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Der Orient · 1846-01-08 · 2 (8.1.1846) · p. Spalte 27-28

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
2 (8.1.1846)
Date
1846-01-08
Page
Spalte 27-28 (sequence 6)
Language
German
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28 27 Studien. Jehova Adonai. -— Die kleine Genesis. beisammenstehen und wußte, daß diese Autoren Jehova ausgesprochen haben, denn sonst hätten sie ja D^tt geschrieben, so wie er auch gehört, daß der Hohepriester am Versöhnungstage, im Allerheiiligsten, Jehova aussprach — selbst dieses ist schon Beweis, daß Schwa, Cholam Kamez die eigenen Vokale, sind, da der Hohepriester den Namen Gottes nicht mit falschen Vokalen aussprechen wird — mußte Jehova für ein nomen ineffab. hatten, oder den Sinn des Worts, oder die Eigenschaft Gottes, welche in diesen Namen liegen solle, für ein Geheimniß halten, weil er nirp öon mn abl eite te. Wir möchten die Worte des Talmuds hier anwenden , daß Daniel sich geirrt habe: tyDtyrQ nyü bttOl. — Derjenige, welcher Jehova von pnr ableitet und Jehova ausspricht, in der Meinung, daß es die Lokale von Adonai sind, rhut als spräche er Jehovi aus, mit den VokaUn von ELohim. Beide waren „Unwörter". Daß der Talmud oder die Rabbiner nicht verboten haben, Schaddai auszusprechen —wo Jehovah doch sagte OJtt- — auch nicht verboten Elohim, El, Iah' auszusprechen, bestätigt auch, daß fie n?rT> als ein Geheimniß hielten, weil sie die Form des Worts mit dem-Wesen desselben nicht in Einklang bringen konnten, Sie mochten sich vielleicht auch gedacht haben, daß Gott dem Mosche selbst den Sinn dieses Namens nicht sagen wollte und dieser auch nicht wollte, daß man Gott bei diesem Namen nennen solle. Um so mehr solle man lieber Adonai lesen, wie Daniel gethan, da selbst der Gotteslästerer gelinder behandelt werden muß, wenn er dadei Adonai und nicht Jehova ausspricht, da es heißt: 3pji mn\ — . . Da der Hohepriester ebensowenig wider die Gesetze.Mosche handeln durfte als Jeder andere, so beweiset der Umstand, daß er Jehova aussprach, daß ein. Mlsverständniß des Satzes 3 M. 24, 16 damals nicht Statt gefunden hat. Der Sinn des Worts war noch kein Geheimniß, sondern Schwa, Cholem, Kamez hielt man als grammatikalisch richtig, weit man wußte, daß mrp von abstammt und daß nicht die Wurzel des Worts ist, und somit mcht daran gedacht hat Adonai für Jehova zu lesen. Aehnlich wie die Samaritaner, welche, weil sie das Jod in Jehova für Jod Futurum hielten, wonach Schwa Chol. Kam. nicht paßte, ein andres Wort, angenommen, nämlich Schima, nahm Daniel Adonai an, und nach ihm die Masoreten und Punktatorcn, die das Wort wie Adonai konstruirten, weil sie, wie jeder andere im Texte Adonai in mente setzten, wo Jehova stand, indem, sie alle den Sinn dieses Wortes mit Schwa Cholam Kam. für ein Geheimniß hielten. Da aber Jaha im Leben, wie anfangs erklärt, zu Jehova überging, so sind diejVokale Schwa Chol. Kamez die eigentlichen ursprünglichen Vokale und nicht die Vokale von Adonai. Auch ist das Stammwort nicht pnp,,da Jehova von pp abstammt. — Nimmt man mit Gesenius an, daß ppp blos Erweichung ist für pppj — M. s. unter ppp Chet, wav, he — welches ohne Zweifel das richtige ist, so giebt es im Hebräischen überhaupt kein Verbum Unser müßte dann etwa von dem chaldäischen abstammen. Dann hätte das Wort M', aber eine chaldmfche Form gehabt; nicht Jod He, Waw He und nicht Schwa Cholem Kamez. Wäre das Waw in Stammbuchstabe und die Wurzel wäre pppj^ wenn ein solches Zeitwort existirte, so, wäre es auch gewiß pppp, Ieheve, punktirt gewesen, oder die Masoreten hätten "nicht das Wort Jehova ohne Bemerkung gelassen. Auch ist das Waw nicht verwechselt für Jod, denn pppp ist weder chaldäisch noch hebräisch. Es hätte wohl dann nVjv *rie Vokale von geheißen, wie nnH ^att ITH, 1 M. 27, 29 und bei all dem wären mit dem Jod Futurum nicht alle drei Zeiten mit einem Male ausgedrückt. Es kann blos: er wird, sein oder er ist; nicht aber er war, ausdrücken. Hätte man mit dem pineteiitum drei Zeiten ausdrücken wollen, so härte man dem Worte ja wenigstens grammatikalisch-richtige Vocale als z. B. Pnnj gegeben und nicht Schwa, Cholem, Kamez. Wir glauben demnach, mit Recht behaupten zu können, daß die Vokale, der Punktatoren—die dem Leben der Sprache am nächsten gestanden, die richtigen seien, nach denen es, für diejenigen, die nicht Adonai für Jehovah lesen, Jehova heißt, als Quadriliterum von Fi\ — *) (Fortsetzung folgt.) Die kleine Genesis. ■ Null (Fortsetzung.) . S(m 93. Tage der Schöpfung in der Sommer- Sonnenwende, wurde Adams Gehülfm Eva, von Gott in das Paradies geführt, am 80. Tage nach ihrer Erschaffung. Adam nahm sie und nannte fie Eva, d. h. Leben. Deshalb befahl Gott durch Moses in Levitieuo, ") Die Erweichung des Wav für Jod — vcrgl. die Verba ^2, welche im Arabischen Wav haben, wie statt im Hebräischen KIP — könnte auf den Gedanken führen, daß "IJp von "ljp abstammen und.NP 1 heiße, welches in Pausa punktirt wird, wie rß'V in Pausa Der Sinn 2 M. 15, 18 könnte sein: Jedova regiert ewig, bestimmt: d. h. so viel als: die Sonne z. 33. die „bei Tag regiert" — welche angebttet wurde — regiert unbestimm t; denn hs. *7TJJ pNn läßt sie Gott regieren; ihre Zeit ist aber unbestimmt, weil ihre Negierung von Jehova abhängt. Jehova regiert aber ewig bestimmt: ijy Könnte nicht auch das Wort r\Ti]3,öon "IJP!ömmcn in D^pnt-nny ebensowohl als in bestimmte Tage, Festtage, und pznp D'prn wäre; Bestimmungen — d. h. Verordnungen — und Satzungen,, nicht „Zeugnisse" wefches nur biblisch ist und wessen Sinn derjenige nur weiß, dem zuvor gesagt wird, daß in „Ieugniß" biblisch: Gesetz liegt/ —!

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