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Der Orient · 1845-12-10 · Heft 50 (10.12.1845) · p. Seite 394

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 50 (10.12.1845)
Date
1845-12-10
Page
Seite 394 (sequence 3)
Language
German
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394 wartig betreiben - oder denen sie , -sofern sie noch nicht selbstständig, sich gewidmet, haben, statistische Ueberfichtstabellcn anfzunehmen und' ungesänmt vorzulegen. (F. O.-P.-A. Z.) Breslcru^ 16. Novbr. Beim besten Willen kann,, ich Sie mit der Mittheilung über die großartige und musterhafte Reformation nicht verschonen, die während der heiligen Festtage, Neujahr und Versöhnungstag, in unserer großen Synagoge vor sich gegangen. Aus dieser Mittheilung kann die zukünftige Nabbinerversammlung bei uns für sich ein Schema von Prineiplosigkeit abstrahiren, das ihren reichen Besitz an solcher vermehren wird; die fromme NV. in Baden mag daraus lernenwas bodenlose Reformen .sind, und das Publikum, möge sich au dem Schachergeiste, mit welchem über die Pijjutim gehandelt und gemäkelt wird, ergötzen, und die Prahlereien und Aufgeblasenheiten unserer Neforinaster danach beurthcilen. Hier folgen nun die berühmten Aktenstücke, welche, wie man sagt, die künftige RB. mit Goldlcttern anst Pergament schreiben lasten wird. Für die Neujahrstage ist folgende Nachricht für die Besucher der großen Synagoge bekannt gemacht worden.: „Für die Ordnung der Gebete am kommenden Neujahre bestimmt unsere Synagogen-Ordnung §.18 gemäß der in Wien bestehenden Einrichtung, Folgendes, was wir hiermit in's Gedächtniß rufen: Vor der jm rD~D des Schacharit fallen die Pijutim weg; - in dem vom Vorbeter zu wiederholenden Gebete werden folgcn'de Einschaltungen., am ersten Tage beibehalten: yrttrp | üb)vb T]^Dy ] Tim) p!'TKW worauf das 'Gebet bü/zu Ertde< In den fällt wie in sämmtlichen Bußtagen der Satz. *üwyb Cipj aus. Vor dem Blasen wird der Psalm einmal vom Chore vorgetragen; sämmtliche falten weg. Jm WlllffafgebeLe wird eingeschaltet: üfy'tyb 'n irnp. |- rmEN. bx \ wyi üjjpVüb cn. pjpn ’ rprov dann?jV^ by. ‘pipn .| njr •niy | ybh ']\sp •[ V? inian,* dann ni*©*©' GJ/‘ bis jiun Blasen und nach demfelbert immer bto's 0%; riT} OiP NPDfc/ .TlifchN, zum Schluffe In: wiederholten' Gebete des Schacharit am zweiten Tage wird eingeschaltet: 7$nb dann \my nnw j dwd dk ’ j'nx *6 jn, yby (mitWegfall des Tj jp), ferner wie am ersten Tage. . Im Mnssafgebete des zweiten Tages: 7|nW dann rjpn ferner wie aut ersten Tage. Die Opferstelle im Mussas von pp pp bis wby, und von ¥]ije6 ni&'JJJ Dtfi bis jjnvJ nnN* '2 fälit bekanntlich weg". Für den Vcrsöhnungstag wurde folgende Gottes- Dienstordnung yublieirt: „Abends: Statt bs wird das unten stehende Gebet nach der alten Melodie vorgetragen*), worauf.'^ nbü i"6pj), tt. s. w. bis zum Ende des leisen Gebetes, bamt y'gy} ,?p*p , ran« nbrn, rfca . tw n^n , nbri »> s. >o./ da»» ]3 DM ’#’• s. w., icutu ' spprn . "tot, bann 2121 TI12N nHS 'üi' bis znm Ende 'dos Sündcnbekcnntnissts (^K'N N21GN), bann UA,, (welches am Sabbat wesallt) womit das Gebet schließt. Morgens: Schacharit vor dem stillen Gebete 2232 wie bisher. Jn dem vom Vorbeter wiederholten Gebete wird eingeschaltet: iimo HQ'K, später inb DV *13?, DD ü’ijX N2N, bann 7^^, "löilP!2>3K1, K^ N^G N2iS , N3N pjrn , ,“Tj| pW 1'mv -r^jy 222'. Oi'N, ->2NVK NL'pß , P^>v8yi" nw , io? I’Y TTW bis6,dann ohne Unterbrechung bis zu de» ,niri'5p. Von diesen wird gesprochen: b.2 qew , ’Sn 'y^Ov / ^’ßrn by. ’2 , ni~D , yiN“ bann bis zum Ende des SündciibckcnntnisseS. Darauf bis zinn Schlüsse. — Vorlcscn aus der Tora. Tvdtcnfcicr. Predigt. — Mittags: Mussaf wird eingeschaltet: 1NVM '13 "rix , pH'. Is'tz,. später Ndt , sp', n'^xy , d , BlNj) ’nrvsi 'pnp n’ßN , i-'ni-dt lvcranf dw Keduscha ohne Unterbrechung, dann tp' INI KN, bann und die niisy wie bisher (mit Äbknrzug der ^^2 NKNß und der nm) u»b schließt mit ^7 i'NYNir' Gi' innvix. Darauf ninp, und zwar s pk, GNK /to D'epV cn , ipnn r>«? N'N3N Nk, N3?' g'k dann 221 bis zmn Ende des Siindcnbekcnntnisses, dann “fitO! 2'NK bis znm Schluß. — Verlese» aus der Tora. — Nachmiltags: Mincha wird eingeschaltet: bO'ß , , M"!P, NN kl , NDIGK Gik , np.1 NO3^ , ninxvo IDnbn/ dann ohne ypv'b? 'Mtzq njn i'Npn 'xrr-'s-l y^B-bs (* ci'D ipp nnGi nue ^npxni cnp 1J31? N31Gp K3N G'N123 Gl' nx NI G'N1S3 ^npH2 -ank f'k C'^p üss'ij. unn -)3ld'I u’niJiy?' uhjn “i©jj p ipixn Ginn w .bi n^oji : ^zn pk KD Entferne, Allerbarmer, alle meine Vergehungen, alle Sünden dieser Versammlung und Deiner ganzen Gemeinde Israel, entferne sie von Dir, reinige Du unser Herz, daß wir an Frömmigkeit wachsen von dem heutigen Tage der Versöhnung bis zum kommenden Sühnetage, den Du uns vergönnst! Unser Herz ist gebrochen, unser Geist gedemüthigtz nicht unsere Werke können wir Dir vorzeigen, nur auf Deine Huld vertrauen wir. GnadenvoUer, Du wirft uns nicht verlassen, sind wir ja nur Staubgeborene, Du wirst uns nicht nach unserer Missethat vergelten. Welches Muster von Hebräisch! Von Kalir sagt man, er habe viel Unsinn in seinem schweren Style - hier ist noch mehr im leichten Style.

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