Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 10 (5.3.1846)
- Date
- 1846-03-05
- Page
- Seite 74 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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74 thrims bewirken werden. Wir glauben, Ln nnserm Erscheinen in Ihrer Mitte, Ln der Art, wie Sie uns ansnahm en , eine bedeutsame Thatsache erkennen zu dürfen. Die Anerkennung, die Sie uns werden ließen, nahmen wir mit vollem Bewußtsein an; denn, meine hochgeehrten Herrn, wir sind fest entschlossen,. nicht nach Willkür weiter zu gehen, vielmehr den gesetzlichen Weg der inncrn Entwickelung niemals zu verlassen und nichts zu thun, was aus dem Jndcnthum heransführen kannte. Auch Sie haben eS erkannt, daß Alles, was für die Gesammtheit Geltung haben soll, auch aus der Gesammtheit hervergehen müsse. Diese gegenseitige Anerkennung und dieses im Geiste einige Streben wird und muß dahin führen, das Judenthum wieder zu dem zu machen, was es. in der Geschichte immer sein sollte , „das Licht der Nationen, das reine ungetrübte Licht der Erkenntnis) Gottes für alle Völker der Erde." Wir scheiden daher mit dem tiefgefühltesten Danke von Ihnen und bitten Sie herzlich st, uns stets als die Ihrigen, erkennen zu wollen." So war denn.zwischen zwei, Instituten, welche Beide aus einem tiefgefühlten Bedürfnis) nach einer wahrhaften Wiederbelebung des Judenthums hervorgegangen sind, eine Verbindung geschlossen, durch welche' sich Beide gleich erkräftigt und ermuthigt fühlen rnußten; eine Verbindung, deren segensreiche Folgen mehr und mehr sichtbar werden mässen, jemehr wir rins der Verwirklichung unserer Bestrebungen nähern, jemehr sich die Hoffnung in uns bestärkt,durch das Zusammenwirken' eurer großen Zahl unserer deutschen Gtaubensbrüder die Shnade berufen zu sehen, vor welcher die großen religiösen Fragen des Judenthums unserer Zeit zur definitiven Entscheidung gelangen werden. , x Außer der glücklichen Verfolgung -diesesrHauptzweckes hatte die Anwesenheit unserer Deputaten. in Frankfurt a. M. auch dazu beigetragen, vielfache und innige Beziehungen zwischen uns und einzelnen ausgezeichneten Männern sowohl als vielen der größten und gebildetsten Gemeinden der Rheintande anznknüpfen, aus welchen theils engere Verbindungen mit großen, znähnlichen Zwecken daselbst begründeten, Vereinen, theils der unmittelbare Anschluß an unsere Genossenschaft hervorgegangen ist. . (Forts, folgt.) De st e r r e ich. Papa , 20. Februar. Sehr gerne würde ich meinem Referenten-Pflicht längst schon nachgekommen sein, wenn ich Ihnen Wesentliches und Neues von uns hätte mittheilen können und heute noch, da es in nnscrn Mauern so öde und wüste, dann kein leises Windchen weht, das einiges Beseligende für unsere Gemeindezustande brächte, ist es mir fast unmöglich. Jedoch will ich Nachstehendes, das die Lachlust ' hiesiger Bewohner erregt, der Aufmerksamkeit Ihrer Leser widmen; die folgenden Zeilen, die der „Wächter/^ Nr. 2. enthält, zeigen/wie sich jederzeit Unwahrheit, die eben d e n Wächter auf seinen Schritten oft gleitet, von selbst heranöstellt und, sich ahndet. So liest man dort: „Wenn wir auch die Schilderungen des Ungarischen Schulwesens, wie solche im Zionswächter Nr. 14. ff. enthalten sind, obschon darin manche Ungenauigkeiten, ja Entstellungen verkommen, mit Stillschweigen übergehen, so können wir' doch eine solche offene Entstellung der Wahrheit , einen solchen lügenhaften Bericht über die hiesige Talmud-Tora, so der „Israelit" Nr. 113 (soll 43 heißen) uns darbietet, nimmermehr so gleichgiltig hinnehmen, wie wohl' auch dessen Verfasser, nicht von deutscher Gelehrsamkeit übersprudelt, und füglich in die Schule geschickt werden müßte , mn die deutschen Vorwörter zn erlernen; er würde dann z. B. wissen^ daß man hier zu Lande nicht das. geistige Wohl der Kinder in d e n (?!) H ä ndeu von Bocherim und Studenten vom obscurantesten Schlage legt, vielmehr in die re." — Will nun der „Wächter" wissen, wer der so gezeichnete Verfasser der Schilderung des ung. Schulwesens im „Israelit" Nr.43 ist? .'So höre er. Derselbe, der sie in seinem Blatte Nr. 14 machte unv gegeit wartig rcspectiver (!) Biitarbeiter sein es Blattes ist. Will er ferner wissen, wie, au f n? e l che Weise selber cs geworden? so höre, er weiter. Ein von Dorf zu Dorf gezogener, jetzt hier unter der Weiöheitskappe tief/sitzender Lehrer L. S. (im „Israelit" der Komet mit tem langen Schweif) tritt durchaus seinen Namen in aller Welt gedruckt sehen und sich zeigen, bei aller ihm doch eigenen Wisseuslosigkeit und -gänzlich ihm fehlenden Verstände. Demzufolge wandte er sich bereits mehrere Male an die' geehrten Ncdaeteure der Zeitungen mit— Nekrologen (!) von gestorbenen, nie gekannten und — lebenden Nabbinen. Da selbe jedoch , wie sich's von selbst versteht, trotz mehrmaligem Ansuchen,,und anders sich statt Lehrer, titulirendem: Hofmeister, Buchhalter des hier . gar nicht e.ristirendtn GroßhandlnngShanses F. S., Privat - Doeent re. mit Aufnahme nicht gewürdigt wnr- -den'',.. glaubte L. S. fast schon verzweifeln zu müssen, als sich ihm , o welch' Glück! der Z ion s w ä ch ter ankündigte. Wer nun ist eifriger in seinem tölpelhaften Streben, gegen jene Redactenre, deren Korrespondenten re., Rache (!) zu üben, zumal dadurch sein Rahme unsterblich wird — als — gedachter L. S., er beschimpft, besudelt, lügt und längnet alles , nur nicht, seine Arroganz und Ignoranz, und wer bereitwilliger, mehr, den Schlag — dieser Glocke — auszuschreien als — der treue Zionswächter. Es ist doch schade, daß Parteiblätter in der Sucht, nur für ihre Partei Günstiges zu berichten, zu solchen Corrcspondenten ihre Zuflucht nehmen! n —n. . Eperies, im Februar. In Folge der Ansprache unseres Geistlichen Herrn Dr. Schiller in seiner am 24. Januar gehaltenen Predigt: „Das auserwählte Israel", hat die hiesige ©cmcmt>e folgcnbcö