Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 8 (19.2.1846)
- Date
- 1846-02-19
- Page
- Spalte 115-116 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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116 115 Studien. Schreiben Menachem ben Saruk's. auch weder Mühe noch Wachen gespart habe, um seinem Herrn ganz nach Wünsche zu dienen; nn WDl . jxftm t»wd - pn üb^i ’nx \wy nuj im ny' 'wb rw, und das ohne alle Belohnung, außer daß ihm, weil ihm alle Subsistenzmittel mangelten, ein schwaches MonaLSgeld bewilligt ward, das nicht zu seinem Unterhalte ansreichte. Doch hatte ChaSdai's Vater, freigebiger als der Sohn,, ihn an seiner Tafel speisen lassen, sonst wäre er vor Elend umgekommen, vp ‘■pnx pnx 'tim nW? yomn TD11 'by EHDT . &SQ TTDn TttfX niyD TPpX 'n o(?na» "tyi \tdx non xW?v ttnbw 'bixi r^yO. Er schließt mit der Bitte um Erlösung aus seinem Mende und um Rath, wie er sich erfahren solle? WDX 'D!?ni wir? nx p^ix rux tfix nnyi rpn ■, rrnx -pxi py 5>xi rniy^ tidux 'ü Pxi nnnj) rhi nnx nsnDn mix px r^y P. Menachenr hatte vor diesem Briefe an Chasdai schon einen andern geschrieben, und von ihm eine seltsame, eines Sultans würdige Antwort erhalten. Der Despot, statt die Sache zu untersuchen und das begangene Unrecht wieder gut zu machen, gab dem Unglücklichen ungefähr folgende Antwort: Wenn du schuldig bist , so habe ich dich bestraft; wenn du nicht schuldig bist,* fo habe ich dir Glückseligkeit im künftigen Leben verschafft, (wo nämlich alle ungerecht erlittene Widerwärtigkeiten vergolten werden.) Darauf antwortet Menachem: , iwr\r\ f?n roinbn, üD^Dt> nsm nxrn xbn py ■w’dn yor> xPn px yBun-rixT mprr Dvibx wvh nx n^xm DHp nro 'D nx Dpnn 01 , u'i' bi ymn 'nbx prpxi nDy pTDyD x^n ), n^nnp 'bim ]D3; mn bl ts/Diri) .mp&yn. Und nach verschiedenerlei Reden, wobei auch die obige Bemerkung, betreffend Josua, fügt er hinzu: Es sei nun auch, wie du sagst: Wenn ich fehle, hast dl: mich bestraft, und wenn ich nicht fehlte , hast du mir die Seligkeit verschafft. Aber was wird in diesem, letztem Falle aus dem, welcher mich gerichtet hat? War er gegen mich ungerecht und tyrannisch, wo wird er steh verbergen können? Wie wird er den Blick erheben können gegen den, welcher kein Ansehen achtet? ■OmDv V)\W DX , VP-p'T’DT) XJ HEW ’iT: na ’Jn pn ^n^nn dni ,.\irwin-ot xp dni px1? tjd m' -pxi, inmnD xnn hd . >ipwy dxi , ^y Aus diesem Briefe geht unwiderleglich hervor, daß auch Chasdai's Vater ein Mären war , ja großmüthiger als der Sohn. Charisi ist also gerechtfertigt, wenn er im Kap. 18. Isaak b. Chasdai als einen Beschützer der Gelehrten besingt, und ohne allen Grund -will Lebrecht (Orient 1844. Col. 702) Charisi, und mit ihm Jost der Unwahrheit zeihen. Zwar sagt Chasdai in seinem Briefe an den Chasarenkönig nichts davon, daß sein Vater Minister des Königs geworden sei, oder ein Amt am Hofe bekleidet habe, allein das beweist nicht, daß er auch kein Mäeen gewesen. Die gelehrten Zeitgenossen haben ihn ohne Zweifel in Dedikationen und Versen verherrlicht, wozu seine FreigebigkeiL und die große Macht des Sohnes sie bewog. Dadurch konnte Charisi wohl geglaubt haben, ihn N’EOH bpJH nennen zu dürfen, ein Titel den Menachem m iHCjem S3|iefc nicht beilegt. Dieser Brief dient auch dazu, uns zu überführen, daß Menachem in Spanien gelebt und geschrieben hat, wie Jbn Esra und Charisi (Cap. 3) bezeugen, und daß Rapaport mit Unrecht das N")DD bei Jbn Esrä für Afrikanisch erklärt, während Jbn Esra fast Dil HD pinb-von km Afrikanischen Librat nicht das Prädikat 'HDD fonbern myD gebraucht, auf derselben Seite aber fünf Mal 'HDD in der Bedeutung sp a n i s ch an wendet. Auch blühcte Menachem nicht nur in Spanien, sondern unserm Briefe zufolge, scheint es auch (wie mein Sohn Filosseno bemerkt), daß er auch in Spanien geboren sei, wenigstens daß er lange in diesem Lande gelebt hatte, bevor er von Chasdai nach Cordova eingeladen wurde; denn da wo er in-diesem Briefe, um das Mitleid seines vormaligen Beschützers anzuregen , ihm mit lebhaften Farben den Eifer schildert , mit welchem er sich beeilt hatte, auf sein Verlangen hierherzukommen, sagt er, er habe sich weder von der Sommerhitze, noch von Stürmen, noch von bewaffneten Heeren abschrecken lassen: TD! DNT njnoD vrown jftnD nuD pmDD ynxan p vnx XI nnx - xb xaxi ^mmy! nysr warn x^ nyDi no)D 'd)}d inbno xbrpp ■■’omrr nn nnx x^ j-pty nuD. Wäre er nun von Afrika gekommen, würde er wohl unterlassen haben das Meer zu erwähnen, das er hätte durchschiffen müssen? Würde er nicht die Gefahren einer Seereise nicht poetisch beschrieben haben, um dadurch seinen Eifer recht hervortreten zu lassen? Aber wenn Menachem wirklich ein Spanier war, trifft seine Beschreibung genau zu, denn die Geographen bezeugen, daß die Sommerhitze in einigen Gegenden Spaniens sehr stark ist, und daß mehre Provinzen dem Gtuthwinde, Solano genannt, ausgcsetzt sind, welcher sehr gefährlich ist, wie auch, daß der innere Theil Spaniens von manchen Winden zu leiden habe, welche den Anbau verschiedener Frnchtarten nicht gestatten. Was die bewaffneten Truppen betrifft, so könnte man annehmen, Menachem habe in einer von jenen Gegenden gelebt, welche nicht den Arabern, sondern den Christen unterworfen waren, welche den erstem immer, feindlich, gegenüber standen, und so war es begreiflich, welche Gefahren er zu bestehen hatte, indem er auS einem Reiche ins aridere reiste. Aber auch diese Hypothese ist nicht nothwendig. Menachem kann selbst in einem unter arabischer Herrschaft stehenden Lande gelebt haben, und dennoch durch Gegenden gekommen sein, welche von