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Der Orient · 1846-04-09 · Heft 15 (9.4.1846) · p. Seite 112

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 15 (9.4.1846)
Date
1846-04-09
Page
Seite 112 (sequence 7)
Language
German
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.Schrift?sichrvegzusetzen;ev .wies' auf den Merrath hm', -er-'-ryitsidenf-'Judenihume 'getriebenelwird-/?-es'?sür.:'alle -Zeiten. zu/ zerspalten und die Intelligenten vom Volke durcheine-Kluft zu . trennen. - - Er' verglich sehr witzig diese Nesormversuche/mit dem SchMschon Freikorps,, das nud daztt diente-ndas-Volk zu kompromittirmohne eine wesentliche Leistung zu hinterlassm;> - er prophezeihtedem Reformverein mit: seinem. winzigen ©cuercil an der Spitze das - Schicksal - des- Schitsschm Korps. .Er sprach noch mehr / 'und zum Schluffe tönte ihm ein mehrstimmiges -Bravo'''• 'und >:einherzlicher;Applaus entgegen. G. suhlte^, daß seine ganze Existenz durch die offene Demonstration eines - -Freund bedroht ist, er raffte sich aus seiner Niedergeschlagenheit auf'-; und versuchte noch halb bebend eine Widerlegung. Natürlich »rußte er wieder zur Heuchelei-seine Zuflucht nehmen, er mußte betheuem, daß ihm das Schristwort'heilig sei (l)- daß er nur gegen den Tälmudisnlus ankämpfe , er verbarg die Gedankenlosigkeit hinter Phrasen und man merkte es an der Kalte des Auditoriums, wie wenig.Wahrheit in feiner SGtbcv^ legung enthalten war. — Damit Sie aber in F.'o Verfahren nicht »eine Inkonsequenz erblickendarf ich.nicht verschweigen/ daß.- er sein Credo -offen auseinander gesetzt hat^ daß er gewöhnlich auch, über den Mosaismus hinaus'ist,. dafür aber -auch nicht auf ein Rabbinat. aspirire. —' Ob aber die^ hiesige Gemeinde eitlen- Rabbiner länger dulden wird , der dem Judenthume' den Gehorsam aufgesagtd werden Sie nächstens"erfahren. Ich bemerke Ihnen nur beiläufig, daß die Zahl' derer nur gering ist, die eine unverwüstliche. Passion für einen Geistlichen haben > der jeden Tag-dine andere Masken trägt; denn esist -noch'die Frage) ob seine augenblickliche Offenheit nicht, eine Maske ist, wie jede aridere. G—z. '' Dresden , ' im März. '.In der Sitzung der II: sächf." Kammer am' 20. d< M. war die 69. Position für; den israelitischen Kultus 400 Thlr. Ueber ein hierin 'begriffenes Verfügungsquantum von 200 Thlrn. bemerkte aus Anfrage - des Abgeordneten Schuman. der Staatsminister von Wietersheim „dasselbe sei schon seit' längerer Zeit bewilligt wc l-u, und werde.hauptsächlich mit zur Unieistützung -des ausgezeichneten O b er Mb bi ne r s verwendet. Uebrigens werde man selten im Jnlande, wie im Auslände eine Gemeinde finden, welche mit solcher /Aufopferung. für den Unterricht ihrer Angehörigen besorgt sei/ als/ die zn Dresden." Auch von /der Planitz Und Viceprästdent^Eismstuck empfahlen die Verwilligung in Anerkennung der Verdienste des Oberrabbiners Dr. Frankel. / ' . e i ch. / Wien,. 21. -März. Dm ganzen Winter haben Sie : nichts von mir gehört. Ob Ihnen das. unangenehm gewesen sein mag?- Ich zweifle nicht daran. — Um so mehr dilrste es meine Pflicht. sein >, -Ihnen/ einige Worte der. EritschuldLgrnig/Meines-so/ langen Stillschweigens hören zulassen,,- wenn überhaupt u ch die Schuld trage, was eben meme-,Entschuldigung sein wird. -Die Pflicht eines -Eorrespondenten-dft,über vorgefallene Begebenheiten, über-Dies! und /Jenes-über Fortschritt-und Rückschritt zu reftriren, und Sie - werden mir ilicht nachsagen könnendaß ich/je dieser Pflicht-im ^Mindesten entgegengehandelt - hätte:/ ..und/nicht' vielmehr^ - immer bestrebtgewesen. wäre,. jedes etwaige Interesses Ihnen unverfatM zp übevnachen. / Aber/was ist denn zu thun, wenn in/einer Gemeinde einen ganzen Wiutev' hindurch nichts Erhebliches vorfallt? Da -sind mir die' Hände - gebunden; denn um Nichts viel Lärmert' machen'- ist- - meine Sachenicht, undaus einer Maus einen?Berg-zu. zaubern, besitze: ich viel zu wenigTaschenspielkrmst. -Aber warum -sollte-'denn -, irr' - eine- -sonst, so. strebsame Gemeinde ein solanger , dauernder Schlaf .eingetreten sein? Das ist die Frage, die Sie mit Recht stellen, und: worüber ich Ihnen - gleich- Rede stehen witl. - Daß Wim eiuc lebenslustige Stadt ist-, ist weltbekannt, da giebt's,.bekanntlich einen ganzjährigen oder alltägigen Sonntag, undim Winter-' jeder- Tag;cin. doppelter. Feiertag, (freilich mit einer großen Verschiedenheit des'sogeuanuten -Qv), was' mein besonders üi. der Faschingszeit Gelegenheit hatzu beobachtcu, so man rncht/selbst einige Krapfen. zu. verzehren, hat./ Von einer solchen Zeit können Sie, : und .noch eine Masse Ihrer. Korrespondenten keinen Begriff haben- und ich bin auch einer von, denendie diese, Zeit nicht schildern können; demr^sie unnß man, nur - rnitansehen , /- und zwar, als . theilnahmsloser und ' unparteiischer- Zuschauer, -wiez. B. ein jüdischer Literat, dem man immer die Augenweide. zum Bestengiebt. In einer. solchen Zeit .sieht, man nichts als- Men-, schm, so rechtmenschliche Menschen; da empfiehlt sich: jeder.Wiener der- Gesammtheil, undlebt so ein. rechtes/ . Leben ganz für sich;- da giebt er. sich : Unterhaltungen,?da^ führt: er sich auf-Balle und .tanztmit. sich/ ganze.Nächte) die Tage, die-., werden: untermischt,., und -wemr er sich dann cxmaMzur.-.Ruhe,-begibt,: .weckt ihn der Frühling aus dem müden Schlaf.- Und-da wollen Sie Be-. sichte von einem nüchternen'Literaten,-dem es awch vor Langeweile geschläfert>:.wenti- Sie /ihn nicht - durch Nachrichten von andern Ländern wvl es: noch keinen: Fasching giebt, oder . wo. derselbe schon/vorüber-iff--so: aufs/ Gleiche gehalten hätten? Wäre Ihnen.-vielleicht gedient, wenn ich Ihnen von dem Glanze erzählen - möchte, der verschw end erisch.: auf den Bällen/ der hiesigen Inden anzutreffen gewesen .seinsoll; 'oder-weniv ich Ihnen eine Prallele ziehen/möchte, zwischen den Pomp, mit dein der hiesige Jude durch die- Faschings-» zeit, zieht- und der. Dürftigkeit derz. B.- (ja. wo ..-denn g es ch wind ein Beisp iel Herne h ln en) der zu m Beispiel: d re,' russischen Juden preisgegeben sind; oder wenn ich mich

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