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Der Orient · 1846-04-16 · Heft 16 (16.4.1846) · p. Seite 117

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 16 (16.4.1846)
Date
1846-04-16
Page
Seite 117 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studie« und Kritiken Siebenter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirc bei allen lobt. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. -Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt rnitgerechnet, zwei Bogen und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. 16« Leipzig, den 16. April ' 1846. Inhalt. Deutschland. Ans Wärt emb erg. Berichtigung über Zittel'ß Motion. Die Judensache ist von -er -er Dissidenten nicht zu trennen Franks, a. M. Berichtigung. Franks, a. M. Entscheidung, daß die Konfirmation nicht zu -en Funktionen der Rabbiner gehört. Trier. Neue Reform in der Synagoge. Abschaffung -er Predigt. Bresla.u. Geiger's Fortschritte und Ausschreiten. Mainz. Selbstreform der Gemeinde^-ohne Rabbiner, ohne Zank. Hannover. Die Taufe zweier Kinder. Prozeß. Hannover. Bescheid des Oberapp.-Gericht. Be r l i n. Einweihung der Reformgenossen-Synagoge. — Aktenstücke in Angelegenheit der Toleranz-Taxe der Israeliten in Ungarn und Nebenländer. — LB. d. Or. > Deutschland. Aus Würtemberg/ 2. April. Dem Verfasser des in einer früher» Nr. enthaltenen und aus den: Beobachter entlehnten Artikels über Zitt'els Motion iil-Betreff einer allgemeinen Religionsfreiheit, worauf in Nr. 8 dieser Zeitung eine Berichtigung von Karlsruhe auS folgte, war allerdings nicht bekannt, daß Zittcl bei früheren Gelegenheiten sich der Emanelpation der Israeliten so sehr angenommen hat, als man dies auch voll seinen in der erwähnten Motion ausgesprochenen Grundsätzen ju erwarten berechtigt ist. Man muß derselben insofern ganz andere Deutung geben, als daß ihm wenigstens keine unedlen Absichten bei seinem doppelten Anträge unterlegt werden können, was auch gerne anerkannt wird. Keineswegs ist aber dem Einsender deö fraglichen Artikels entgangen, daß Zittel einen doppelten-Antrag stellte, und nur im Falle der auf allgemeine Religionsfreiheit nicht durchginge, letztere auf die christliche Konfessionen allein ausgedehnt wissen wollte. Denn gerade diese Schwäche, wodurch der Antrag auf allgemeine Religionsfreiheit gleichsam schon im Voraus zerstückelt und zur Parteisache herabgezogen wurde, ist es, was die - Israeliten bei seiner Motion zu beklagen haben und derselben auch ihre ganze Weihe nimmt. Nachdem Zittel uns aus der einen Seite ansemandersetzte, daß in Folge der großen religiösen Bewegung sich mehr als je dem deutschen Volke die Ueberzengung' von der Nothwendigkeit einer allgemeinen Religionsfreiheit aufgedrängt hat und mit derselben gleichsam edlere Gesinnungen im Volke anfkeimen, haben wir da nicht Ursache genug, zu staunen, daß er auf der andern Seite' so werrig Vertrauen zu dem Rechtsgefühle dieser neuen Generation zeigt! Gerade diese neue Bewegung, wenn sie wirklich die ihr beigemcssene Bedeutung hat, sollte ihn anfsordern, nur Einen allgemeinen Antrag zu stellen und die Emaneipation der Israeliten zu einer von dem Verlangen der neuen Dissidenten unzertrennlichen Sache zu machen. Würde derselbe in dieser Fassung nicht durchgehen, nun so werde mit Recht die große Bedeutung der Gegenwart, wenn sie sich selbst über, die Reinlichsten ■ Interessen und Vorurtheile nicht wegzusetzen vermag, Lügen gestraft, und sie fühle dann selbst die ganze Härte ihres ungerechten Verfahrens.' Frankfurt a. M., 3. April. (H. Z.) In einer früheren Nummer .Ihres' vielgelcsenen Blattes wurde berichtet, daß der Rabbiner "der hiesigen israelitischen. Gemeinde, Herr Stein, eine Badereise (in Mitte des Winters) unternommen habe, daß zu seinem Stellvertreter der orthodoxe Hr. Posen ernannt sei, demzufolge im Kultus auch alle mögliche Rückschritte erfolgt seien, wie Entfernung der Orgel beim Gottesdienste rc. Zur Steuer der Wahrheit kann man hierauf erwiedern, daß Hr. Stein keine Badereise gemacht hat, daß Hr. Posen 16

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