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Der Orient · 1846-02-12 · 7 (12.2.1846) · p. Spalte 99-100

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
7 (12.2.1846)
Date
1846-02-12
Page
Spalte 99-100 (sequence 2)
Language
German
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99 Studien. Der gefallen habe, ist der Spruch des Allmächtigen". (Nach der Übersetzung unter der Redaktion des Dr. Zunz.) Und so die Spätem z. V. Nehemia 1, 5: „O Allmächtiger, Gott des Himmels, du großer und furchtbarer Gort, der bewährt den Bund und die Huld denen, die ihn lieben und seine Gebote beobachten". bedeutet, der Gott, der alles in der Welt erhält und ernährt durch den segenreichen Regen und Thau — das größte Bedürfnis der damaligen Ackerbauenden und Viehzucht treibenden Menschen in dem heißen Orient, wo alle Bäche und Brunnen öfters austrockneten. Daher der Ausdruck Jakobs in dem Dialog, den er (V. Z) mit eröffnet. I M. 48, 16: „Der Gott der mich geweidet" auf Mutterbrust, jedoch wagt er es nicht von der allgemeinen Etymologie abzuweichen und vereinigt pjp1? HD die Kraft des Ueberfließens, wie die Brust dem Säugling. (Gesen. unter Wir leiten 7^ ab von dem von Gesenius a. a.O. aufgenommenen „ungebräuchlichen Staiwnworts arabisch, benetzen". Wahrscheinlich kommt das chaldäische von diesem Worte. Die Stammsylbe mit Tlles- Vorschlag ist das was das hebräisches'^ die Ergießung. Targ. 3 M. 17, 4 0*1; :TO KOT ibid. V. 13: ff.^) " So wie OT von NN arabisch frOT krank sein; So wie vYt£? öon rnV arabifd) eben sein, so VT^' von rn&4 arabisch benetzen, befeuchten, Nahrung geben. Des starken Bedürfnisses des Regens halber, heißt es auch bei ftder Belohnung und Bestrafung: WW' | rx jnn a’1? nm«ni idd n'.i' x->) nwn nN “ßy!! noD-vpixb ■fhjrTr&nv; Man erlaube uns (außer im Jjob, der Menge wegen) die Stellen durchzugehen, wo vsrkommt: Das erste Mal : 1 M. 17, 1. bei Abraham. „Ich — Jehova — bin Gott Schaddai — — Ich werde einen Bund einsetzen zwischen mir und dir und dich vermehren über die Maßen. Das zweite Mal ibid. 28, 3. bei Jizchak. „Und Gott Schaddai wird dich segnen und dich fruchtbar machen, (vergl. „IVOfält. Erndte".) Das dritte Mal bei Jakob ibid. 35, LI. Gott (Jehova. ■ **) So ft)v. SOTf£K> von dem arabischen mit Alef-Vorschlag. Siehe Gesenius unter Von den Egyptern wurde der Nil, als eine Gottheit'verehrt, weil er mit seinem fetten schwarzen Schlamm die Felder düngte und befruchtete. Vgl. Jes. 23, 3. -p^p “rtrPlP jnt. — Das arabische säugen, dürfte von 'm\üf u. bem präpof. Vorschlag des Lammed Herkommen; daher das h e b r ä L s ch e der Saft, die Fettigkeit. Sollte dies nicht auch der Fall sein mit meyrern Wörtern, als , M?? Name Schaddai. 10 y vergl. - 28,;21) sagte zu ihm: Ich bin Schaddai, sei fruchtbar, Könige rc. Das vierte Mal bei demselben, id. 43, 14. Gott Schaddai gebe euch Barmherzigkeit re* Das fünfte Mal bei demselben ib. 48, 3. Gott Schaddai erschien mir in Kanaan und segnete mich rc. Das sechste Mal bei dems. id. 49, 25: Von dem Gott deines Vaters, der wird' dir beistehen , von Gott Schaddai, der wird dich segnen mit Segnungen des Himmels von oben, (Regen) mit Segnungen der Tiefe, die unten' lagert; Wasser-- quellen. (Spr. 8- 28. „Quelle der Liefe"), mit Segnungen der Brüste und des Schoßes. Endlich wo Mosche von dem Patriarchen spricht. Das siebente Mal ibid. 6,1: „Und der Allmächtige sprach zu Mosche : Nun sollst du sehen, was ich thun will an Pharao, denn durch starke Hand soll er sie erlassen und durch starke Hand soll er sie treiben aus seinem Lande. V. 2. Und Gott redete zu Mosche und sprach zu ihm: Ich bin der Allmächtige (rnrp' *0n). V. 3. Ich zeigte mich dem Abraham Jizchak und Jakob in der Eigenschaft eines altgütigm Gottes ’HtP; meinem Namen pupp nach bin ich ihnen aber nicht kund geworden". Wer mag nun nicht die Deutlichkeit in diesen drei Versen erblicken —- da Jehova jetzt seine Kraft zeigen will; den Patriarchen aber immer unter Schaddai als der segnende, der weidende, kurz, als das alte gute Princip; als der später anerkannte Allgütige erschienen ist — mit welcher Yntfif als der Allgütige, gegenüber nbT* als der Allmächtige hier bezeichnet wird? V. 4. Ich habe als Schaddai sowohl (o;n) den Patriarchen das Land Kanaan zugesägt. V. 5. als ich auch (M) als Jehova die Weheklagen ihrer Nachkommen gehört rc. V. 6 so sage ihnen: Ich bin r»rp, ich werde sie auch (d. h. als solcher) .wegftihren hervor unter den Lastarbeiten Mizrajims, euch erretten aus eurer Sklaverei und erlösen mit starker Hand und mit großen Strafgerichten. — So oft Mosche von der Allmacht Jehova's,spricht, von der einzigen Kraft, die er besitzt (^,^1 rD ff-)/ hat er dabei nicht ein einziges Mal v-j&y erwähnt, Beweis genug dafür, daß Schaddai nicht dieMacht, d er All m ächtige bedeutet. Diese Macht drückt er mit nipp aus. Wenn Jehova nicht die Eigenschaft der Allmacht, und Schaddai nicht eine von Jehova verschiedene Eigenschaft enthalten soll, so finden wir keinen Sinn in der letzt erwähnten Schriftstelle— 2 M. 6, 3 — welche eine Einleitung ist zu der Rede Gottes, in welcher die Großthat verheißen wird, die in der ganzen israelitischen Bibel hindurch als eine That geschildert wird, zu welcher die größte Kraft, Macht und Stärke erfordert worden ist. Die Eigenschaft des Ewigseins —- welche man in rprp finden wollte — wäre bei dieser Großthat nichts weniger als logisch richtig angewendet, ebenso wenig als die Eigenschaft der Allmacht — welche man in finden wollte, bei den Patriarchen, wo immer von Segen, Spenden, Fruchtbarkeit die Rede ist. — Alle alte Kommentatoren und Exegeten bemüheten sich, einen Sinn heraus

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