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Der Orient · 1846-02-19 · 8 (19.2.1846) · p. Spalte 119-120

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
8 (19.2.1846)
Date
1846-02-19
Page
Spalte 119-120 (sequence 4)
Language
German
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119 120 Studien. Entstehung des Artikels. Lag", und im Chald. „der Mann" aus Dp und 8 -r^und (hebr.). Daß das verhärtet, dem n annähernd ausgesprochen worden ist, unterliegt wohl keinem Zweifel z und 'es beweis^ Hierfür nicht nur die Formation im St. const. const. nD^D „Königin", und manche noch beibehaltene Law- Endungen wie HD—an, sondern auch die. arabische Endung 8 „tun", in welches das „He" am Ende sich verwandelt — auch hiermit stimmt die gr. Deklinacionsart überein beim Art. Rm. o Gen. rov rc. Siehe obige Anm. — Aus diesem, verhärteteen ist die Partikel mit prosthetischem Elif entstanden, gewöhnlich zur Bezeichnung des Objektsakkusativs^). — Aus diesem sind auch die Pronomina der Ä Person DK, nnN‘ 4 5)/ — bei den dritten Personen, jedoch blieb das ursprüngliche n, wie 'nvj wn, JH DH — entstanden. Daß dieser Lu- oder der gelindere de Laut deuktischer - Natur ist , beweisen außer den griech. und latein. Sprachen wie: de, tu, tum, auch die indogerman. Sprachen, im deutschen da, dort, der. Ferner in den aram. Dialekten z. B. dieses Dalet wurde immer weicher ausgesprochen, wovon das hebr. Nt „dieser" entstanden ist, wie auch das aram. . pai, das in den zabischen Büchern pfn lautet6 7). Mit diesem zischlautenden Sain hängt auch das relat. -jbw, abgekürzt jy, und im Aram. und zusammen?). 4) Hieraus ließen sich auch die Stellen erklären, wie Ezech. 43, 7. 'n n*V 1 Sam. 17, 34. 'in HW u. a. gleich dem takeln, „en Ubrum"; anders faßt sie Hr. Dr. Geiger in seinem Lehrb. zur Spr. d. M. S. 35 auf. / 5) Wie anfangs der Art. (siehe oben) so hat wahrscheinlich auch das Pron. der 2. Pers. gleich gelautet §6n. eom. wie es sich noch auch bei Mask. findet, das Deutron. 5, 24 sich findende HN1 ist blos affallend, daß es die feminine Punktation erhalten hat, weshalb es zum Midrasch Anlaß gegeben» 6) Beiläufig bemerken wir noch, daß wir durch diese Verwechselung des N mit 7 auch das Wort Höf 3M. 18,17, welches den Philologen so viel Schwierigkeit macht, vergl.' Michaelis, Mosaisches Recht a. a. O. sehr einfach erklären, indem das aram. neh „Blut" in den zabischen Büchern immer lautet, und Ms wäre diesem nach nichts andres als „Blutschande". 7) Ueber das Ausfallen des Resch bei vgl. das syr. wovon chald. „Lenden" gleich dem hebr. und hierzu Ewalds krit. Grammatik der hebr. Spr. S. 461 Anm. 4; ferner Hezels krir. Wörterb. d. hebr. Spr» Halle 1795, S. 179, der aber die Ausfüllung des Resch aufs Absurdeste treibt; nach ihm ist sogar „Feuer" aus t£nN(?), als Beisp. dient ihm das syr. „Tochter" gelesen „Bat", das spricht aber eher gegen als'für ihn, vergl. Eichhorn allgenr.Wibl. d. bibl. Literatur S. 666 des 5. Bandes: übrigens kann auch aus durch Verwechselung des Lamed km Resch (siehe weiter) entstanden sein, wie oben erwähntes außerdem Ies. u. a. m. gleich dem chald. aus «n und b. Als den zweiten, komparativen Artikel bezeichnen wir das das in dem Aramäischen sich nur in den Oasidus vdlil;. erhalten hat, z. B. h -izn „er führte ihn" und in dem arab. Dialekte sich völlig zum Artikel ausgebildet hat <jf— aus welchem man fälschlich meiner Meinung nach den hebräischen Artikel n=hr\ gewöhnlich erklärt, wie Gesenius Lehrgebäude und Grammatik, ebenso Ewald gr. Grammatik S. 174; die Assimilation des! Lamed wäre sonderbar, da sie sich nur bei den zwei Wörtern npV und findet; die vulgäre Aussprache im arabischen J&, die Ewald 174. Anm. 2 als Stütze dient, läßt sich auch nach uns rechtfertigen. — Dieses^ bedeutet nichts andres als „nicht", und mit angehängrem Alef bildet es die verneinende Partikel ebenso mit prost. 2llef beim Verbote — Dieses bildet alle Casus, vorzüglich den Dativ, welches auch den Pronominibus li?, und der Präposit. zum Grunde liegt; für den Akkusativ findet es sich zwar auch im Hebräischen nach Art des Aramäischen, jedoch im Ganzen seltener z. B. Sam., weil es bei diesem Casus durch den Gebrauch des nör überflüssig war, ebenso im Chald., wenigstens bei den Targumim durch a; im Syrischen hingegen, wo das ntt.fehlt, steht das Lamed als einzige Partikel des Akkusativ z. B. h „er nahm ihn". Auch im Vokativ finden wir dieses Lamed wieder z. B. DWJpb Ps. 16, 3 „o Heilige!" u. a. gegenübergesetzt dem n vocat. z. B. bnpn „o Gemeinde!" — Saadja scheint in seiner arab. Übersetzung auch die Stelle 1 Mos. 1, 14. nn*6 re. als ein solches Lamed aufgefaßt zu haben. — Dieses Lamed begegnet uns auch bei den Pluralen des Demonstrat. oder richtiger komparat. Pronomens und bei den mit a zusammengesetzten celui-ei, mit Vorgesetzten He, vergl. das syrische pm .und , er und das arabische von vergl. hierzuSacy gr. ^eab. 1'. 1. pag-. 335 und Ewald 174. Auch das mischnaitische ,^N betrachten wir als ein solches Wörtchen, nicht mit ausgefallenem Sain, wie Geiger Lehrbuch der Mischna- S. 36, für n£>n, sondern als selbstständige Bildung aus dem (völlig auch in der Bedeutung gleich ullus) und daraus hat sich auch der Pt. „illi" gebildet. — Rosenberg. Dr. I. Levy, Rabbiner. 8) Auch hierfür lassen sich Analogien in der griech. und latein. Sprache Nachweisen; und so ist das griech. aXXog aus aXXa vgl. Paffow z. St. entstanden: ebenso ist die bekannte Redensart aXXog rt dya&og — ncmog. Daher bedeutet auch aXXoi, „utri“, ebenso das lateinische Me, alius u. a. m. sie haben also sämmtlich eine komparative Bedeutung, was sich in den romanischen Sprachen zum Artikel ausgebildet.

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