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Der Orient · 1846-04-02 · 14 (2.4.1846) · p. Spalte 217-218

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
14 (2.4.1846)
Date
1846-04-02
Page
Spalte 217-218 (sequence 5)
Language
German
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221 222 Studien. Biographische dem Zusammenhänge ziemlich deutlich hervorzugehen, daß diese Verordnung etwa von den ersten Richtern und zwar aus keinem andern Grunde, als lediglich den Namen Jehova in steter Erinnerung unter dem Volke zu erhalten und dasselbe so an den Glauben seiner Väter zu fesseln, herrühren müsse; jU der Talmud scheint sogar die Erhaltung dieses uralten, heilsamen Gebrauchs zu allen Zeiten anzuempfehlen; obgleich er sonst, alle -und jede unnöthige Aussprechung des Namens Gottes auf das Strengste verbietet;9) dder derselbe will, nach Maimuni, wenigstens den Scrupel derjenigen beseitigen, denen etwa selbst der herkömmliche Gruß durch ,,^y lnb^ anstößig erscheinen möchte, weil nach der Tradition das Wort nO)bttilf auch einer der geheiligten Namen Gottes bedeute, —zu welchem Wehufe der Versnnn eitirt wird, um diese Ansicht nach talmudischer Weise an einen Vers aus der heiligen Schrift anzulehnen. — Die Wichtigkeit, welche der Talmud überhaupt auf den Gruß legt, rührt daher: weil er ihn gar nicht als weltlich betrachtet, sondern, sich auf den biblischen Vers „tnDVll U&W- Wp2u stützend, denselben vielmehr als eine gottgefällige Handlung (rn^D) ansieht,' die derselbe nicht genug anempfehlen kann. — In Trakt. Berachotib, b. heißt es: nM m DEN )^N nDNI" übw )b Dnp ]nb> Niri&p rann ynw ^n \bn Tinn )b jro nw ram? nfrtsf wp2 nojoty — j "nnran ■oyn nbn ünnn Dmyn dhni -ibmc? und ibid. 17, b.: njt übtyb , ^nNT N^DIDD ■übw -chdi , non nw? *p nsyo , nanp ony nn^ piftn -»u ny b’DNi din b byi rnnp nyi rro ny ,mran by topnoi hdd^ ram? n^yn? mnN *>rw ra obw d-in lonpn xbw wni p pn? pn by rby ddn — /'plttO ’U-'frDN D^yQ (Beschluß folgt.) Biographische SkLzzen. Von Ad. Iellinek. IV. Jakob Luzzatto^), Rabbiner oder Predigers aus Ssafed, blühte im Jahre 1581^). Theils umdem ser Verordnung als Motiv zu Grunde liegen konnten, weil Mn einem bedeutend frühern Zeitalter als jene Zeiten alle, an gehörte. — 9) N2N ’öd dkm rrotn yown 'i ik>n pjri idn bytr r ’nja n.t isssy Nin: irrn k1? dni othj1? “ps anu) ' hm nnso nwy Dt" 'isd nrn’ rrorty bipo ' — .pVr ptyNi piD 0 Kssd löNsnbn rro^ pNL' “i'nno pDpy», S. 162. 2) Er spricht von seinen Schülern. Vergl. Note 5. K) Das Jahr, in welchem er sein Buch geschrieben. Skizzen. Jakob Luzzatto. seiner Ansicht nach verdorbenen Geschmack in der Behandlung der Hagada entgegen zu arbeitet), thcils um den Wunsch seiner Schüler zu befriedigen^), veranstaltete er eine Sammlung von 165 Hagadastetten (Qra>rQ), die er, unter dem doppelten Titel nrmn nwo und nnD) nran, zu Basel im Jahre 1581 veröffentlichte und die Korrektur selbst besorgtes, lieber die Einrichtung dieser Hagadasammlung erklärt er sich in der Vorrede, daß er a) eine Stelle heranbringt und ihre faktische Schwierigkeit^) darlegt; 1)) die Stelle dann nach Raschi, Tosafot, und was die Worterklärung betrifft nach dem Aruch erklärt; e) die Erläuterung einer berühmten Autorität tvie Salomo berr Aderet, R. Nifsim u. A., oder seine eigene am Rande als )W>n bezeichnte, hinzufügt; ck) Pärallelstetten aus dem jerusalemischeu Talmud, den Midraschim und kabbalistischen Schriften liefert und e) die Stelle durch ein Faktum — nwyo — zurneist aus dein „Buch der Frommen" entlehnt, erhärtet. Durch die Citate aus den werthvollsten Bü- ' cherix erhält die Sammlung einen besondern Werth. Notizen und Miseellen. Mendelssohn eitirt in seinem Exod. 15. 22. den Jbn-Esra und macht mit ihm in Widerspruch mit Raschi geltend, daß die Feuersäule nach dem Untergänge Pharaos, auffgehort habe zu erscheinen, weil die Israeliten dann Nachts nicht mehr gewandert seien; beide aber haben den Vers Nehemia 9, 18. 10. übersehen, wo es heißt: Obwohl sie ein gegossenes Kalb gemacht und gesprochen: Dies ist dein Gott, dev dich Herausgefübrt aus Mizrajim, und große Lästerungen verübt hatten. Doch verließest du in deiner großen Barmherzigkeit sie nicht in der Wüste: die Wolkensäule wich nicht von ihnen am Tage, sie zu führen auf dem Wege, und die Feuersäule in der Nacht, ihnen zu leuchten aus dem Wege, auf dem sie gehen sollten. Also hat die Feuersäule auch nach Pharaos Untergang fortbestanden. Oberdorf. Rabbiner Gabriel Adler. 4) Anfang der Vorrede. - 5) f'0) DH^nn-.y»D WYT DP D>ra mviify Vorrede. 6) Im Jahre Er selbst nennt sich am Ende n^D. 1). nony nnnrn bn bw man nnvrrwn' "iy d •drb r**v nxnj'iTrp mxn rap b pN ahn 'n>n in^i^m.

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