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Der Orient · 1846-02-19 · Heft 8 (19.2.1846) · p. Seite 59

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 8 (19.2.1846)
Date
1846-02-19
Page
Seite 59 (sequence 13)
Language
German
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gen wmigrr bekannt ist, bedarf er einer Berichtigung, damit, nicht Einem, wie der korrespondircnde Israelit meint , ,,das Herz, in der Brust bei einem solchen Antrag zerspringt^. (Der Beobachter.) Aus Würtemberg, im Febr. Diesmal kann ich. Ihnen nur Exeerpte aus -Zeitungen liefern, die alle nicht unerfreulich sind. Beide Königt. Majestäten, König und Königin, haben die israelitische Wäisenpflege rvieder reich bedacht; der Vorsteher der Withet;nspflege, Herr. Dr. Dreifuß, hat im Namen der Waisen öffentlich den Dank dargcbracht. — Die zuerst in diesen Spalten gegebene Nachricht von der Bestallung des Juden Marc ns El l i n g e r zum Bürgermeister in Pflaumloch hat die Runde durch alle suddeutsche Blätter gemacht; wir haben der . Sache keine so große Bedeutung gegeben, denn wenn in England, nach der Augsb. Atlg. Zeit., ein Jude, Advokat Gold sm L t h, zum Parlaments-Mitglied gewählt wird, so ist es in unsrem deutschen Spießbürgerthmn kein gewaltiger Fortschritt, Gemeindepfleger zu werden; übrigens ist dieser Akt von Loyalität nur dem, über jedes Vorurtheil erhabenen, Bezirksbeamten Herrn Oberamtmann Pr eu, znzuschreiben. — In dem Beobachter hat ein Israelit die Zittelsche Motion, die eine Klausel über Emaneipation der Js- 'raeliten macht, scharf beleuchtet, von Karlsruhe auswurde dagegen replieirt und Zittel als warmer Freund der Judenfrage dargestellt. — Die Augsb. allg. Zeit, nimmt in einem Artikel ,,Schwabell und Neuburg^s; sich der Petition der Israeliten an die bairischen Stände mit Eifer an; wollen wir hoffen, daß unsre Grenznachbarn nicht hinter uns zurückbleiben. —- Der schtväb. Beobachter hat auch Frankels Aufforderung zur Begründung jüdischer Kolonien in der neuen Wett gebracht. In neuester . Zeit wurde von Amerika aus eine neue Tora- Rolle, in einer der größeren.Gemeinden Würtembergs, bestellt und wird nächstens dorthin abgeschrckt werden.— Bei der zweiten Dienstprüsung zur Versehung von Rabbinatsstellen wurde Amson von Kreglingen für befähigt erklärt. -— Von bem kathol. Kirchenrathe ist die israelitische Schul- und Vorsängerstelle .zu Mährigen zur Besetzung ausgeschrieben. Die jüdischen Schulen finb nämlich immer der Schulbehörde, der herrschenden Religionspartci der Gemeinde untergeordlret und stehen entweder unter dem königl. cvaug. Konsistorium oder dem kön. kath. Kirchenrathe; wo das Lehramt mit demVorsängerdienste verbunden ist, kommunicireu obige Stetten, bei der Besetzung eines Schuldienstes mit der israel. Obcrkirchcnbehörde. Nur kn wenigen Gemeinden besteht noch das'Wahlrecht für den Fall , daß Vorsänger- und Schuldienst getrennt sind. Viele israel. Lehrer schließen sich dem würtenlb. Volks-Schullehrer-Vereirr an, und liefern Beiträge zu der, vom Vereine, gegründeten Schulzeitung..—- Der preisgekrönte jüd. Künstler, Albert Gülden ste i n, arbeitet gegenwärtig in seiner Heimath zu Sontheim,' an einem größeren Kunstwerke, das Sujet soll ein attiestameutliches sein. — Im Lauft dieses Jahres werden mehrere neue Synagogen und Schulhäuscr eröffnet, eiw Zeugniß für den regen Sinn der Israeliten Würtembergs zur Hebung des religiösen Kultus und der . Unterrichten stalteu. Beitrage zur - Kunde der Gesetzes - Verhältnisse der Juden in Nußland. (Schluß.) '; Entwurf der Eidesformel für Ebräer- Rekruten. Im Namen Adonais, des lebendigen, Allmächtigen und ewigen Gottes der Israeliten, schwöre ich, daß ich will und werde dem Kaiser von Rußland und dem russischen Reich, wo und wie es wird bestimmt werden, mit vollkommenem Gehorsam der Militär-Obrigkeit während der ganzen Dienstzeit, und mit derjenigen Treue dienen, -mit welcher ich zum Schutze der Gesetze des israelitischen Landes zu Dienen gehalten 'wäre. Indem ich diese Worte ausspreche, erhalte ich sie in meinem Herzen unverändert und in dem Sinne, in welchem sie von denjenigen genommen werden, die mich zum Eide führen; weder habe ich von diesem Eide gesagt, noch werde ich in Zukunft sagen, daß ich ihn ablege oder abgelegt .habe mit dem Vorsatz, ihn nicht zu erfüllen; kurz, weder werde ich ein Mittel zu seiner Verletzung aufsuchen, noch ein solches von irgend Jemand annehmen. ■ Wenn ich aber aus eigener Schwachheit , oder auf fremdes Geheiß, den von mir auf die Treue des Militärdienstes abgelegten Eid verletzen sollte; so falle ewiger Fluch auf meine Seele und treffe zugleich meine ganze Familie. Amen. Das Original hat unterzeichnet: Der Dirigirende des Ministers des Innern, W. Lanskoi. Der Chef des Generalstaabes Seiner Kaiserlichen Majestät, Graf I. Dibitsch» , In fideni versionis/ P. de la Croir, Regierungs-Sekretair und Translateur. Instruction für den Militär-Empfänger^und die Partie - Ossiziere, in Beziehung auf den Empfang und den. Transport der Ebräer- Rekruten. I. Ueber den Empfang der Ebräer-.Rekrnten und ihre Haltung a y d em Or te der Rekruten aush ebun g. §. 1. Der Militär - Empfänger hat besonders dafür za sorgen, daß der Empfang der Ebräer - Rekruten nach den,

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