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Der Orient · 1846-03-26 · 13 (26.3.1846) · p. Spalte 195-196

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
13 (26.3.1846)
Date
1846-03-26
Page
Spalte 195-196 (sequence 2)
Language
German
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196 195 Studien. Menazeach. Die zu den Forschungen über die Ueberschrrften der Psalmen rc. Von Hartwig Philipp R6e, in Aarh us. I. (Zur Etymol ogie d es Worts Nirlv als V orsteher.) Wir nehmen an, daß die Sylbe NL — welche Ewald auch hervorhebt — klar, glänzend , hervorragend , bedeute. Mit einem vorangesctzten 1, wie JDJ sprudeln, von mit einem solchen l — m. s. bei Gesenius das Wort bedeutet nni also Glanz*). So 1 Ehr. 29, 11 und der Glanz, Parallelismus zu ninm. — Jes. 63, 6; nmi pnb ich schleudere ihren Glanz in den Staub, parallel mit dem vor-, hergehendcn DO>n.— NM2 Jecheskel 24, 7. Der Hervorragende Th'eil des Felsens wird.Von der Sonne stark beschienen, so daß Alles, was darauf wächst, verdorrt. Daher -nrTra Ps. 68, 7 .das Hervorragende eines Berges oder eine von der Sonne verbrannte hochliegende Gegend **). Nun schlage man nach im Wörterbuch, und man wird die Wörter |:in& | nnsr |:rpä nnajrra alle verwandt, mit glänzen, hervorragen finden. Somit ist ein Vorgesetzter: ein er der ü b er die andern glänzt, hervorragt, die generelle U e b e r s i ch t h a t, so beim Bau wie bei einem Musikchor und heißt rmJß. M. s. Gesenius Witter rab. Der Talmud ijat xib .Tnyb }mi alHvären beide diese. Wörter Synonyme. Wahrscheinlich kommt dieses von dem Misgrifs in dem Satze 1 Ehr. 15: mib/ mJWrr^y d. h. als Virtuos zu sp i el e n, zu meist er n. auf dem Instrument “WD VDiv nsri überwinden. Kimchi .zu Ps. 4, 1 bestreitet jene ialmudische Meinung und erklärt nsttD als V erste h er eines der musikalischen Instrumente.— ii. Um eine mögliche Einrede, .daß unsre Auffassung jener Wörter mÄ-nvwn by nrtfro 1 Ehr. 15, 21 nicht mit den masoretischen Accenten übereinstimme, zu begegnen, erlaube man uns folgende Auseinandersetzung.- Wenn der Sinn, den ein Exeget in einer Schriftstelle legt, mit den Accenten übereinstimmt, so sagt dies nicht mehr und nicht weniger, als daß seine Auffassung So vielleicht ^!!. . ' **). Das Wort ist hingegen transponirt und ver-, wandt mit rüt. — massoretische Ztccentuatkon. vielleicht dieselbe ist, als der der Accentuanten. Glaubt er aber dem Sinn des Autors näher zu kommen, wenn er ein Wort, welches jene zum vorhergehenden Satz gezogen Haben, zum folgenden zieht, so ist es eme Selbstfolge, daß er der Jnterpnnktirung der Aceentuantm nicht Folge leisten kann. Hier einige Beispiele: 1) Die Accentuanteu haben das Wort pte allenthalben zu den Vorhergehenden Wörtern; gezogen weil sie, nach dem Talmud,, das Wort für ewiglich genommen haben: )b i'dr -ij?i ns« a!?p phot? Dip& b . d-idm pvvn *). Jbn-Esra, der den Sinn von Am en darin legt — mit der Bemerkung, daß es, als ewig, nicht an allen Stellen Passe , z. B. ..by '-prnN rpD, mfccm dieser Hader mir ein einziges Mal stattgesunden hat, muß dem Worte, welches dem vorangeht, ein AccenL distinktive geben.. Ebenso Kimchi, der es für ein Musikzeichm hält. So stimmt auch die Erklärung dieses,,geschickten Grammatikers" von dw Wörtern 'niD by Ps. 9, 1 nicht mit dm Accenten überein. 2. Die Vulgata zieht, daö Wort Jes. 38, 13 zum folgenden' Gliede ->^1 p nfrO, danach hat Gesenins — unter ki — den vorhergehenden Satz 1p2 ly vm ,,\&j beruhigte — rneine Seele — bis zum Morgen". Dahingegen zogen die Aceentuant.en das Wort durch ein njrw, zrim vorhergehenden Satze und das Targmn giebt es demnach, sogar mit einer Konjektur, . als stände DKD ipi Ty *n)W, „ich schrie bis zum Morgen, wie. ein Howe". 3. Gesenius — unter mn.— hat ~iy ^ri ewigc Berge 1 M. 49, 26. Die Accentnanten haben diese beiden Wörter von einander getrennt. Mit ihrer Interpunktion haben die AcccntuanLen aber auch nicht gesagt., daß der Sinn, den sie hinein legten, der allein richtige sei. Vielmehr haben die Talmudisten der Meinung der Spätem den Vorzug eingeräumt, weil diese die Schriften der Aeltern vor'sich kn : psy '2.] by rohri ’DU>.'bm' d. i. es. ist mit einem Zwerg zu vergleichen, der nicht so weit in die Ferne sehen kann als ein Niese; jedoch viel weiter sicht als dieser, wenn er auf ihm sitzt. So geben die Talmudisten, in Streitfällen in der Halacha gewöhnlich der Meinung der Spätem den Vorzug. Nun ist hier aber gar zu bemerken , baß die Talmudisten , in Hinsicht der Wörter in. den Psalmenaufschristen, das Geständniß ablegen, daß sie den Sinn derselben nicht ermitteln können. - Kimchi zu den Psalmen — welcher jetzt vor uns liegt — sagt nämlich in der Vorrede : ,,Wir wissen jetzt nicht die Namen, welche in den Psalmenüberschristen Vorkommen, zu unterscheiden, und so sagen ja auch die Talumdisten: sMI NM x^b d. i. der Unterschied zwischen N^ und p) werden *) M. s. im Lexikon von Ben-Seeb, das Wort» l I A I

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