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Der Orient · 1846-01-15 · 3 (15.1.1846) · p. Spalte 35-36

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
3 (15.1.1846)
Date
1846-01-15
Page
Spalte 35-36 (sequence 2)
Language
German
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36 35 Studien. Etymologie des Namens Iah. Worte,, das. bftr Namen ihres! Höchsten und einzigsten Gottesbezeichnet, durch ihre Vokalsetzung, den- Stempel der höchsten Unvollkommenheit aufgedrückt haben können? Gesenius (HW. 4 ed. unter “DW) nennt, das Wort HTP wie in Nr.^ schon erwähnt ein Unwort*). Als Wurzel des Worts nehmen wir aber nicht ein Wort an, das Sein bedeutet Das Sein, das Dasein,, das unveränderliche oder das immerwährende Wesen -- und soll dieses obendrein in einem Fututurum liegen, etwa in Folge eines Schlusses, daß ein Wesen, welches kein Ende haben wird, auch keinen Anfang gehabt haben könne und somit ewig sein mufftdiese Vorstellung ist für die Kindheit der Menschheit zu philosophisch um in einem Namen zu liegen. Wo die Schrift die Bedeutung dE Eigennamen nach deren Ursache angiebt', ist diese ganz einfach. Die Einfachheit derjenigen Menschen, welche den Namen Jehova am ersten kannten, liest sie an jene Eigenschaft nicht denken. Daß eine Gottheit nicht stirbt, wie sie, sahen sie täglich und sprachen daher nicht von seiner Unsterblichkeit oder Ewigkeit. Die Sterlle und alle die Naturkräfte, welche die Heiden anbeteten, wurden alle für immerwährend gehalten, sonst, hätten sie. sie nicht/für Götter angenommen. Wo. aber die Eigenschaft Ichova.'s hauptsächlich zur Sprache kommt, ist es immer — nach dem damaligen Begriffe von einem. Gotte,— die Eigenschaft der- Kraft, des Helsens im Kriege., des Erlösens von, Tyrannenhand, des Richtens , des Strafens, dke Macht der-Wunderausübung und des Herbeischassens der. Nahrung. Auch die Eigenschaft der Langmuth und. Güte für diejenige,, die seine. Allmacht erkennen, sind Folgen.) seiner- Größe.,- seiner unumschränkten und allherrschenden Gewalt,.mittelstwelcher er alle Eigenschaften besitzt und das Gute sowohl als das Böse. — beide Principien — schafft. Ieschaja 45, 7: „der Frieden stiftet und Unheil schafft, .jn' NID) ich, der Allmächtige, thue dies alles^. Also Schöpfer des Guten sowohl als des Bösen, d. h. als die größte und erste Kraft, sind alle Eigenschaften in ihm vereint. Daher | Gott, non Krast> ^7^' Herr von rechten. Daher die Prädikate ^Drr| *V33.| N3 NMcy j “P3N4 -113.1 |!J? [ |,, l'änter Kraft bezeichnende Ausdrücke. Man lese die letzte Ermahnung Moscheh's 5 B. M. vom vierten, bis zum zwölften Kapitel. Unter allen da vorkommenden Eigenschaften Iehova's zeichnet sich die Kraft fast ausschließlich aus. Des Ewigen., des Immerwährenden geschieht keine Erwähnung,. .auch nicht da, wo alle seine Eigenschaften, von ihm selbst aufgezahlt werden, von welchem die erste bis' ist, 2 M. 34, 6. So heißt esB. 4'S}(. 14, 17: „Und *) Dieses ist es auch wenn es von und dieses ist auch rlV wenn es vom HX abgeleitet wird', ebensowohl als rp mit Mappik, . ein Unwort ist, wenn es als eine Verkürzung, für. genommen, wird. (Es hätte dann wohl ’X} oder geheißen). Endlich, würde n\ auch ein Unwort sein, wenn .es. eine Verkürzung für gewesen wäre. nun möge sich groß-erweisen die Kraft des Herrn- \m m N sowie du-, geredet -und gesprochen re'. Nun folgen alle jene Eigenschaften, nachdem Mosche geboten, daß Gott die Sünden verzeihen solle, um seine Kraft vor-aller Welt zu zeigen, daß die Völker — die ihren Göttern die größte Kraft beilegten, wie auch die Namen | j CH&y }1$* | andeuten — nicht sprächen, aus Kraftlosigkeit ^3O dieses Volk in das Land zu bringend. So beiden Spätern, selbst wenn der Güte und der Langmuth Erwähnung geschieht,- wird alsbald die Kraft hervorgehoben: z. B. Nachum X, 3 N3' ^7.11 D^DN4 '■pN. So ist das -Buch Ijob voll der Weisheit und — der Kraft Gottes. — Daß in Lobsprüchen, in poetischen Vorträgen und an mehreren Stellen — WW der Betende oder der Redner oft in dem Ruhme von der Größe und Allmacht Jehovas unerschöpflich ist, z. B. N3üni min t3n.in bis4.“! — auch Vorkommen muß, daß er, als der Schöpfer der Welt, der erste war und auch der letzte sein wird; daß er ewig regieren werde und dergleichen Phrasen mehr, z. B-r Ies. 9/ 5 „Wunder, Berather, starker Gott, ewiger Bat er — eigentlich Vater der Ewigkeit, d. i. von Ewigkeither/, mithin.Schöpfer aller- Naturkräfte — Fürst des Friedens" ohne welche Eigenschaften seine Allmacht ja auch eine Einschränkung erleiden würde, ist ganz in der Ordnuug. Dieses kommt aber, in Verhältniß der Stetten, wo von der Kraft und Allmacht Gottes gesprochen wird — Man lese nur das Buch Ijob — zu selten vor und ist zu wenig hervorgehoden, um es als seine Haupteigenschaft anzusehen, hat also mit der Bedeutung seines Namens nichts gemein, enthält auch nichts Philosophisches. Zwei Stellen, welche Bezug auf die Bedeutung des Namens rp,-p haben, 1) 2 M. 3, 15: rpHN* 3t£\s4 rprifc* und 2) ibid. 6, 3: ■ idePI ■ □ni? ,7^'', werden wir, bevor wir schließen, konsequent hiermit, ausführlich besprechen. Als Stammwort des Gottesnamens p? nehmen wir das Wort TX an. Man vgl. nn von riX , D& von rDtt, rjft. von und dergleichen zahlreiche Wörter mehr, die, seitdem sie aus ihrer Zweisylbigen Wurzel mit durch die Weglassung dieses Runs— gleichsam eine Verwerfung der Nunnation der fremden Sprachen — zu einem einsylbigen Worte gebildet worden sind, nie vollständig, mit ^Vorkommen/ So allgemein die Vielgötterei auch war — so viele Naturkräfte als es gegeben, so viele Gottheiten werden verehrt — so entstand mit der Annahme des Gottes nirp'rp, wie ihn Ieschaja '(12, 2) nennt, doch von selbst die Idee eines einzigen Gottes, weil es in dem Namen P1JP liegt, die obere Kraft, bie Obermacht; er ist der Schöpfer, der alle Naturkcäste erschaffen hat, mithin sie wieder-verdrängen, vernichten kann — vgl. n3vn 37H | 7rp DW. Daher M. ein Vorgesetzter, Oberherrscher, Regent — und ist somit der einzige Gott, nämlich die erste Kraft, die Kraft von Ewigkeit her, die Urkraft, unter dessen Gewalt alle Naturkräfte, als seine Geschöpfe, als sein Eigenthum, stehen. So drückt sich, ganz

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