Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-03-12 · 11 (12.3.1846) · p. Spalte 171-172

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
11 (12.3.1846)
Date
1846-03-12
Page
Spalte 171-172 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8555529-9897631-9897643--4420-3532075
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

171 — 13. Auf Räubthkere stnd ' giftige Schlangen hättest tut -. treten, * ' Zertreten können jungen Löw' und Krokodil. (Du jene Menschenräuber, wie Mosche den Pharao) (pH ist Symbol auf Egypten. Jecheskel 29, 3. .Gesenius , *?nt£/ und ]riD sind alle vom Arabischen abstammende Wörter, vielleicht' mit Fleiß . / hier vom Dichter gewählt.) ' — 14. „Denn nach mir stand sein — Mosche's — Begehr NT ~2 M . 23, 13) und ich befreicte ' ihn (von der Hand) Pharaos. * Ich stellte ihn hoch, denn er kannte meinen Namen. (im NJp N1N'Ihn |■,m»T , f mnv; u. s. w.) — 15. Mich rllfte-er an (psik nadjv^lp'’) und ich antwortete ihm, daß ich mit ihm sein will in der Noch (1> Tram idV’ ’Jd.) Ich half ihm aus dem Drangsal und schaffte ihn Ehre.. (Ja, ja, von Geschlecht zu Geschlecht. —) — 16. Ich labte ihn mit langem Leben, (120 Jahr in einem viel später« Zeitalter als das, in dem Abraham lebte.) So wie ich ihn stets meine Hilfe habe schauen lassen." -- ’Vx nt -- -,]!)&'*? '.Ti rr mon 'V. w mn\) , /' Wenn wir den Sinn dieses Psalms verfehlt haben, und wenn er nicht einer der.besten Belege ist für das Gelingen unsrer Auffassung des Epithetons Schaddai, so ist uns nicht nur dieser ganze Psalm ein Räthsel, sondern der Umstand, daß Mosche Schaddai nie selbst erwähnt, auch nicht sein Nach-' folger Jost, die Richter, Samuel u. s. w.; daß. David in fb - vielen Psalmen, wo Jehova unzählige Male vorkommt, nur an diesen 2 Steilem Schaddai hat; seine Hossängcr gar nicht; daß außer jenen . 2 Mal bei Jesch. und Joel und 2 Mal bei Jecheskel, bei keinem' der Propheten vorkommt, sondern einzig und allein bei den Fremden, bei Bileam, Jjob, Noomi, da sie von Moab kam, und bei dem Sohn Terachs, Abraham und seine Kinder oder Familie , wäre uns ein Räthsel aller Räthsel. — ' / Kurze Anzeigen. 15) Cochbe Jizchak. Eine Sammlung (h) ebräi sch er Aufsätze, exegetischen und poetischen Inhalts, zur. Förderung des (h) ebräischen Sprachstudiums. Unter Mitwirkung mehrerer Gelehrten herausgegeben von M. E. Stern. Wien, 1845. 8. v. Schmid und Busch. (S. 112). . - „Kennst du das Land, wo die Poeten blühen" möchte man Göthe parodiren, so oft man eine literarische Erscheinung der jüdisch-österreichischen Presse begrüßt.- Die Juden Oesterreichs singen und dichten, was einen Blick in die Kul- 172. turzustä'nde des, Kai sersta ates eröffnet. Die neu hebräische Poesie war der erste Flügelschlag der neu aüswachenden Kultur in Norddeutschland; sie spielt ihre; Rolle: gegenwärtig. in Oesterreich. . Die. hebräischen Dichter waren immer die Vorposten der herannahenden strengen Wissenschaft, was sich leicht durch die Geschichte bestätigen ließe. ., Darum sind uns hebräische Gedichte aus Oesterreich stets willkommen.. Diese angezeigte Sammlung , welches der verdienstvolle und fleißige S t ex n veranstaltet, .besitzt aber noch . zwei charakteristische Punkte. / Die.Mitarbeiter sind die besten Subskribentem Der größte:.Theil der Mitarbeiter lebt. in -M ähre n. Mähren, das so viele tüchtige, hebräische/Stylisten zählt (R. Jose.f W e i ß e und dessen Vater aus Boskowitz, C ha j,i m. P o l l a k aus- Ungarlschbrod, M. Gid eo n Bre cher aus Proßnitz, der selige Iosef^Flesch.aus^Rausnitz, .I. I. P.ollak, Rabbiner . in- Trebitsch, R.. L eo p.o ld L ö w aus Boskowitz, R. Lob Schwab aus Jenikau, R. Naftali Benedikt aus Nikolsburg, R. Neu d a in Loschitz ,u. A.), hat auch Hrn. Stern ein reiches Kontingent für seine Sammlung gelieferte Blicken wir nun auf die «einzelnen Arbeiten dieser.Sammlung, deren stylistischer Theil von/größerer.Bedeutung ist. S al om o n Tr i e sch e r und/ I. Tri escher aus Trebitsch liefern Gedichte von S., 3—8/ 13—21.:, Sie besitzen am meisten Originalität und sind der Sprache' Meister. Der Letztere giebt unter der U'cberschrift: ein Bild, in kräftiger- Sprack)e entworfen, von den Zerwürfnissen. unter den Juden. -Eine Strophe verdient weitere Verbreitung. Sie lautet: - ' :; . ipnin O hn nob no ipry hy hddi3 ■ won mD:D3Vn3i^ - ' niö-b:; wri VSn mob " Din rmi DDnDiyD^in^!^)in', -n'nL'vn.,-am' ", nDDn MD\\‘ n\V H'HD D>; TJn D\snp i - ■■; am iDinnronNiprn?^ . .nur ^D/onnyb nnä ind; nm> nn->, Das ganze Gedicht ist sehr gut angelegt und ausgeführt. M. E. S tern giebt eine' treffliche Uebersctzuüg der Schillersschen Elegie über den Tod eines Jünglings und Raben e r aus Lemberg übersetzt, den Brand aus Schillers „Glocke" mit. vieler- KunstgewandtheLt.v. Dasselbe Fragment ist von Rapaport' übersetzt und in Martinet's Chrestomathie abgedruckt. Poetische^ Beiträge liefern ferner I. Stern, der .felv Vater des Herausgebers,- M. I. -P o r-d e s aus -Lemberg, A. Lan g ba nk, aus Jaroölaw, I. Bib'rig aus Stanislaw., G. S chre i b er aus' Eisenstadt, A. 'Sch m id l, A. Fried l.änd er, der das ^Sabbath-Blatt" "als Quelle hätte angeben sollen, I. Meller aus Stanislaw, ein tüchtiger Stylist, M. Boß. aus Slavitschm, A. S. Schwarz aus Samos, A. Veith und D. Schwarz. Unter diesen Beiträgen sind Uebersetzungen aus dem Deutschen-- Französischen, Kritiken^ Kochbe Jizchak.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.