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Der Orient · 1846-02-19 · 8 (19.2.1846) · p. Spalte 117-118

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
8 (19.2.1846)
Date
1846-02-19
Page
Spalte 117-118 (sequence 3)
Language
German
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Studien. Schreiben Menachem ben Saruk's. — Entstehung des Artikels. 117 Bewaffneten verheert worden. Denn die Negierung AbderrahmanS III. (dessen Minister ChaSdai war) , war nicht^frei von Aufständen und Empörungen. Der Herausgeber des Pärchen bringt zur Unterstützung der Meinung, daß Menachem ein Afrikaner sei, eine Bemerkung eines seiner Freunde heran , nämlich, daß Serug der Name einer Stadt in Afrika sei. Mein schon genannter Sohn Fitosseno versichert mir aber, er habe von vorn und hinten Jbn Haukäls Beschreibung von Afrika (Journal Asiat. 3. Serie. T. XIII.) so auch die von Äbu-Obaid Bckri (Xotiees et Extr. des Mp. T. XII.) und Edrisi's Geographie (von Jaubert übersetzt) durchgegangen, ohne diesen Namen gefunden zu haben; statt dessen sei dies der Name einer berühmten Stadt in Syrien, die auch Batna heiße, zwischen-dem Euphrat und Tigris, der Vaterstadt des Vorkämpfers des Hariri, auch von Charisi (K. 46)"erwähnt. Und warum will may Menachem zum Afrikaner machen? Damit das uns von Jbn Esra hinterlassene Verzeichniß von Grammatikern eine gewisse Ordnung verfolge. Man will finden, Jbn Esra folge der Ordnung der Orte und Zeiten, und verzeichne erst die Orientalen (Saadja, einen Anonymus aus Jerusalem, und AdonimauS Babylon) dann die Maghrcbim (D'znpö), (Koreifch, Saruk, Librat, Chajug) und zuletzt die Spanier (Abulwalid re.). Dabei ist übersehen, oder übersieht man ' absichtlich , daß diese Ordnung ganz und gar aus der Luft gegriffen ist, da R. Haji, statt als Babylonier unter den Orientalen zu stehen, sich zwischen den Maghrebim und den Spaniern (nämlich zwischen Chajug und.Abulwalid) befindet. Wie sollte man auch die Ungenauigkeit Jbn Esra's, die er überall blicken, läßt, nicht eben so wohl in diesem Verzeichnisse wahrnehmen? Während er hier dem Samuel Nagiv ein einziges grammatisches Buch zuschreibt, schreibt er ihm im Jesod Mora hingegen 22 zu. Auch wüßte ich nicht, weßhalb das Verzeichniß des Jbn Esra von Samuel b. Chofni schweigt, welchen Abulwalid (s. Hieb. Lünon. Eist. Crit. du V. T. I. 31) unter den Vätern der Grammatik aufzählt. — Eine seiner ^gewöhnliehen Ungenauigkeiten ist auch, wie ich glaube, die, daß er 5NNL 'ü und als zwei verschiedene Werke des Saadja anführt, während Librat in seinen kritischen Bemerkungen gegen Saadja, die ich besitze, fünf Mal eine Schrift Saadja's ü7ip,"r nins anzieht, die er auch'einmal richtiger rwb nina nennt, und vier Mal (mehr nach dem arabischen Original) 'pn ’tib nins nro.- Er erwähnt auch das 'o, niemals aber ein mns und ein nuy p£9. Padua, 27. Jan. 1846. 118 Der Artikel und seine Derivata in der hebr. Sprache. Der Artikel giebt es meiner Ansicht nach zwei, i) einen deuktischen oder demonstrativen, wofür das,"r und 2)Zeinen komparativen, wofür das b stehet; und ebenso wie es im Griechischen ursprünglich, was die Homerische Sprache bezeugt, gar keinen Artikel (was wir unter Artikel verstehen) gegeben hat, und erst durch die Ausbildung des Pronomen demonstrat. o,?/ (clor d) zum deuktischen Artikel geworden ist der, die, ebenso'verhielt es sich auch mit dem hebr. n. (Dieser Umstand möchte wohl auch als Beweis angeführt werden können, daß die aramäische Sprache älter ist als die hebräische — vergl. hierzu Gesenius Einleitung ins WB. und hebr. Grammatik, Fürst, Einleitung ins Lehrbuch des aram. Idioms — indem der syrische Dialekt sowohl als auch der chaldäischc noch nichts von einem Artikel wissen, und in diesen letztgenannten Dialekten die' demonstrative Kraft blos durch Anhängung, im Syrischen X und im Chald. bezeichnet wird; und es läßt sich auch vermuthen, wie es sich noch aus einigen Beispielen Nachweisen läßt, z. B. aus Bach, Ps. 124, 4 nniD Ps. 116, 14 1 2), daß dieses Anfangs auch im Hebr. stattgefunden habe. Dieses deuktische n am Ende des Wortes findet sich noch bei dem Akkusativ-lokativus auf die Frage: „wohin"?-) z. B. nsnN „zur Erde hin" nnn „nach Charan". — Dieses deuktischeüberhaupt scheint uns nichts anderes zu sein, als das demonstrat. Pronom. nvj, nvi welche beide anfänglich gleich lauteten, vgl. Gesenius Grammatik z. St.; daher der sogenannte Artikel auch gen. com. ist. — Dieses abgekürzte Pron. also n wurde dem Nomen hinten angehängt 3); und entspricht diesem Verfahren völlig -der Status Deft'nitivus im Aramäischen z. B. syr. nd? „der 1) Bisweilen trat sogar, aber nur in spätbibl. Büchern das ursprüngliche & als Art. am Ende des Wortes wieder ein, z. B. ^n->p „^Glatze" Ez. 36, 31 {Ocy „Schlaf" Ps. 127, 2 — über N.in Ies. 19, 17. vgl. Hitzig „Begriff der Kritik" 164; nach ihm ist überhaupt von V. 16 dieses Kapitels ab später. verfaßt, vgl. ferner Ewald kl. Gr. 8. 247 und Ez. 36, 5. #bj* 2) Im Griechischen geschieht dies überall wie ov.quvovöb „gen Himmel" ofaovde, im 2at. blos wie bekannt bei Städtenamen, wie Romam und einigen andern Wörtern. 3) Als Analogon möge die Formationsart im Griechischen und Lateinischen dienen; beim ersten ist noch deutlich dieses Verfahren zu erkennen in der 2. Deklinat. z. B. loyog aus dem Stammwort -.0/ 'und Pron. 6§; ursprünglich tos=o', welcher Artikel zog f. noch außer der Vermuthung aus, den Casibus obliquis tov, zrjg, sich noch bei Homer findet toi mib zca-=ol und «1; und im Lateinischen noch sehr deutlich in der 3. Deklin. z. B. men(s)is gr. „Monat" und is os „dieser" „der". — Ebenso die auf us in der 4. Deklinat. Wie Iructus haben das us am (5nbeog==cg im Lateinischen erhalten; und nicht minder a 1. Dekl» z=zd (dorisch). 8 *

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