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Der Orient · 1846-03-12 · 11 (12.3.1846) · p. Spalte 173-174

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
11 (12.3.1846)
Date
1846-03-12
Page
Spalte 173-174 (sequence 7)
Language
German
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173 ' Kritiken. Stern. Fried enthal. Grünebaum. Ungarischen und Persischen. — An den poetischen Lheil schließt sich der literarische. Josef Weiß e theilt die Grabschrift und eine Biographie des >1'^ mit. Einen Lheil der Grabschrift haben wir zuerst in diesen Blättern mitgetheilt. Hr: Weiße setzt das Todesjahr auf 1663 fest. Derselbe Gelehrte giebt zum Schluffe die Grabschrift eines mährischen Rabbiners Iakob Kohen, welcher der Grabschrift zufolge einen Schüler aus dem Strome rettete und selbst ein Opfer der . Wellen geworden. Rabbiner H oro witz liefert sein und des seligen Rabbiners Sofer Gutachten über die Entfernung der Meziza. Ferner eine Erklärung des Onkelos'schen Largums zu Ex. 20, 5, wo sich der Zusatz^ n\d pnnrDN. IW vVLXID^ findet, und eine -Erläuterung der Ashara nhfiJn ."inN für Schabuot und des Pijut für Sabbat Nachamu. In der letzten Erläuterung citirt Rabbiner Horowitz eine Stelle des Sifri: H^pn nb.US£0mn / n 3 y nr;^dd 'n : mwh: n^ü nriäi ,.>iny nt pndv<dywn , m ich yym ' ■ ■ ptri> nt tymp ‘nianib Die Araber (vergl. die Stelle aus Schllhrestüni's <olxS" JJl+Jt im vor. Iahrg. des LB.) deuteten, diesen Vers auf die drei Weltreligionen. I. Low im Groß-Kanischa erklärt die Bezeichnung ->.1.1 für Ungarn. A. Schmidl theilt Proben seiner talmudischen Exegese mit, die wir bereits bei der Beurtheilung des „Wiener Jahrbuches^ für 5606 charakrerisirt haben, Es heißt die Symbolik auf die äußerste Spitze getrieben. — Die exegetischen Beiträge von Stern, Rabbiner I. I. Pollak und A. bringen manches Reue, halten sich aber nicht auf dem Höhepunkt, der Exegese. Alle laboriren an dem Uebel, daß st'e - midraschartig zu Werke gehen. Als Kulturerscheinung sind sie erfreulich, indem sie von einem eifrigen Bibelstudium zeugen. Scharfsinig sind die Erklärungen von Richter 7, 6 von G. Schwarz in Kremsier, von Jjob 5, 23 von Stern und von 1 Richter 3, .22.23 von I. FürL y, Rabbiner in. Strakonitz. Der Aufruf von M. Neubauer wegen Gründung eines Seminars in Ungarns verdient Berücksichtigung. Zum Schluffe muffen wir . den Mangel an bestimmten Rubriken tadeln. Die Beiträge sind unter einander gewürfelt und die Sammlung hat das Aussehen eines Wiener Journals, das m der Regel einem bunten Potpourri, gleicht. Möge Hr. Stern bald eine zweite, überwiegend stylistische Sammlung folgen lassen. Sie wird für manches jüdische Talent in Oesterreich die Anbahnung zu streng wissenschaftlicher Lhätigkeit werden. Ad. Iellinek. 16) mm nionn nbbnn/ Drittes Heft: rnn. a) D^p j;ao m. 1) psprin ny jdb; 2) ibbbri ny yaa. Als Supplement zu den Werken m7. mp', 'von M. B. Friedenthal, Preslau, 1844. 4. 17) mm nimv-npiann. Viertes Heft, nnn* l>) fm] nmn m. Als Supplement zu den Werken nmnJ Won M. B. Friedenthal. Breslau, 1846. 4. Mt großem und achtungswerthem Eifer fährt Hr. F. 174 in seiner schriftstellerischen Lhätigkeit fort/ohne durch Atter öder Geschäftsthätigkeit sich in seinem seit 34 Jahren fortgesetzten Arbeiten auf dem Gebiete der philosophischen Dogmatik des'Judenthums sich stören zu laffen. Diese uns vorlie-, genden zwei Hefte behandeln gemeinschaftlich den dritten Gegenstand der allgemeinen Ueberschrift, nämlich nn das G e se tz/ nur hat Hr. F. dieses dritte neben imb riJOn in zwei Theile zerfällt, indem er als den einen Lheil des n"! das Qv>p m, als den andern das nun m ansah, und in Folge dieser Eintheilung jeden Lheil in einem besondern Theile abhandelte. Der Nachweis, wie y2Ü ni innig und fest mit 'n min ni verschlungen und jeder Widerspruch und Gegensatz nur scheinbar sei, wie aus dieser Verschlungenheit sich die Natürlichkeit und Verständigkeit des Glaubens ergiebt, ist bas apologetische Resultat, welches Hr» F. zu gewinnen anstrebt, und indem wir den reichen Inhalt in seinen Hauptmomencen den Lesern vorführen, wird sich uns klar Herausstellen, wie es dem Vers, gelungen, dieses Resultat zu gewinnen. Wir beginnen mit dem ersten Theile des mn, nämlich mit yüftn tN, den Umfang des dritten Heftes einnehmend: Einleit.ung. Das offenbarte Gesetz selbst hat auf die Naturgesetze, auf die Urgesetze im Weltall oft hingewiesen, und aus der Widerspruchlosigkeit mit der Offenbarung die Richtigkeit des offenbarten Gesetzes erwiesen. Der D^iyn diew >st mit minn oiau identisch, d. h. sie sind keine Gegensätze., folglich ist zwischen der sich in der Natur offenbarenden Gottheit und der im Gesetze ebenfalls kein Widerspruch, was schon die Schrift bemerkt hat. Aber unter Naturgesetz ist nur das Reale/Wirkliche, sensuell Erfaßliche (imp yPP) hu denken, aber nicht das. Ersonnene, Erträumte, von der Phantasie Geborne, weil dieses als etwas Willkichrliches und daher Verkehrtes, gar keinen Maaßstab abgeben kann. Dieses vom Menschen selbst gebildete Naturgesetz, dkffen Spitze im alten Heidenthume in der Astrologie auslief, hat die Schrift selbst verpönt als irreleitend und berückendeste nannte es «UN TH , D’DJJH mpn, DW und liegt ip dem Verbote, auf n^yü, ’ CPDDlp’ «nb u. dergl. zu hören. Auch .die Lalmudisten schätzten die Beweiskraft der Naturgesetze für die Richtigkeit der Offenbarung sehr hoch, und wiesen die astrologischen Irrungen, die Phantasmen der falschen Auffassung der Natur ab. R. Akiba sagt: am m jw nbyab nnsy D'mm xxn n!) □tn 'm D'lW nnty D'mm ~ddn N>N; und Samucl sagt: i'gl^TDDND N'ILD rniN!T s'N. Jener will nur von den realen Naturgesetzen was wissen, dieser weist das Unwirkliche ab. (Fortsetzung folgt.) 18) Gottesdienstliche Vorträge, gehalten von' Dr. Elias Gr ü nebau m, Rabbiner des Bezirkes Landau in der Pfalz. Karlsruhe, 1844. 8. A° Bielefeld. (S. 181 -und XU.) Der Verfasser der angezeigten Reden gehört der gemäßigten Reformpartei an und seine Reden, in denen der belehrende und oft gelehrte Ton vorwiegend ist, sind auch in

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