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Der Orient · 1846-02-12 · Heft 7 (12.2.1846) · p. Seite 46

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 7 (12.2.1846)
Date
1846-02-12
Page
Seite 46 (sequence 3)
Language
German
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— 46 - thätigkeit Xjat er sich in unserem Andenken eilt dauerndes Denkmal gegründet . Sanft xnhe seine,,Asche. — Wir wir soeben Horen, soll sich in den testamentarischen Bestimmungen des Verblichenen, eine noch weit größere Hochherzigkeit als in seinem Leben , bekunden j da wir aber nichts Näheres hierüber haben 'erfahren können , so behalten wir unS einen ausführlichen Bericht noch vor.. ..... L. Kberfchlefien, im Januar...(Verspätet.) In der jetzigen Zeit, wo das Gewölke des Judenhasses zuweilen den Horizont verdüstert, ist eö um so eher der Mühe werth , jede erfreuliche Aeußcrung eines humaner: Sinnes zur öffentlichen Kenntnis) z,l bringen. In Breslau verstarb am 13. Deeembcr verwichenen Jahres, Herr W o tf L ö w e n th a l, der sich des allgemeinen Vertrauens seiner Mitbürger erfreuend, durch sieben Jahr da§ Amt eines Stadtvorstehers und durch dreizehn Jahr bis zu seinem Lebensende, das eines Kämmerers ehrenvoll bekleidet Hatte. Die Theitnahme, die sich bei seinem Hinscheiden und nachher kund gab, war eine allgemeine, ohne konfessionellen Unterschied, ein schönes Zeugniß für den Hingeschiedenen. Der Magistrat des Ortes, die Geistlichkeit , die Honoratioren , die Schuljugend , so wie überhaupt ein großer Theil der Bürgerschaft, schlossen sich trotz der damals gerade sehr ungünstigen Witterung, dem Leichenzuge an. Dberschlefien, im Januar. Die Kreuzritter der Mode-Reform sind wie aus religiösem Gebiete so überall im Unrechte. Ein solcher gebärdet-sich gegen Herrn Dr. F., und die oberschtcsischen Rabbiner wieder gar seltsam, (A. Z. d. I. Nr. 1. auch die „ehrlose Lüge" geifert wieder das. Nr. 4. und wirst mit talmudischcn Floskeln um sich, daß Einen Himmelangst wird, ohne jedoch den Vorwurf der „ehrlosen Lüge"/von sich abwalzeu zu können, und doch muß die Allgemeine Zeiümg aus Unpartheilichkeii , ihm das letzte Werk gönnen) und weiß , daß er bald protestantisch inguisitorisch werde zurechtgewiesett werden./ Sie sind im . Unrechte, mein Herr, die Rabbiner hätten viel zu thun, wenn sie Alle, die sie mit Koch bewerfen, und noch bewerfen werden, wiedertegen wollten; und war es ja von jeher das Loos des orthodoxen Juden, von bösen Menschen mit Koth geworfen zu werden. Wir wollen hier nur unser Beileid bezeugen, über „die Brust voll bittern Ernstes und über das gepreßte Herz und die feuchten Augen und 'die bockssüßige Boskoknnst". O man möchte zerfließen vor Wehmuth, es ist ein wahres Herzeleid! Hättet ihr doch lieber gelacht, wir würden es euch gegönnt haben. Haben wir doch auch gelacht über das Komödienspiel zu Frankfurt und über die herrlichen Witzworte der geistlichen. Akteure, und über die Eisenbahnfahrten und jüdischen D ichterinn cn, die Hazardspiele und freund lieh, ausgeglicheneil Differenzen zu Braunschweig ltnb Trier re. Haben wir doch bei allem Ernste des Gegenstandes, | darüber lachen müssen, wie ihr es gar nicht verschmerzen könnt, daß der an Geist euch überragende nnd ehrenwerthe Hr. F. uns seine Freunde und StrebenSgcnoffen nennt, dieser selbe Herr F., der Mann der Wissenschaft, dieser selbe Herr F.,' der, wie ihr sagt, wer weiß was Alles früher gethan hak, und. jetzt anders thun sott. 'Ferner , meinen Sie, die Früchte der Orthodoxen seien morsch und auswüchsig, und sind wieder im - Unrechte. Bei.den .Modernen , da steht M oder obenan, währerrd bei den Alken zumeist lauter alte - erprpbte Frucht zn finden ist» Endlich wollen Sie nicht an Leben glauben in todten Leibern, und sind abermals im Unrechte. SolcheöWunder sehen die Orthodoxen tagtäglich. .Die maaßlosen Reform-W ü t h c ri ch e sind iodte Leiber, nach dem wahren' rabbinischen Ansspruche: wriO Dn^nn D^'nn und doch leben sie und machen viel Lärmen um Nich t s. Ja um Nichts; denn ihr ganzes Leben und Streben ist Nihilismus oder Vernichtung. Was wollen sie denn Anderes, diese Herren, in bntm jeder Funke jüdischen Glaubens erloschen, als Nichtsthun, als sanktionirte Freisprechung von lästiger .Uebung jeder jüdischel: Pflicht, als Umsturz aller Schranken des heiligen und heiligenden jüdischen Gesetzes? Was wollen sic denn Anderes als Schinken und Wurst essen, als unjüdische fleischliche ' Vermischung, als Entweihung der Sabbate und Festtage, um in irreligiöser Gemächlichkeit ungestört dem ekel haften Götzen der Sinnenlust und Gewinnsucht zu opfern? Sie brüsten sich mit Hebung des Gottesdienstes, Gebet und Syuagogenordnurrg. Ist es ihnen aber ernst damit, oder thun sie es nicht vielmehr nur darum, weil auch die herrschende Kirche Gottesdienst und Gebet hak? Stechen nicht ihre, während der Wochentage ganz verschlossenen Tempel, oft selbst an Sabbaten und' Festtagen verödet da, kaum die erforderliche winzige Zehn-Zahl ausnehmend, wie wir von ehrt ich eu, Organen des Juden thumS erfahren? — Die Orthodoxen, möchten sie, sollen ihre modernen Tempel füllen, während sie ihren Merkur anbetend,' in 'ihren. Kaufläden den Sabbat heiligen. Und solche Männer des Nichts schelten am meisten über Gemächlichkeit und Nichtsthurr in Sachen des Glaubens l O Zeiten! o Sitten! Euer Thun ist Vernichtung, Zerstörung. »tttid D’HyJ O wolltet ihr lieber gar nichts thun, cs stände um das Judcnthum besser: nhtyb nwrn urh 'htiin.n'ytnb nw. '' Aber wahrlich, man wird solcher Nihilisten bald übersatt; und es ist unerquicklich gegen die vordersten Reihen der Reformwnth anzukämpfen, um wie viel mehr erst gegen die Schaar ihrer Troßbnben. Wir müßten wirklich sein, würden wir unsrer Zeit im Handgemenge mit ihnen verschwenden. Zischet nur ihr Schlangen, und sprühet Gift und Galle, schmähet immerhin, wir werden kein Wort mehr verlieren. Eure Schmähungen sind, in den Augen jedes Rechtgläubigen, für uns Ehreusäuleu. Ein obersch le si sch er Nab b in er.

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