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Der Orient · 1845-12-17 · 51 (17.12.1845) · p. Spalte 813-814

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
51 (17.12.1845)
Date
1845-12-17
Page
Spalte 813-814 (sequence 7)
Language
German
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814 Kritiken. , Die Kabbala rc. Deutsch von Ad. Jellinek. 813 der Kar arten. Auch Nathan's, Raschi's, Ibn-Esra's und Maimuni's Stillschweigen könnte als Beweis dienen, wenn man sich nicht darauf beriefe, daß der Sohar bis zu feiner Verbreitung nur im Orient im Besitze Weniger gewesen fei. Der Eschkot Ha-Koferl ist im Jahre 1148 verfaßt. Kein Werk hat mit mehr Umsicht alle Erscheinungen des Iudenrhums berührt, oder Lhut eine umfassendere Kenntniß aller sich findenden Religronsrichtungen dar. Juda Hetz essi kämpft mit Bitterkeit gegen die Anthropomorphismen der Lalmudisten, und 'führt alles an, was sich im Talmud der Art Seltsames befindet, eifert und spottet, (des. 78. 79. 80. 81. 82. 83. 105. bis 124.) über jeden kabbalistischen Begriff des Midrasch und der Agada, ja auch des Akiba'schenAlfabetes *) und andere spätere Schriften und führt sie w ö r t l i ch an, die ch ald ä is ch e n Stücke gewöhnlich in's Hebräische zugleich übertragend. Und anbei kein einziges Stück aus dem Sohar! Und doch lebte er in Constantiriopel und stand in enger Verbindung mit dem Morgenlande, wohin von da oft gereist wurde und woher Reisende kamen, — wie er häufig cmsührt. Man wird wohl nicht einwenden, daß er nicht Ln die Kabbala eingeweiht gewesen sei; wäre er auch kein Kabbalist gewesen, so hätte er doch Kunde davon gehabt, wie seine ausgebreitete literarische Kenntniß beweiset. Ja noch beim Verfasser des Mibchar (1294), welcher das Iezira augenscheinlich inne hat (s. seine Anspielung auf die 32 Netibot am Ende des Pentateuchs), weiß noch nichts vom Sohar, der gerade damals schriftlich bekannt wurde.?*) Diese Wahrnehmung darf wohl für höchst beweisend anerkannt werden. Der weitere Inhalt des vor uns liegenden Werkes, die Analyse der kabbalistischen Lehren und die Erwägung ihres Vaterlandes oder Ursprungs halten wir für wohl gegründet, wenn auch die einzelnen Lehren, namentlich über Engel und über die Moralgesetze, noch eine größere Ausführlichkeit erforderten und die Argumentation des Verf.'s manche Schwäche darbietet. (Beschluß folgt.) *) Zunz, S. 168. kann hieraus noch ergänzt werden. Der Eschkcl Ha-Kofer citirt dies Werk als ein allgemein bekanntes, was auf ein hohes Alter schließen läßt. ’*) Auch Salomo ben Ierucham im 10. Säculum kannte schon die Dtiot und den R. Zischmaö l außerdem nennt er ein emn 'd und ein n.J p Dttf, welche demnach jedenfalls sehr alt sein müssen. Vom Sohar und von Simeon ben Iochai als Kabbalisten redet er nicht. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen. 1Z Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Lehr- und Pensions-Anstalt für israelitische Knaben, in Hamburg. Am 1. Oktbober d. I. habe ich eine Lehr-Anstalt eröffnet, deren hauptsächlicher Zweck Ausbildung für den kaufmännischen Beruf sein soll, und werde vom 1. Januar 1846 an eine P en si on §- Ansta lt damit verbinden. Den rcsp. Eltern, welche geneigt sind, mir Ihr Vertrauen zu-schenken, darf ich, gestutzt auf langjährige und mannigfache Erfahrungen, die Versicherung geben, daß ihre Kinder bei mir das elterliche Haus nicht vermissen werden, und daß nicht die wifsinsthaftlicheAusbildung allein, sondern die sorgfältigste Erziehung überhaupt das Ziel meiner Bestrebungen sein wftdj auch ist bereits für Alles, wasder Anstalt von Nutzen sein kann (gute Lehrer, zweckmäßiges Lokal mit Garten w.) gesorgt worden. Wegen weiterer Mittheilungen wolle man sich schriftlich an mich wenden (vorläufig pr. Adresse d. Hru. Dr. E. Kley, Direkt, d. isr. Freischule), und da ich mich für jetzt auf eine gewisse Zahl beschränke!, muß, werden Anmeldungen recht frühzeitig erbeten.. Mehrere an mich ergangene Anfragen veranlassen mich zu der Erklärung, daß ich meine Stellung an der israel. Frcischnle am 15. November d. I. verlassen, um meiner Anstalt eine nngetheilte Sorgfalt zuwenden zu können. Auf Verlangen wird der ProspcktuS den resp. Eltern zngesandt. Harnburg, 24. Novbr. 1845. Louis Sinron, früher Lehrer an der israel. Freischule. [141 ] Bei C. L. F ritz sch e in Leipzig ist erschienen: Nil n b 'i i d Wnth, mit deutscher Uebersetzung und hebräischem Commentare, von E. I. Blücher, Inspektor und Katechet an der israel. Armenschule und am Waisenhause zu Lemberg. Vorzüglich kaun dieses Buch durch die überrascherrde, glückliche Originalität in der treffenden Erläuterung vieler noch dunkler Stellen empfohlen werden. Preis 5 Ngr. (4 g©r.) oder 15 ^r. C.M.

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