklärung: einer der den Sinn verstehet. — Dasselbe Schwanken findet bei den Eliten in der Bedeutung des Worts dliNl -statt. Allerdings versteht der Talmud auch Gesang darunter, welchem alle die Neuern ja auch folgten. Wazrc haben, -wie erwähnt, die Notizen iiqiö itüb 'IW geführt, ffo wie'das'PrädikatNN'OI p'yj.: Bei genauer 'Prüfung fühlt man aber, -daß -es nicht Gesang sondern Zwischenspiel bedeute. So wie bei Dalniel ID! ^, Kirchenmusik bedeutet — wo man zu-