Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-01-29 · 5 (29.1.1846) · p. Spalte 71-72

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
5 (29.1.1846)
Date
1846-01-29
Page
Spalte 71-72 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/8555529-9897631-9897635--4364-3531965
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

71 Das Gebet Alenu. 72 Studien. Die kleine Genesis. lirj. TtQ.ÖGnsw okmg Tra Äoyca ti?s Evag,■ozikEinoftv- (tcov qy aßr6 yLoy&ov Kai 7tsivrjg. kctvxä'' (ihv dyaTcrjTS , Giconüv apeivov ,■ ozi %ui aicoTrfjg, cog TtQoeiQfirca - %vyyavovGiv a%ia. \ Ei f«) ßovksi Kal Gv Kiyeiv ozi> yvvccTua h'kaßsv 6 ’Adcift %va \.iv\ Icp £T£{3cj tcov Jwoöv zQCiTtrjöstcti* 6 ocpig cervo Kztjvovg EQTtsxcov sysvEzo, ysiQcig ze Kal jcoöctg bkskti]xo. ’Ayri- ■Qsfh}- 6s zavza öid zo TOÄfi^roV ,slg zov naQaösiGov slgsXd'ElV XCil 5«5 TO TCQCOTOg (X7VO . TOV ^vlov XaßELV zdl cpayslv, rO ’Addp dcTtEOoßei zu nsrsivu kui za SQTtSzä Gvvrjys ZOV KttQTtOV SV TtaQdÖElGCp Kal GW zrj yvvttiKi civzov tfGd'iEV ctvzov. Tavza [t,ev ovv iva pr} Isyco Kal?ezi %oklco Ttksiova zovzcov 7} ksnxii diE^EiGi yivsGig uXfi uepsg avzu' T05§ ydg otvcoGovv syKVTCzovGi zrj dyiu yQacprj yskcog avziXQvg öokovgi Kal TtaCyvia. „Die kl. Gen. aber sagt, . daß Adam unversehens von dem Baume genommen und gegessen und gar nicht auf die Worte Evas geachtet habe, weil er ganz ohnmächtig , gewesen sei von Mühe und Hunger. Aber es ist besser, mein Lieber21), dies zu verschweigen, weil es, wie gesagt, des Verschweigens würdig ist. Wenn du nicht etwa auch sagen willst , daß Adam eine Frau erhielt,'damit er sich nicht zu andern Thieren wende; daß die Schlange aus einem Vierfüßler ein kriechendes Thier wurde, daß sie Hände und Füße hatte , daß ihr aber dies genommen wurde, weil sie verwegen in das Paradies ging und zuerst von dem Baume nahm und aß; daß Adam die Vögel und das Gewürm verjagte, die Früchte, des Paradieses sammelte und davon mit seinem Weibe aß. Dieses , um. nicht noch mehr anznführen, erzählt jene kl. Gen.; doch laß das fahren. Denn die auch nur ein wenig in die h. Schr. geblickt haben, hatten das für Lächerlichkeiten und Spietereieu^. Bem. In diesem verwerfenden Urtheil über die kl. Genesis erhalten, wir eine ganze Reihe von Notizen, in denen uns bis auf das über die Schlange Gesagte Alles neu ist. — Daß Adam sich zu andern Thieren gewendet, ehe er die Eva erhielt, ist bekanntlich eine in den Midraschim sehr verbreitete Ansicht, oder Allegorie, wenn man will. s. Jebam. 63 a.. — Zu den andern Angaben hingegen habe ich keine Parallele gefunden. Man begreift auch — wenigstens nach der gewöhnlichen Vorstellung der Alten von dem Paradiese ek. Sanh. 59 b. 'Dl /D THN — nicht, wieso Adam ernüdet sein konnte. - (Beschluß folgt.) 21) Er redet einen Schüler an, dem das Buch dedicirt ist. Zur Literatur und Geschichte -er Judenverfolgungen. Mitgetheilt von Deuts ch. (Schluß.) Auch Wagenseil behandelt in seinen t6Ü3 i^neis satanae das Gebet Alenu' als ein gegen Christen und. Christus gerichtetes, obzwar er mit-mehr Kälte zu Werke geht. Er citirt aus dem yy (von Vital) eine ganz andere Formel dieses Gebetes, als: 7) :nm m “idn: din p'-» bibDvnmD-öni d^dd D’nn. niDNDDi n-iN!3!3) d’ndd : noi nnnD "nttfQ!?n- D’banai nbm? nai Dipi -©y ”ib djij;d D’paii ioa bar mbar □•aaia mab nan yw b ba DW n'DD ub ll'INNVvl D’yYD UHJN bx , ll'QL'D! niq Danxn anxi b’bxn '.bx nixasf 'n DDnan dw wnp b’aya axaa b lar diwi dw ,bn.in nb ibi om wx bv ow n'b mw bi pKiii DW3 b '2 -nnm najm mxanm nbnm niwi maim 'Dl b^DDHl nbban welches gerade hinlänglich beweist, daß es nicht gegen Christen ist. Ferner citirt er die Stelle aus Nizachon e. 348. p. 192r iNip n’? v'iLv.i i1? to pm bn . NnaajD yrw Nnpj iJDwbi a'ii’ w Nipj njiivb d-w? an’nib'b Uebrigens schlägt er der E r st e, vor , daß man alle Juden, die älter als 13 Jahre sind, mit einem festen Schwur, den sie wörtlich nachsagen sollen, belegen, daß sie mit keinem Wort gegen Christus und seine Mutter schimpfen und spotten sollten, welchen Schwur man dann jährlich wiederholen sollte, wodurch sie dann gezwungen sein werden, sich wohl aller Lästerungen, als auch des Gebets ^Alenu zu enthalten, wodurch der jüdischen Ungebühr gegen die christliche Religion auf einmal abgeholfen wäreb). Auch Schudt S. 244 hat sich über das Gebet 'Alenu versucht und behauptete die Juden lassen ein Zeichen nach damit der Drucker das nicht verstehe, wie geschehen ist im Schwabenland, Anno 1592 in einem Marktflecken Dannhause n(?); da haben sie (die Juden), eine Druckerei (???) aufrichten lassen und gemeldete Lästerung ohne Scherz drucken , aber man ist ihnen hinter dem.Bubenstück gekommen und man hat ihnen die Druckerei sammt dem 1) Siehe ferner Wallichs Bericht in d^er Mair'schen Synagoge u.s. w.iunten. Es ist aber unstreitig, daß das 'Alenu später verschiedene Formeln angenommen Hat. So Buxtorf die Formel NW b’pn rf'DD ab 2'INN^Ql C’JT.O 13N? 'Dl D’DtyD “D2 ND31: pNH “1D11 * * * * * * 8 D'O't» HÜD. 3« nib'H '□ ist die gormet baa HDD NDDI. Sm Mbubiwlttn Qiinnra jrwt; b b\ Siehe w. unten. In den Minhagim des p'-niv heißt es s'NLl. D’BE;2 HD3 KDD1 Mca wnü' i'ip’am.— 8) Wie aber der abzuhaltende Eid abgefaßt sei findet sich in Wagenfeil in seiner äemonstrstio vkristinnn S« 197.199.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.