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Der Orient · 1846-01-15 · 3 (15.1.1846) · p. Spalte 37-38

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
3 (15.1.1846)
Date
1846-01-15
Page
Spalte 37-38 (sequence 3)
Language
German
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37 Studien. Etymologie -des Namens iZH- 38 einfach/ deriknige aus, der ihn Zuerst annahm I M. 14 22. pN) DW.-rap TO'. Jehova ist die höchste Kraft; Gott, der Alles erschaffen hat, was im 5Aimmel und. auf der Erde ist — ein deutlicher Bezug auf alle Naturkräfte. — Diese Bedeutung hat das Wort:p|3* in Kal: die obere Geavalt gegen Andere ausüben, andere verdrängen *). Es mußte .jedem Kinde nun einleuchten, daß die-Götter der Andern keine Götter seien, da das Erschaffene nicht die Kraft haben könne, die dessen Schöpfer hat und da die Wiedervernichtung jener ja von diesem abhinge. Erst Mosche mußte vor dem Volke, das die Verehrung der Vielgötterei wieder in Egypten erlernte und vor „Kleinmuth und schwerer Arbeit^ den Namen 7 also das Wesen des Gottes ihrer Väter ganz vergessen hatte, (07 no 2 M. 3, 13), von der Einheit Jehova's von Neuem predigen und ihnen sagen, daß er es allein sei vj.k Nin, daß es keinen Gart mehr gebe r-py dv&n pNl, ich tobte und belebe, verwunde und ich heile, (5 M. 32, 39)/ d, h. alle Principien sind in ihm vereint, denn er ist der .Schöpfer, die obere Gewalt und somit ist er NNN Eine'.ganz einfache Folge von der Eigenschaft der höchsten Kraft, Schöpfer des Himmels und der Erde, war es auch -bei Abraham, daß. er von Ewigkeit her ist, die Urkraft, ^N**) 1 M. 21, 33 und somit der Gott aller Naturkcaste ist, also .einzig. Daher jener huldigende Ausruf HUT D^nb/N Iosua 22, 22 Gott der Naturkräfte der Sterne und der Planeten ist Jehova; er hat sie alle erschaffen und ist mithin der wirkliche, der Allmächtige und der einzige Gott, der sie wieder zu vernichten vermag, denn er ist mrv»—rr—rrn — Und selbst diese einfache Idee war jenen un-philosophischen Menschen noch zu hoch; sie wollten ihre Gottheit sehen. Mosche mußte ihnen sagen, daß er ihn zu sehen verlangte-; Gort selbst habe ihm abix gesagt, daß ihn kein Mensch sehen könne und am Leben bleibe. — Zu jenem Begriffe, daß ec die Götter vernichten kann, kommt noch. *) „t^nn hy pinn "rin^nn" Ben-Secb im V D'usn&'ri. '*) Wie M'' 5 M. 32, 7 u^y vy Ies. 26, 20. tfoy hx ist so viel als hx v o r der Schöpfung, Spr. 8, 23. So nnN übtyO Psi 93, 2. p .D^D Ies. 63, 16. — E w'i g heißt IJN üblj/ö Psi 90,.2: „vonEwigkeit bis zu Ewigkeit^, oder -jyi Db/y. — ist die älteste oder auch die späteste Zeit, eins von beiden, p^y 8N, die Kraft oder der Gott von Ewigkeit her, die erste Kraft. Dieses liegt auch in rU” wie obenerwähnt. — p^y % soll hier, bei Abraham, auch'das Negative ausdrücken: die Götter der Heiden sind nicht, wie Jehova, von Ewigkeit her. Diesen hat Abraham nicht inN, denn dieses ist eine Folge von ^rpnnrU'i, bet Himmel und Erde erschaffen hat, und von seinem p^y ^N, der erste, also der einzigste, da keine Kraft ihm gleich ist. Der Sinn der Worte Abrahams O'Dt^ njp piNl liegt auch in den ersten Worten Mosche's, nämlich I M. 1, \r denn es hätte heißen können: Im Anfänge, da die Erde wüst und öde war rc. — Nach der Schöpfung nannte er Gott erjt mn\ Die Schöpfung soll gleichsam als Beweis für diesen Namen, für die Urkraft gelten. — daß er seine Feinde verdrängt, vernichtetTTONnb VNJE71? tibwDf; welches ja in dem Worte ^-auch liegt. Daher die Ausdrücke K-nö | pn^ inD ff. Um so passender war der Name nJP oder als das Wort gleichsam die Hauptidee in der Vielgötterei bestreitet, daß unter den Göttern nämlich einer ist, der das Gute hervorbringt und wiederum einer, der nur das Böse -will, die Vernichtung in der Wett schafft, die Strafe, welche gesühnt werden muß, koste es auch Menschenopfer. Offenbar tritt Ieschaja, wie schon erwähnt, mit jenem Ausdrucke yp ‘NID gegen diese Jdre auf. Er sagt hiermit deutlich, daß es nur ein einziges Princip gebe, nämlich Jehova, die obere Kraft, er schafft alles, übt mithin auch die Vernichtung aus, wie er der Schöpfer des Friedens, des Glücks und der Glückseligkeit ist/ .D)bü> rwy* So enthält das erste der zehn Lehren: -erstlich die Kcaft (der Erlösung aus pi^p), zweitens das böse Princip (k>op hx als Eiferer, Rächer, -Richter); drittens das gute (-;ON r\ü/y)y endlich auch, daß er immerwährend ist — "\)i rf?x% da ihn Niemand vernichten kann. Da nun in dem Zeitwort n^P der Sinn liegt, die herrschende Macht über Andere haben,, die obere Gewalt ausüben, so rst die Bedeutung des Gottesnamens p°,v — folglich auch die des NIN), als derselbe Name — keine andre als: der Allmächtige, omnipotens. *) Von dieser Eigenschaft Jehova's wird überall in der Schrift fast ausschließlich gespc ochen. Z. B. Ps. 89, 9:;-p j ppp rDDD '0 wer ist, wie Du ein Starker, 0 Jaha! — häufig steht ein Psik nach dem Worte, das hervorgehoben werden soll; in den Psalmen besonders nach Jehova oder nach einem Prädikat Gottes. So fr B. Ps. 50, 6.: pDD'-J Ü'rhx D, ibid.141, 8: mir I "l'bx D, ibid.7, 6: j I'lN — Ferner 2.M. 17, 16: hy "p D denn eine Kraft ist bei dem Thron Jaha's d. i. bei ihm. — -p steht ja unzählige Mal bildlich als Kraft: 2. M. 14, 31 -pn, Ps.76,6 ppp-p, Ijob 27. 11 hx'TQt Ies. 28, 2 -pp — Ferner 2. M. 15, 2: — vy IDfiy HD1-rjDnbö.lfif’N - - m -- Daselbst H22 mNJ.niiT ■pD* ff*. 3er. 16, 21: hv dn pyniN mn1 10L7 D 1J/T1 TOJ riNO. Ies. 40, 26. DMKV 220 HD ynixi Micha 5, 3: ddp jiNjDmir tyanmi -syn Ps. 28, 8. föh ly. rprp Jehova ist ihnen die Kraft, die Festigkeit, wie es heißt: jy ,rnr6 nrnDyn. Mosche leitet sein letztes wichtiges Gebet ein mit folgenden Worten 5. M. 3, 24: Herr! Gott! Du hast begonnen Deinem Knechte zu zeigen Deine Größe und Deine starke Kraft (wörtlich starke Hand), denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der thun könne wie seine Thaten und wie seine Wunder? Und so sind alle Bücher der heiligen Schrift vorzüglich voll der Eigenschaft der Kraft, häufig in Verbindung mit der Kraftlosigkeit der Götter der anderen Völker; denn diese Eigenschaft Gottes schwebte ihnen vor Augen in dem Augenblick, ’) Üeber das Epitheton als der Allgütige, im weiter unten Folgenden.. 3 *

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