Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 16 (16.4.1846)
- Date
- 1846-04-16
- Page
- Seite 118 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- m - me sein Stellv eMeter öyaor, feaff cinMKHrtr Jteeffodicon zwE wvedw abMHaH wMÄe, .aife Hr. Stein, die Emführung einer Orgel , als das geeigneteste Jlfftrumerlt beim Gottesdienste, beabsichtigt. So hat.et, WE.M,'WLrM W EmffchMng der. Orgel Ui , den Synagogen ber der jmrgst hier StM Fefundetten Rabbinerversammlnng beantragt nnd znm Beschluß durchgeKW, lviL Man sich bei den öffentlichen Verhandlungen überzeugen konnte. Diese etwas späte Berichtigung jener falschen Allgaben wurde herVorgeruferr durch die AeWßernngell eines christlichen Mitgliedes des Moutagskräuzchens, welches jenen Bericht in der jüngsten Versammlung cickrte, weil es ihn auf Treu und Glauben für wahr cm nahm.. Ein Freu nd der ^«u11* Frcurkfurt a. Nt., 1. April. Auf die EingMe Mssferes) Rabbiners an'den Gemeindevorstand, daß; ihuL. aMmr. dL KonstVmatmn> der SchuPigend) übertragM werde,- wurde demselben abschlägig, ge antworte; hingegen wurde ihm als Beweis der Aberkennung stiller Wirksamkeit die Genugthuung, daß llachstehende. Ailffordcruug.au der Synagoge affufirt wurde.. „Unter den mannigfachen Anordnungen, welche Hr. R. Stein zur Hebung der" Religäositätvemnlaß't hat, nimmt die Konfirmation der Knaben und Mädchen in der. .Synagoge eine der ersten Stellen ein. Die feierliche Vornahme derselben im verflossenem Jahre,, hat allen davon gehegten Erwartungen entsprochen., und macht es wünschenswerth,, daß sich dieselbe einer weitern lebhaften. Theilnahmc. erfreue.. Aus Auftrag wohtt.. Gemeinde- Vorstand und Ausschuß werden daher, dje verehrlichen Gemeinde-Mitglieder zilm Behuf der Anmeldung, ihrer Kinder rmd P'flegbefohleueu darauf aufmerksam gemacht.,. - daß sowohl die Knaben und Mädchen,, welche die. Rcal- und. Volksschule, als auch dicjellig.cn., .welche andere Lehraustaltell besuch eil all diesem Koufirmandeu „Unterricht^ sowie an der Konfirmation selbst Theil nehmen können^. ^S y. n a.g o g e nu n d H o sp i t a l- V erwaltu ng, ck* Trier-, 6. April. Unser Rabbiner, Hr. Joseph. Kahn,, hat endlich, den. vielgesuchten Stein der. Weisen gefunden; es ist ihm gelungen,, wenn auch nicht, gerade das, was man. so eigentlich den Frieden nennt, so. doch die Einigkeit in unsrer Gemeinde wiederherzu stellen, insofern er zu einer Maßregel seine Zuflucht, genommen, über deren. Zweckmäßigkeit, uilter den. obwaltenden Verhältnissen die ganze Gemeinde mit dein Rabbiner einverstanden ist. Ohne Zweifel sind, sammtliche ^Rabbiner, welche diesen Bericht lesen, nicht wenig gespannt, ein so treffliches Arcanum fen neu zu lern eil, welches, den durch den NeurabbimöMusentstandenen „schwanken und kranken Zustand" der Genieindeu wie durch ein Wnnder zu heilen vermag. Diese Kunst ist mdeßM gar nicht so wert her,. ste ßcvWmt MM aus Trier : .-.Tfkfc '3lrtp .O NVV M 12&B uhr-,r'NKl .B'ÜW2 *6 HND" imn. Man höre: Seit längerer Zeit, besonders aber noch seit der Rückkunft unsres Rabbiners von der ^hochloürdigstLM^s Versarnuürmg, 'war ein. - leibhafter Dämo!7 der ZivkMicht im unsre GeTnemdo gefahrm,und des Streits und Haders war kein Ende. So oft Herr Kahn die Kanzel bestieg, frcitctcn sich dee ZaM und Ra-nKustigen beider Parteien lvie anseinen Schmaus;! es gab da jedeönral' ermge frische Skandalosa, die dann nach dem Gottesdienste erst recht ’m fonmt ausgebmtet, ausgearbeitet und verbreitet wurden^ Da beschloß unser Vorstand, den ärgerlicher!- Unwestll zm steuerrl, urrd ließ denr Rabbi eine Ermahnung girr Ern- - tzaltlsiG eines) bessern Taktes und namentlich zur Berücksichtigung dreier Artikel ergehen, hinsichtlich deren die seitherigen Predigten des Rabbiners anstößig befun- ' ^eu worden.. Was thnt nun aber deo Rabbiner'? Ei, der erinnert sich jenes ehrlichem Schusters,, der, als mau . ihm bemerklich machte, die vou ihm gelieferte Waare r sei durchaus' unbrauchbar, ganz naiv erwiderte r „Je . nun,, darauf sotts mir nicht antormnen;; ich nehme auch - 18 Batzen, und mache keine Schuhe! Mir ist's eigentlich blos nm weinen Verdienst zu thmr l'"' Emgedenk ' des Spruches r „Es ist eine Zeit zum Reden und eine Zeit zlmi Schweigen", fand er es (mit Recht) zeitgemäß, sich an das noDri? JPD" ju halten und zu. bero eisen, daß. er. schon allenfalls auf das Verdienst vernichten kann. Herr Kahn stellte seine i Vorträge ein und der Friede, w ar sofort I h ergest e il t. Wie nun aber der Vorstand es verantworten will, den Rabbiner für das totale Nicht-Predigen fortwährend, zu besolden? Warumnicht? Dieses dolce. far iu eilteist nicht bl'os dem Rabbiner! angenehm, sondern auch der Gemeinde, es verbindet! das Angenehme mü dem Nützlichen und ist jrden- \ falls eben, so viel werth als Hrn. K.'s eifernde Kan-! zelberedsamkeit — muß sonach auch mindestens ebenso! gut. bezahlt werden» Kurz., Gemeinde, Vorstand Und! Rabbiner sind jetzt einig und über den alten talmuj dischen Satz einverstanden: DiöO {niKnsrr'^j; w ifepo v , — — | Möchte das gute Beispiel gehörigen Orts Nachahmung j finden! | Bresleru, 29. März. Der durch seiüe reför- - mistischeu. Streitschriften bekannte hiesige Rabbiner Do. l'Äb'r^ Geiger, feiner Zeit Vieepräsident der Frauksilrter - Rabbinerversammlllng, hat unterm 8^ d. M. uv einer 5 Eingabe an den hiesigen israetitischeli Ge^neindevvrstand diesem sc i ne owon tu e lle. E'nkla ssung. a n'gebo- - te n, was unter den verschiedenen Parteien der hiesigen'; sthrzahlreichen. Judenschaft eine unbeschrciblichc Aüfi regnng, natürlich nach verschieden Richtungeir hür, ver-! anlaßt. Man verrlimmt, dass Dr. Geiger beabsichtige