Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 1 (1.1.1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Spalte 3-4 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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3 Studien. Nissim, Vater unv Sohn< 4 eingedrungen. Doch /noch mehr als sich R. von denselben versprochen , gewähren ff'e.' Sie sind n'm§ nicht blos für die Geschichte der Kabbala, sondern für mehrere Punkte der alten jüdischen Literatur überhaupt, von ungemeiner Wichtigkeit. Obgleich wir aus denselben lernen, daß sich R. in gar vielen Punkten geirrt, so wird ihm die Kenntniß derselben nichtsdestoweniger lieb sein, da es dem wahren Forscher mehr um die Wahrheit, als um den Ruhm der Unfehlbarkeit jit Lhun ist. — Die Punkte, über welche uns diese beiden Kvmmentare Ausschlüsse geben*), sind'folgende: '1) Wir/ erfahren Näheres über die ps6n mDD (grammatischen Schriften) des Saadja Gaon, von denen wir gar nichts oder nur wenig gewußt. — 2) Wir erfahren, daß sich R. in der Zeit des R. Etasar Ha-Kalir geirrt, da derselbe viel früher als um Vwn (970 n. Ehr.) seine ODiD verfaßt. Dieser Fund hat aber auch, wie wir sehen werden, noch weitere Folgen. — 3) Wir erfahren genau, wann Jakob ben Nissim, der Water des Rabbenu Nissim Gaon, gelebt, wissen nun daß N. die Geburt des Nabbenn Nissim um ein Bedeutendes zu spät gesetzt, und wissen auch, daß Nab. Haji Gaon in seinen Gutachten (Temim Deim §. 119) unter yp FjP.v nicht, den R. Jakob b. Nissim gemeint haben kann, da der seine gutachtliche Anfrage im Jahr ldV der sel. Aera (d. h. 997 n. Chr.) gemacht, und Jakob b. Nissim in diesem Jahr, falls er noch gelebt, ein Greis von wenigstens 90 Jahren gewesen sein müßte. — 4) Wir erfahren Näheres über den mythisch gewordenen Eldad Ha-Dani, und wissen nun, daß R. in seiner -Hypothese, statt Dpn — prpn"in der mit^n des R.ZeuiaclPGaon zu lesen, nicht ganz glücklich gewesen. — 5) Entstehen gegründete Zweifel gegen einige Angaben des ddtn 'im ■fict'cn deS Saadja Gaon. — 6) Wir bekommen Kunde von mehreren unbekannten Schriften, die Jakob b. Nissim verfaßt; lernen in ihm einen atlseitigen, großen Gelehrten, ^inen strengen Kritiker und ernsten Wahrhcitsfremld kennen. Ich gebe zuerst über alle diese Punkte Rechenschaft, und kehre dann erst zu der Bedeutung, den diese Kommentare sin der Geschichte der Kabbala für uns haben, zurück'. II. Zeit des R. Jakob b. Nissim und seines Sohnes des.Nabbenn Nissim. ■ Wpaport weiß über die Zeit dieser beiden Männer ") Dazu bitten wir den Leser, die im Orient mitgetheiltcn Bruchstücke aus demselben siJahrg..1845) zu vergleichen, da hier darauf Bezug genommen ist. Red. nichts Zuverlässigessi(s. Missiur Anm. 4); er hat keinen festen Haltpunkt. und muß sich nur mit Vermuthungen behelfen. Wir wissen die Lebenszeit des Jakob b. Nissim ganz genau, und zwar auS seinen eigenen Worten. Als Saadja Gaon von Egypten aus mit p pn^ p über -lvissenschastliche Gegenstände korrespondirte, war mm p Hpy, wie er uns erzählt, 20 Jahre alt. Im Jahr toV) der sel. Aera, d. i. 4688 n. Erschaffung d. W. (928 n. Chr.), zog Saadja nach Babylonien und -starb im Jahre oder im I. d. W. d'm (942 n. Chr.), also nach 14 Jahren seines dortigen Aufenthaltes. Bei dem Tode des Saadja war demnach Ppy mm p jimt allerwenigsten 34 I. alt, ohne Zweifel aber noch etwas älter, weil die Korrespondenz zwischen Saadja und seinem Großvater, wobei er von einem Alter von 20 Jahren spricht, nicht gerade vor der Abreise deö Saadja nach Babylonien , sondern wohl'auch einige Jahre früher (mm p Dpy sagt nur unbestimmt, Saadja sei damals noch in Fajjuur gewesen), geführt worden sein wird, so daß zwischen den 20 Jahren des mm p 3p}^ und der Abreife des Saadja noch einige Jahre zu zählen sind. Wir wollen übrigens davon Absträhiren, und mm p bei dem Tode des Saadja also riVn (942 n. Chr.), nur 34 Jahr alt sein lassen. Auch bei diesem Minimum von 34 Jahren zeigt sich, daß R. die Geburt des Sohnes mvp ohne einen Grund dafür zu haben, viel zu spät setzt. Er soll, so vermuthct R. , einige Jahre vor geboren worden sein. Anno /W» war aber mm p Dp^ zum allerwenigsten 82 Jahre alt, .und da wir es nicht mit mm (Wundern) zn thun haben, obgleich der Sohn Q^m heißt, so müssen wir um ein Bedeutendes rückwärts gehen. Lassen wir den Water bei der Zeugung seines Sohnes 50 Jahr alt sein, wobei □'»DJ um immer noch ein DUlpI p bliebe, so siel die Zeit der Geburt um rf'^TU Eben so unwahrscheinlich ist es nun, daß der tfix (m der rpwn Haji Gaon mjn-mon §. 119) mo.3 p npy' sei. Zur Zeit als dieser F)Pn eine Frage an 21 geschickt, war mm p npjr zunr mindesten 90 Jahr alt. Wenn er nun auch noch gelebt, so ist dies doch kein Atter, in welchen: Ulan nirwrrj ntaw nachholt. Als bwiSfin um um da§ I. sinn nach Kairewän ankam, traf er den DDJ im schonpn einem Alter von wenigstens 30, vielleicht aber auch von 40 Jahren und darüber an; und es wird nun wahrscheinlicher, daß mm Um in der Würde eines mn seinem Water, und nicht -dem sncccdirte. Den Dd^irnNiQ^ mag deswegen doch mm um durch erhalten haben, falls er nicht schon früher durch die um UQ hingekommen» In dem Namen der für