Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 3 (15.1.1846)
- Date
- 1846-01-15
- Page
- Spalte 39-40 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/8555529-9897631-9897632--4346-3531929- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
39 40 Studien. Etymologie des Namens Iah. da sie an seinen Namen als rl^ dachten, von dessen Bedeutung: der Allmächtige, dessen materielle Hülfe, von jeher, auch ihr größtes Bedürfniß war, sie . sich nicht trennen konnten. Wenn sie auch in ihren Reden die Epitheta aussprachen, welche andre göttliche Eigenschaften bedeuten, dachten sie sich doch den, dem diese Epitheta, nach seinen verschiedenen Eigenschaften, beigelegt worden sind,-als ihren Jehova, denAllmächtigen, „den Namen" dem Ehrfurcht gebührt, die höchste Kraft, in der alle göttlichen Eigenschaften begründet sind: 5 M. 28, 10; 1^) mm -DCfir . So heißt es 2 M. 23, 2: impD W *0 , die Eigenschaft, die in meinem Namen liegt, ist in ihm. Der Engel soll sie führen und sie'sollen sich auch auf die ihm, zu diesem Zwecke mitgetheilte Kraft verlassen. Die Eigenschaft des. Ewigseins kann hier nicht gemeint sein. Daher V. 27: HN . Diese größte der Eigenschaften, der Jnnbegriff aller andern, die in dem Namen liegt, flößte ihnen die Ehrfurcht in dem Grade ein, daß sie Gott selbst nannten, gleichsam der Gott, der den inhaltreichen großen Namen führt, denn der Name war ihnen gleichsam Bürge dafür, daß der Benannte wirklich die Eigenschaft besitzt, die der Name andeutet. So wird auch die heilige Lade, die Gott vorstellte, der voran zog, UVf genannt. Auch vielleicht UV/ ohne Artikel in 'HDT* Dttf npjn mfND "M ' — 3 M. 14, 16: Das Wort steht hier vielleicht geradezu für d. h. in diesem Sinne. — Vgl. QL/ 1 M. 11, 4, nach Heidenheim: eine Gottheit — so wie die Samaritaner Gott nannten. Vielleicht soll auch in dem Satze 5 M. 28, 58: nvT fiN nrn Nnum tdjh dot m j« fürchten diesen Ehre und Furcht gebietenden Namen, den Jehova, das Wort , ebenso für stehen. — Da der Gott der Hebräer nur diesen einen Eigennamen hat: mm —■ denn die andern Ausdrücke, als , , ^np sind Epetheta — daher heißt es auch nie «nty Dty — die später als Gott im Allgemeinen gebraucht werden; das Wort ^",-4 bedeutet blos Herr; pft und Gott — so ist der Name mm/ nach obiger Etymologie, der Allmächtige, oder der allein Mächtige, so glücklich gewählt als es nur möglich sein kann, denn, ganz einfach liegt auch die Eigenschaft des Ewigseiens in dem Sinne des Worts. Als die erste, die höchste Kraft, ist er „von Ewigkeit her" und da ihn als Schöpfer Niemand verdrängen kann, ist er auch der letzte, „bis in Ewigkeit" wie Jeschaja sich ausdrückt: 43, 10: nw üb mnNl btt 'fob WH o. -— Daß er nun als Schöpfer und Ewiger, der alleinige Gott ist, mußte dem einfachsten Menschen klar werden, wenn er jenen Namen kennt, •w JH1 '2* gar zu philosophisch wäre es aber, wenn mm blos das immerwährende Wesen enthalten sollte, und man h.iervon schließen solle, daß er demnach die Kraft besitze, die zu der Hülfe erforderlich ist, die man sich von ihm verspricht, und die, damals besonders, das größte Bedürfniß war; auch von seinem Ewigseien schließen solle, daß-die-Götter der anderen Völker keine Götter seien, von denen man Schutz und Hilfe erwarten könne. Das Wort [aber bedeutet zu n äch st die Kraft, die Oberherrschaft, und begründet, wenigstens für den mehr Gebildeten," alle göttlichen Eigenschaften in dieser Obermacht. So hat David dieses kurz ausgedrückt mit den.beiden Wörtern TO Psi 68, 5, Iaha ist sein Name oder sein Wesen. Nach ihm Jeschaja 26, 4 -na mrp TO O , denn Jehova ist Jaha, ein Fels für die Ewigkeiten. — Daß Q ist pleonastisch, wie | rim* (Gesenius a. a. O. unter Q Lit. A. 5). So :iwni nnN.N,im. — Poetisch schön ist der Ausdruck: ein Jaha ist er, d. h. dies ist sein uralter Name! Im Munde der Orientalen hörte man das 2, durch die Nase, im starken - Ausdruck des mappik, . wohl wehr als bei uns. — Diese Eigenschaft war unfern Ahnen besonders theuer, weil Jehova mittelst dieser, der beste Helfer war, wie Höschen sagt: 13,19: -]rw "pt$p *0 *0 , Dein Verderbniß ist Schuld, denn was mich angeht, -q vj, ich war immer dein Helfer; wie es bei Mosche heißt 5 M. 8, 18: rD *]b frtfn N1HTO , und wie Jeschaja 52, 6: Wahrlich mein Vylk soll meinen Namen, mein Wesen erfahren, wahrlich an jenem Tage, denn Ich bin es, der da (immer) spricht: hier bin ich. — Nein, nicht das Ewigsein liegt zunächst in dem Namen mm, sondern die Urkraft, daher der Eifer gegen andere Kräfte, als die alleinige Macht: 2 M. 34, 14: wn Nip btt )m Njp mrp O tin bttb mrwn ttb Du sollst nicht anbeten einen andern Gott, denn der Allmächtige, Eiferer ist sein Name, der eifervolle Gott ist er (auch), d. h. er läßt seine Rechte, als rti 1 , die Obermacht, nicht kränken von Ohnmächtigen: btt ~ ttb 6 M. 32. — Hier sagt Mosche deutlich, daß in dem Namen Jehova die Kraft liegt; denn wer fühlt hier nicht, daß er an den Sinn des Wortes Jaha denkt in dem Augenblicke, da er das Wort >op ausspricht — so Jeschaja 63, 15 : -pNJp mN — und nicht an den Sinn des Worts HiFi. —. NJp und hat Mosche fünf Mal, und auf seinen Ausdruck ist, in Hinsicht der Bedeutung des Namens rj’irr* am meisten zu achten. — Als Folge dieser Obermacht ist „Er es"; denn als Jaha ist er Schöpfer der Urkräfte. Alle Principien sind in ihm vereint, daher heißt es auch 2 M. 33, 19: Ich zeige dir alle meine Eigenschaften, wenn ich den Namen Jehova nenne; mein ganzes Gut, mein ganzes Wesen: b% TOJW-Utt niiT DSJO WlpT -pjs£. — (Fortsetzung folgt.) '