Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 1 (1.1.1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Spalte 5-6 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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5 6 Studien. Die zehn Sesirot. Kalir. Josr'ppon. das n^p'121 mß'iity der 10 Stämme nicht ganz paßt, dürften wir vielleicht eine Spur von dem pw\ nß^n finden. III. Die zehn Sefirot. Es ist unrichtig, wenn R. (Nifsim Anm. 41) glaubt, die mi'DD iwy bedeuten ursprünglich die verschiedenen Kräfte und Wirkungsarten Gottes. .— Daß Jbn-Esra die Astronomen bald mi'DD ''Eon,, bald 'MN miß nennt, ist sehr eillfach. rni'20 bedeuten nach Jbn-Esra: Zahlen, rni'OO 'MN sind also die Arithmetiker, miß 'MN sind die, welche sich mit der Große beschäftigen, also Geometer. Weil nun die Kenntniß der Arithmetik und der Geometrie mit Astronomie nothwendig verbunden sein muß, weil jeder Astronom auch zugleich Arithmetiker und Geomeer sein muß, so nennt er die nvlß.l 'MN bald — bald —, und versteht Mathematiker überhaupt (NO^NN'MN) darunter.— Die Vermuthung (Nissim, Alurr. 14), daß die französischen Juden schon circa 200 I. vor Nabnenu Nissim und R. Chananel unter den Gliedern und besonders den 10 Fingern die.rni'20 l&yy verstanden, ist ganz unrichtig und gegen die Geschichte der Kabbala. Frankreich war damals schon der Sitz anthropomorphistischer Vorstellungen, aber von den mi'DD ür diesem Ausdruck wußte uran noch nichts, und der Bischof von Lyon that den Juden bei seiner Anklage kein Unrecht.— Auch in einen: Bi'D des mß\pp 'Hi'i nhtyü 'l (Naian, Anm. 36) hält R. miß 'DDD gleichbedeutend mit nn'DD 'MN, was wieder für jene Zeit üurichtig ist. übwü 'l mag unter miß 'MN die nbp ineinen, aber diese waren damit noch keine nn'DD 'MN UebrigeuS kann er auch dieTalnuldisten miß MN nennen, weil ihren Operationen die miß^/' ju Grunde liegen. — IV. Kalir. Da nun Saadja so schlechtweg i'ptt sagt, und auch die Worte aus 'dem MD ohne Bezeichnung ihres Ortes giebt, so müssen nothwendig zu dieser Zeit die d'm'2 des Kalir schon allgemein eingeführt, und deren Vers, hinlänglich bekannt gewesen sein. Nehmen wir noch dazu, daß Kalir in Sardinien gelebt, und Saadja den Jezira- Kommentar in b^2 geschrieben, so müssen wir auch zwischen der Abfassung und der Einführung einen gewissen Raum lassen. — Rapaport hat sich demnach bedeutend in der Zeit deS Kalir geirrt. Das myi nwD yvn in nunp. zu fo muß uun anders verstanden werden, als es R. und Zunz u. A. ansgelcgt. Ich glaube den wahren Sinn geftlnden zu haben. Es steht nämlich bei diesen m.Nß JTt£T) mzu nicht dabei, und der Vers. konnte etwas ganz anderes als Jahre damit gemeint haben, Lesen wir mm ipi JWß. jwn (das i'i iDti ipl), so ist das ganze Räthsel gelöst, was ich anderswo schon näher besprochen. —' Aber auch das rnxß in der Kina: 'n ^b npisn muß einen andern Sinn haben, als ihm R. geben zu müssen glaubt. Vpn diesem Beweis ist R. selbst in den Nachträgen zum Leben Kalir's zurückgekommen, weil sich die Worte Kalirs im Midrasch fanden (iS Emj« * * * Doch R. sagt in der vierten Anmerk, zu Kalir, er habe in Anm. 7 noch einen andern Beweis, daß Kalir nicht vor Scherira Gaon gelebt, habe. Schlagen wir also Anm. .7 nach. — Aber um Gottes Willen! wer wird denn aus einer Mücke einen. Elephanten machen? Hören wir den Beweis Napaporl's. Kalir spricht einmal von der Einnahme der Stadt Ml? Die Schreibart nDlv ist aber ein Fehler, die Stadt heißt in der Mischua HD!?' (unt den: 1 nicht u.ut dem i). Nu:: kommt aber die Geschichte der Einnahme dieser Städte außer beim Josephus nur noch bei dem jüdischen Josippon vor. Gerade aber dieser pD'DT hat auch den Schreibfehler nDll ergo hat Kalir den siO'ßl' benutzt und seinen Fehler abgeschricben; da nun aber PD'OI' in den ersten Jahren der jiNJ) ttl'l^ gelebt, so sällk die Zeit KalirS noch später. Wenn wir auch annehmen wollten, sagt R., daß durch einen ,,wunderbaren Zufall" Kalir, wie pD'OV, ein 1 für" ein 1 geschrieben, was schon schwer zu denken wäre, so wäre aber noch weit schwerer zu glauben, daß Kalir den griechischen Josephus gekannt, und aus demselben die Geschichte habe. Also N. — Wenn ich nun auch die Annahme jenes „wunderbarer: Zufalls"', daß nämlich Kalir unabhängig von pD'Di' ebenfalls ein 1 ^ür ein 1 geschrieben (was freilich bei dem großen Unterschied dieser Buchstaben unerhört wäre!), Hrn. N. nicht zumutheu will, so möchte ich aber doch folgende drei Fragen beantwortet sehen. Joskppon, ebenfalls Italiener wie Kalir, hat der: Josephus, wenn auch nur nach lateinischen Uebcrsetzungcn, stark benutzt. Da nun dieser, nach 9:* noch vor Kalir lebende Landsmann den Josephus gesehen^ und benutzt, warum halt es Hr. R. für so außerordentlich uurvahrschciulich, daß Kalir dm JosephuS gesehen? Zweitens möcht ich wissen: wenn denn R. durchaus keine zweimalige Verschreibung bei Kalir und Josippou zugiebt, warum wir nicht, wie es ja R. selbst bei Npi und (Kalir, Anm. 19) thut, eine gemeinschaftliche fehlerhafte Quelle (etwa ein hebr. Allszug aus JosephuS) aunehmen, und Kalir und Josippon den Fehler aus derselben abschreiben lassen könne::? Drittens möchte ich den Beweis hören, daß die 1*