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Der Orient · 1846-03-19 · 12 (19.3.1846) · p. Spalte 185-186

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
12 (19.3.1846)
Date
1846-03-19
Page
Spalte 185-186 (sequence 5)
Language
German
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185 Studien. Erklärung der Offeybarung Johannes. 186 Bildes von einem Spiegel in den andern , wenn: die Decke, die zwischen beiden war, weggezogen ist. Und in der.That, 'so ist es auch. In dem eigentlich echten Traume ist: die Hülle zwischen dem Verstände, dem Geiste einerseits, uab der Phantasie, als welche alle Bilder von Außen in sich aufnimmt und reflektirt, andrerseits, entfernt und daher muß .die' ganze Influenz, als von Oben, oderwas dasselbe stst, aus dem Innern des menschlichen Geistes selbst stammend, als g ötHich bezeichnet werden, wie es, auch Spinoza ~l).mit folgenden Worten bezeichnet! Cunv itaque mens nostra ex hoc solo, quod üe’i Naturam objective in se cGra.tinet et de eadem participat, potentiam habeat ad forniandam quasdam notiones rerum naturam expiicantes et vifcae usum docentes; merito mentis naturam, quatenus talis concipitur, primam divinae revelationis causam statuere pussumus, ea enim omnia, quae clare et distincte intelligimus, Dei idea (ut modo indicaVimus) ■. et natura nobis dictat , non quidem verbis sed modö , ionge excellentiore et qui cum natura mentis üptime conrenit. Die Bibel selbst bezeichnet einmal seine Göttlichkeit bei Gideon (Iud. 7), wo Gott ihn aus das Anhören ^ines Traumes verweist: Sodann heißt es bei Saul (1 B. Sam. K. 28) „Der Herr antwortete ihm nicht durch Traume". Am Klarsten spricht es Elihu (Job. 33, 14—19) aus: „Einmal nub redet Gott ... im Traum nächtlicher Gesichte^', rc. Zwar möchten manche Erklärer nicht alle selbst echten Träume von Gott unmittelbar, sondern mittelbar von andern, untergeordneten Mächten, wie z. B. von Himmlischen^ Engeln, Planeten rc. kommen lassen, welcher Ansicht namentlich und mit vieler Vorliebe Ralbag"-) zugethan istz allein wir können, hier ebenso wenig zwischen der Mittecharkeit"und Unmittelbarkeit Gottes einen Unterschied statuiren, als wir dies oben bei dem Geiste gethan haben. (Fortsetzung folgt.) " Versuch zur Enträthselung einiger Stellen - in. der - Offenbarung Johannes. Von . H. PH. Ree. Kap. 11, 2—4: „42 Monate" sind —3^-Jahr. Dies ist wahrscheinlich Anspielung auf die Warte im Daniel: ij/io 4 Jahr; O'-ipw 2 Jahre; '-'n:Jahr. — „1260 Tage" 42 Monate, jeden zu 30 Tage gerechnet, ist wohl kaum die Meinung , da das Jahr 21) 1. cit. p. 157. ) 22) 'h NiQN^/besönders zu yfpp und Iosua c. 5. dann; nur 360 Tage zählen wurde. ' Aber folgende 3 Sätze zählen, nach dem Zahlenwerth der hebr. Buchstaben , genau, 1260 p nämlich: W' zählt 666; in p nw 424; Dmrrn 170. — „Die Zeugen^ : wahrscheinliche Anspielung auf David (Ps. 2, 7) und Jesaja. . Allegorisch sind' diese zwei, die zwei Oliven des Zacharia 4, 11—14. - Kap. 12> 1: „Ein Weib mit einer Krone von 12 Sternen auf'ihrem Haupte", ist n^ü wenn jeder Buchstabe mit einenr sog. geziert wird. Jeder Tag hat gewöhnlich 3 Punkte oben, mithin 12 Punkte (a.ls 12 Sterne) £nb. „Bekleidet mit Sonne" vergl.' Ps. 104, 2. „Unter ihren Füßen der Mond"- vergl. ,E> ’AS 14^ 0/ 15. i‘b habe den Zahlenwerth von Sonne und Mond sind Anspielung auf Jesaja 30^ 26, und die Worte: HTonri/ wenn die Worte D'rDDH tp dazu kommen, habenden Zahlenwerth von □no, nämlich 290. — Kap. 12,: 3ps „Ein Drachen mit 7 Köpftn" d. h. die 10 Ansatzstrichtein Nach Vers 9 zu urthei- 1 23 . 45,6 7 len, ist es wahrscheinlich: iMO da es bei den Rabbinern heißt: „'lDls-.n »ru Nin bnao nid niD-p^D jnn ->W1 NM". „10 Horner d. h. die lO Kuzin: 12 3t 8 67 8 910 / / / / / i / ./’ // / n ) Q ' 1 n ) D. Auf den Häuptern (nicht wie werter unten, auf den Hörnern) 7 Kronen, nämlich jeder Buch- 123 4 66 7 ' . Y YY Y YY Y , stabe mit einem Tag geziert: nio — Dreser Drache soll wahrscheinlich Schimpfbenennung für die Scheinheiligen, unter den Pharisäern, sein. Vers 7 ist Anspielung auf den Engel im Daniel: Dmi# bis'^D. — Kap. 13, 1: „Ein Thier mit 7 Köpfen" d.' t. 7 Buchstaben: WK „10 Hörnern" d. i. 10Anhen: ' n L „10 Kronen auf den Hörnern" nicht wie oben, auf den Köpfen, d. i. zu meh- 1 2 34 5 67 3910 Y Y YY Y YYYY Y nn vw \ i i n / ) VJ \ rerer Zier, ein Tag auf jedem Kuz i „Namen' der Lästerung" d. i. der worüber gleich unten, Vers 3. abgekürzte Namen, Kap. 13, 3 : „Einer der Köpfe wurde getödtet" d. i. Er hieß p)Mv(Nehemia 8, 17), und die Scheinheiligen haben ihn , verächtlich Ml genannt. Uebrigenö vergl. Jes. 30, 26: pllOl Der abgekürzte Namen ist. der „Namen der Lästerung" erstlich wegen der'.Verhöhnung'.und. dabei hieß es bei den Pharisäern, daß er Gott lästere. Auf diese Worte.spielt Joh. ironisch an, an mehrern Stetten in der Offenbarung und nennt die Pharisäer auch ironisch oft: Heilige, d. i. Scheinheilige. Kap. 2, 9.— Kap. 13, 16—17: Drei Hauptfalten sind gewöhn-

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