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Der Orient · 1846-01-22 · 4 (22.1.1846) · p. Spalte 53-54

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
4 (22.1.1846)
Date
1846-01-22
Page
Spalte 53-54 (sequence 3)
Language
German
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53 Wülfer C. 1. p. 309 sehen kann2), und seit damals zieht sich diese Beschuldigung bis heutigen Tages noch fort. Wie überhaupt alle Anschuldigungen, die im Mittelalter durch Juden, und zwar durch getaufte Juden, gegen Juden sind veröffentlicht worden, so tief und fest im Volke wurzeln, daß wir noch jetzt im gebildeten Jahrhundert Ausbrüche von Wurh zu überstehen haben. Wir erinnern nur an die ewige Blutgeschichte, die wir ein anders Mal besprechen werden. „Noch eins, heißt es ferner, muß ich anzaygen, damit mich die Juden nicht selbst wegen lügen strafen, und sagn ich Hab die Sach' nicht recht gethan, ich verstehe ihn nicht io wy ich zu amen Überfluß hier schraibe, wenn sye von Jesu reden hängen sye allemal niO'’ bann nennen sye ihn abgekürzt welches 316 dagegen habn sye in abgemalten elf Worten ein Wort, das haißt p^, welches ebenfals so vyl bedeytet. Daran schließt sich nun der Streit im 17. Jahrhundert zwischen Fried r i ch Samuel B r e n z e n 3 4 5) und S a L omon Zewi ^), wo ersterer unter vielen andern Verläumdungen auch die oben erwähnte anführt, die er eben von da genommen, wie wir gleich aus der Antwort des Salomon Zewi ersehen werden. Sie lautet in K. 5 p. 4 z N'n nnw DDNQ'.T IJ'by DND 'WIPP DJ"N l2.i"ZU p’m ton TU -pi )in bjhj 't"j? pNH n p» pN dtd nf pnJN Dia . D11W.1 ’Donp inj IN' njpp)u to p’p pbn ~iddd 'jtn bNa iD’a njn n'D dny P'T in oj; )jn / pn nau jw piN .1J1D"D'D nx nJib ’PD TN NT byDD D'OEO npi DtyiDl INJ -n D"I1 D'DL' iJJJJJIp-'D “PD pTlOpNJ DjTi bNa n^n pN 'iE" 1’IN Np' pip hyp“ -zNn 1JT11 NT bjlDD’n jyDDDyn D'N DJ)T TL?' TOD Dyn T’IN “IDTD D’H 1DDD }PV , DD’ip p’N TU1T 1P dn~ Djjjnn njn Nunrin n\pdjn noicn b&.niye/~\ "b;: p'TT Gestützt auf solche Autoritäten beginnt nun Eisenmenger sein feuriges Mannöver gegen das ganze Juden- 2) Dort heißt es „daher es auch Luther weiß, zu dessen Zeit er gelebt." ■3) Bre nzen schrieb im Anfang des 17. Jahrhunderts: „Jüdischer abgestreifter Schlangenbalg, d. i. brüderliche Entdeckung, Verwerfung aller Lästerung und Lügen, deren sich das giftige jüdische Schlangengezieser und Ottergezücht wider Christen erlauben u. s. w. Durch Samuel Friedrich Bre nzen, getauften Juden und hochgraflichen Oettingschen Diener. Nürnb. durch Balthasar Scherfer 1614, das zweite Mal bei Knorzen 1680. 4) Jüdischer Leriak durch S. Zevi auf Uffenhausen. Derselbe ist mir jüdischen Lettern gedruckt -j\y .^yn Dm ns p’N DJJDbpi DJNJ'J pN'i^D nycy'n” p. idd P'll EJD’J pjjnJNDE'DjyJJH U? PN PjTDD'D DNTSti p’N ND1D Beide sind mit Anmerkungen Wülfers erschienen, und ich werde bei Gelegenheit noch auf dies Werk zurückkommen, wo wir dann mehrere Notizen bringen werden. 5) Und natürlich noch viele andere als: Ditrich, Schwabens jüdische Dokumente. Ferdinand Heß Judengeißel, wozu . Alberti Anmerkk. geschrieben. Hosmanus Sygismundus, Schwer zu bekehrendts Judenherz. Christian, Glaube und Unglaube 54 thum; indem er nämlich haarklein aufs Deutlichster aufs Evidenteste beweisen will, wie die Juden Jesum hefel worik nennen. Er ist ganz entrüstet über die Einwürfe des Sa l. Zewi und spricht: Hierauf antworte ich, daß der Rabbi S. Zewi ein verzweifelter Bösewicht gewesen sei, welcher in seinem jüdischen Teriak auch die bekanntesten Dinge zu leugnen und zu verdrehen gesucht, wie dann der Juden Gebrauch ist mit allerhand erdichteten falschen Ausflüchten sich zu entschuldigen, wenn ihnen ihr gottloses Wesen vorgehalten wird u. s. w. Solcher Gestalt schreibt auch der Rabbi S. Z e v i die Unwahrheit wider sein besseres Wissen, denn obschon in einigen jüdischen Büchern gelesen wird, daß das angezogene Gebet A le n u le sch a b e a ch von Josua sei, gegen abgöttische Völker gemacht, so sei dies dennoch nicht erwiesen. Gesetzt aber, sie könnten es beweisen, so wäre es ganz -gewiß, daß sie es nach der Zeit Christi gegen denselben gerichtet , wie solches in Herrn Wülfers Anmerkungen über den jüdischen Teriak pag. 311, 312 ganz Sonnenklar zu sehen, allwo aus dem mehrgemeldeten in der Nürnbergerischen Bibliothek befindlichen geschriebenen Commentario über den Machsor und die Selichot über die Worte hefel worik des berührten Gebetes. Diese erschrecklichen vom höllischen Drachen geschriebenen Worte stehen Neu TL" N»n tobnai b'P NnDD’jn.ton te» '’tddjd pm Aus welchen teuflischen Worten es unwidersprechlich folgt, daß solche Lästerungen auf Christum gerichtet seien. Ferner heißt es S. 84., Was das Wort *np\ anbelangt, so sollst du wissen, daß manchmal müD ndD) steht, wie in dem obgedachten alten Prager Machasor fol. 6. c. 1, des ersten Theils, und dem allhier zu Frankfurt a. M. im Jahr 436 d, k. 1676 mit der deutschen Uebersetzung in Quart gedruckten Machasor fol. 13. Col. 1 auch anderswo zu lesen ist, damit die Uebereinstimmung der Zahl damit vermeint werde. Ja es giebt Juden, welche nicht haben wollen, daß das Wort Jekaro in dem Gebet stehen bleibe, wie aus dem Kommentar und aus Wülfers Anm. p. 311 zu sehen ist. Es lautet: .HDD 301131 D'HDKS' pn) bw eH' DH *0 np1» 301Ö1 2tuf solchen morschen Stützen führt er nun fort seine Gebäude zu bauen, und nur noch folgendes. „Was das obgedachte Aussprechen gegen Christen und gegen Christum betrifft, welches von den Juden bei Aussprechen obgenannter Lästerworte geschieht, so wird in einem allhier in Frankfurt in Quart 457 nachher Juden Jahrzahl d. i. im Jahre Christi 1679 gedruckten Gebetbuch, welchesSiddur tefile bered; Jeschara genannt 'wird, und das Rabbi Jechiel Michel hat ausgehen »lassen, fol. 73 Col. 2 geläugnet, daß solches gegen Christum und gegen Christen geschehen, und lauten die Worte daselbst also: . Tj'by pn 'ui rßtsn-w nonj p’N pn rwb U’by PTJ'JJ"N ^NTL" pnN nj? N’Tl DDND’J pJ p 'W M rc. die alle bei unserem Gegenstand einer Meinung sind; daher wir sie nicht näher besprechen und auf ein anderes Mal auf^ sparen.. . Studien. Das Gebet 'Menu. 4*

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