Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 6 (5.2.1846)
- Date
- 1846-02-05
- Page
- Spalte 89-90 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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89 90 Studien. Iah. — Der Lntignosticksmus bei den Lannaim. Schließlich bemerken wir, daß man wohl annehmen kann, daß das Mappik in p'» einzig und allein dem ausgefallenen Nun seine Entstehung verdankt, und somit einen Beweis siir die Richtigkeit unsrer Etymologie des Worts abgiebt. Wäre rP eine Verkürzug für p^p^ so hätte das He kein Map. bekommen. Wenn ein He am Ende eines Wortes quiefciren soll durch ein Map., so muß es nach einem Pat. Furtivum stehen pmjD I Plim P»:L-— In dem He fem. rn I P/ I PPlft steht ein Mappik, weil dies He eine Bedeutung hat, die hervorgehoben werden soll durch einen Nachhall, Es ift suffixum norninum, als stünde | ^PT)^ |frOP~rp2 £Tpfc oder eigentlich statt ihr Namen, Als bloße Verkürzung für tfp oder für p^p aber, hat das He inPP keine Bedeutung , es müßte daher p'» ohne Map. heißen — Das Map. in pp steht demnach einzig und allein für das fehlende Nun. So auch pp üon PP3. r^P —pj==pp ist Stammsylbe von pp^i oder s. v. a PP.3P. — Daher ist das He in TVb# ohne Map., weil es Verkürzung ist für *|pv Stünde r ■ T . dies pp für den Gottesnamen p^> hätte es auch das Map. für das unaufgelöste Nun gehabt.*)» Punktatoren befürchteten, daß dadurch der Sinn des Wortes pDi^’ geändert werden würde, werde nämlich wie zwei Wörter ausgesprochen werden, ließen sie das eine ohne Punkte stehen. — So dürste das Objekt in wegen des Namens» fehlen. Er möge ein Richter, ein Herr werden! So p). So wählte Salomo die nom, pr. jvr* und lyP für die.Säulen vor dem Tempel, Gott möge das Haus auf festen Fuß stellen; in ihm ist Kraft fjr'12. (Kimchi zu i Kön. 7, 21.) — T@o hat man, um den Hamen zu vergrößern, häufig Buchstaben eingeschoben pfpp, p-"TTP\ DfiZSK, »on 2«. und pDP/ mit emgeschobenes: orrr^N wie in mehrern Wörtern pt£/b“n | mi2H£'. So wahrscheinlich der Name pWp, Es sollte ursprünglich ]yzi^V^iPN’P heißen, dann pPNP, p^P5v aber 'lvegen des Omen: Sehet" Elend l nannte man ihn lieber p^Kp, seht ein Sohn! und ließ sich mit dem Spruch der Mütter 'für das Uebrige begnügen. Ingleichen p Schmerzenssohnz des Omens halber Sohn des Glückes, des Beistands, oder nach Mehrern für — Mehrere Abänderungen und Versetzungen entstanden des Omens halber. So für Selbst 'im Rituale hat man Verkürzungen und Versetzungen von späteren Rabbinen ausgenommen. pV“|, welches wahrscheinlich für Ppp hat gelten sollen, um nicht das Tetrag. vollständig zu schreiben, hat man wohl — weil es Unfall bedeutet — transponirt zu Ipl und vn& verkürzt zü ptt. Es l)ätte fyeU ßen sollen n/ p^'^'lP PIW pPNV nun heißt es: lpl PZPLLPP. Siehe Heidenheim im pstkNQ zu dieser Stelle'. *) Es scheint, daß die Römer die Bedeutung des pi von p^ auch kannten, da sie ihren „ältesten Gott" Janus nannten, wie „Adonis, von pK". —- Janus schaffte denFrieden herbei mittelst Krieg und Sieg: pi kommt bei Mosche nur bei. Krieg und' Sieg vor, 2 M/l5, 2 und 17, 6. — Janus wird mit zweiKöpsen, einem jungen und alten, vorge- Wir sind der Meinung, daß man beim Orientalisten das unaufgelöste Nun doch etwas, wie durch die Nase, gehört hat. Daher, kommt es wohl, daß man es in manchen Wörtern auch aufgelöst findet, besonders im Chaldäischen. Wenn sie ein Iaha stark aussprachen, war es ihnen als sagten sie wirklich Jana, wenigstens dachten sie an das Wurzelwort. Daher die Kraftausdrücke bei Iaha, wie auch bei Jehova. Außer den schon erwähnten Phrasen als: pi ppEil ^ij? PP | j’DPi I mrp PPH I ION Pi'2 I PUPP, bemerken wir noch Jes. 42, 5: 'bi.11 niPP j 5>NH PON HD und den Ausdruck Ps. 22, 20 'Hl'W. (Fortsetzung folgt.) Literarische Aualekten. Die Spitze des Aritignostkcksmus bei den Tannaiten Ln der so eben erschienenen trefflichen Monographie von Dr. Gratz, betitelt: Gnosticismus und Iudenthum,^) ist R. 'Akiba's Spruch in Abot bni “) sinnig und tief Erläutert. Treffend bemerkt Hr. Gr., daß nach Ansicht der Gnostiker, in der Periode der Mischnaiten, des Menschen Lebensziel und Aufgabe die götttliche Erkenntnis', d. h. die durch intellektuelle Anschauung bewirkte Durchdringung der höchsten Mysterien gewesen sei, weil nur die Gnosis des geistigen Menschen würdig,während das Thun, insofern es'als Lebensaufgabe einer irdischen oder hylischen Natur erscheint, gerade das Nebel ist, nämlich' wenn die That nicht als Ausfluß der höchsten Erkenntniß auftritt. Als Gegensatz dieser gnostischen Ansicht erscheint der erwähnte Ausspruch: „Und alles Lebensziel liegt im Thun", d. h. nicht die bloße Erkenntniß oder Gnosis, nicht das bloße Wissen oder die Spekulation. Aber wenn nt#y?3 hier, wie in andern ähnlichen Sprüchen und Lehrsätzen, richtig erfaßt werden soll, wenn es in seiner umfassenden Bedeutung, wie es zuweilen den Ausdrücken »TOn und ,-,pD entgegengesetzt wird, begriffen werden soll, so müßte genau erst entschieden werden, ob die der That gegenüberstehende Erkenntniß eine von der Schrift unabhängige, außerhalb derselben, etwa in der Philosophie, zu suchende sei, oder ob die unter Gnosis zu verstehende Erkenntniß nur innerhalb der. Schrift und als Ausfluß ihrer höhern Fassung genommen werden muß, worüber Hr. Gr. sich nicht ausgesprochen, und mithin das gegensätzliche nicht genügend erklärt. Möge hier daher der Kernpunkt der Gnosis, wie man ihn zur Zeit der Tannaiten stellt: bei den Rabbinen heißt es, Jehova kommt sowohl als junger Held als als Greis vor jpn piiro. — 1) Gnosticismus und Iudenthum. Von Dr. H. Gratz. Krotoschin, 1846. 8. 2) Abot e. 3, 19.