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Der Orient · 1846-01-29 · 5 (29.1.1846) · p. Spalte 75-76

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
5 (29.1.1846)
Date
1846-01-29
Page
Spalte 75-76 (sequence 6)
Language
German
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TD Gebet auch von Seiten der österreichischen Regierung ein ’ Befehl ergangen, daß man dasselbe gar nicht , beten solle. In einer Anordnung über Rabbiner -, Schul -, und Synagogenwesen heißt cs nähmlich 111-., daß alle jene Gebete, welche Haß gegen andere Nationen einflößen, wie jenes'Alenu leschabeach anfangend, untersagt werden. Die Gelehrten sollen neue Ausgaben der gottesdienstlichen Bücher besorgen, welche, die Bibel, ausgenommen, mit dem E. Texte gegenüberstehender deutschen Uebersetzung versehen und von der Censur gut geheißen sein müssen."); 4. Ursprun g des Gebetes Al.enu. Die Entstehung dieses Gebetes reicht allerdings bis ins hohe Alterthum, so daß schwer zu ermittlen ist, wer der eigentliche Verfasser ist, daher auch einige so weit gehen und es dem Josua zuschreiben , der es verfaßt haben soll, als er Jericho eingenommen, wie wir bereits gesehen haben. Sieh (no~pn nn'Ti /d) «nb t"a;nb, >»» es tjcijit b bnj roty "idin 't plan mibij'b -idin nibsrin rpp U'b “DIpD mtb -pä p. b bp L" inn' L'27L' ny&ja upn yisrnw ’nyDE'i lopDiNnao.n UNI. 'l UW iÖW 'W U'b 'y JTlDD1? inUUp UW. Q 2NNI upb Nin 'n D’jnuj. Läßt sich diese Vermuthung nur sehr schwer oder gar nicht bestätigen, so ist doch wenigstens,, mit Mendelssohn zu reden, so viel gewiß , daß das Gebet 'Alenu schon zur Zeit des zweiten Tempels existirt haben muß, indem, wie bekannt, in den Hauptgebeien der jüdischen Nation, die unter dem Namen Tesilot Schmone Esre bekannt,, seit der Zeit der Männer des großen Raths, die zu den Zeiten des zweiten Tempels gelebt haben, keine Veränderung vorgenommen worden. Dies Huldigungsgebet am Neujahrstag wozu, das Gebet als Einleitung bestimmt ist, macht sicherlich eines der wichtigsten und feierlichsten Gebete der jüdischen Nation aus, und man kann versichert sein, daß es am Spätesten von den Männern des großen Raths , Id. i. zur Zeit des zweiten Tempels eingeführt worden sein. Am Wahrscheinlichsten scheint es mir aber aus den DTTNnypn genommen. Sieh ilsp .»Tn NlpM , 'DH ND .'ly 'm und Mannheimers Gebetbuch S. 485. Wenn wir von b e m &ebete reden, so glauben wir, daß diese Floskel EPi&y u. s. w. von demselben Verfasser ist; denn es wird dieselbe schon im Abudirahim. S. 84. citirc v'b tDib U'b "iDlNl (l? niaiis-n bu bi ’bu -pin nnx 'w djidh ba U’bui, JM E'T N bbv p b DDD1, NU!?' p'11 bn UW b 'nab ’JsbQ'inntyD iw.b« 'yw-u Kin piDD. — Auch findet sich dieselbe in der Uebersetzung Manasse den Israels, folglich muß es ihm so Vorgelegen sein. Auch scheint Men- 16) Siehe Philippson in Busch's Jahrbuch 1843. S. 50. 17) Hier fehlt der Ausdruck ONh wie der Zusammenhang zeigt. Vielleicht findet es sich aber in einer altern Ausgabe des Abudirahim. Mir liegt die Prager 1777 vor. Die älteste obwohl sehr seltene ist aber nach de Rosst 1489. vel 1490. Diz. degli aut. ebrei T. I. p. 59. 76 delssohn dafür zu sein. Es ist übrigens durch die Schreibart des N'p&y, -pey töw,; und des Sichbedienens der Bibelstellen ersichtlich, daß es Einen Verfasser hatte, und daß es sehr früh gegen Götzendiener verfaßt sei. Später als man den Juden unter so.vielen Lastern auch die aufgelegt, durch ihre Gebete andere Confesst'onen zu beschimpfen, die sie bedrücken, haben sie dasselbe ausgestrichen. 5. Gebrauch des Gebetes Alenu. b Früher und zwar bis ins 14te Jahrhundert wurde'Alenu nur am Neujayrstag gebetet. So finden wir bei Maimorudes dasselbe nur am Neujahrstag. Auch bei Abudirahim. Sieh Mendelssohn. Die Einrichtung, daß dasselbe am Ende der Gebete gesagt werden solle findet sich erst bei o to a. a. O. idw nfenn A^uch rm.) c, i. p. 37 bn uru ftjunni rten ühmm rowh Im Gebetbuch - Manse. der alten Synagoge zu Frankfort fehlt.dieses Gebet noch beim Morgengebet. Es wurde also früher nur beim Morgengebet gesagt, wo dann später auch die Einrichtung kam, es auch Abends, zu sagen. Sieh nite tjj 'd 44. nrm d^dh nnW 'd.) :m\öb yia ~p mpj p l9) Ferner bezeugt Wülfer, daß dasselbe jeden Montag und Donnerstag, so wie am Neujahrs-- tag und Jomkippur zwischen 10—11 Uhr mit großer Solennität gesagt wird. Sieh Hosmanus, Schwer zu bekehrendes Judenherz, P. 1. §. 50. p. 134. So wie aus der angeführten Mcnr'sch. Synag. zu ersehen ist, daß man in Worms dasselbe bei einer Beschneidung gesagt habe (Sieh Minhagim)-. Forschungen ■. - ■ - . ü ber verschiedene Gegenstände der jüdischen Literatur mit Bezug auf die kritischen Mittheilnngen Rapaport's in seinen veröffentlichten Biographien. Bruchstückliche Notizen aus dem Nachlasse von M. H. Landauer. (Fortsetzung.) 1) In dem Pijjut 7>rw»j .riDw, so fängt Rapaport an zu argmnentiren, steht das Akrostichon: 18) Der rühmlichst bekannte Gelehrte' Herr Mos.' Brück theilt mir so eben mit, daß er, (in der nächstens von ihm zu erscheinenden Schrift), der Ansicht wäre, diese'Floskel sei erst später zu den Zeiten der Kreuzzüge hinzugekommen, wo^ der Druck so schwer auf den Juden lastete. Durch Obiges mag diese Vermuthung widerlegt sein, wenn wir noch hinzusügm, daß man in Zeiten der Kreuzzüge und der besondern Nolh dieses Gebet auf noch lebende Völker, auf die Unterdrücker, die Unmenschlichen bezog. Wir machen bei dieser Gelegenheit die jüdische Welt auf diese Schrift des Herrn Brück, welche die Geschichte aller täglichen Gebete gründlich und umfassend bespricht, aufmerksam. 19) Daraus ist zu ersehen, daß -p npJ p by eine spätere Zugabe ist, womit wir auf Brück verweisen. Studien. Das? -Gebet 'Alenu^

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