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Der Orient · 1845-11-26 · Heft 48 (26.11.1845) · p. Seite 378

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 48 (26.11.1845)
Date
1845-11-26
Page
Seite 378 (sequence 3)
Language
German
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- 378 Dünkel/^Verleumdung re/ sttcheststuff' zu oft/ sich jn Ifeicr'lber wird ek durch die Antwort des Hrn. M Auskunft erhalten. Die Antwort auf die letzte Frage aber blei- Schlupfwinket eines lMchtenschen Ceiemoukcnweftns zuverstecken. Bei gutem.Einkommen ist ein ziemlich regelmäßiger Synagogenbesnch keine drückende Last, bei eurem oder zwei Dienstmädchen ist es keine Last, das Fleisch aus den: jüdischen Scharren zu holen, mehr Stärke gehört aber, besonders bei jungorthodoxen Gemüthern, dazu, edel im wahrhaft frommen Sinne des Wortes zu sein! Möge Mott seine Getreuenstärken, auf daß sie ein Muster dasteheu in Israel, und die Ungläubigen durch Güte, Sanftmuth und unwiderstehliche.Nachah- Mungssucht besiegt werden; dann werden sie ihre Schwerter zu Pftugschaaren und ihre Spieße zu Sicheln machen, und dann werden die Antireformschristen B.^A. und Z. wie und nm^-nrnp.m den jdn gelegt werden bis zu ewigen Zeiten, Amen! MoritrrrUO.-Sch.), im Nov. 'Ein unparteiischest jüdisches Organ läßt sich in Nr. 45 aus Oberschlesien einen Schmähartikel gegen diejenigen Rabbiner Oberschlesiensschreiben, die sich unterfangen haben, Hrn. Dr. Frankel eine Adresse zuztlfcndeu. Zwar bekundet der barbarische Styl, wie die ungebildete Auödrucksweise dieses Artikels genugsam,...weß....'Geistes Kind er.sei; aber verdient dessen Abfasser auch keine Erwiderung, so soll die . Lügenhaftigkeit und Ungehobeltheit desselben doch nicht ohne alle Zurechtweisung bleiben. V Beregter Artikel zerfällt gewissermaaßen in dreiTheile. Der erste Theil ist protestantisch. „Wir prokestiren", heißt es ff. „und erklären, daß die Städte ff. ja auch Ratibor, Rybnik, Beuthen ganz anders sprechen" ff. Was nun Rybnik und Beuchen betrifft, so bezeichnen wir den Korr, so lange als einen ehrlosen Lügner, bis er durch Beweise darthut, daß der Vorstand, wie im Allgemeinen die Glieder besagter Gemeinden — denn darauf, nicht auf Einzelne kommt es an — die fragliche Adresse desavoniren. Alles übrige Geschwätz aber hätte er sparen können, indem er von Ratibor selbst erwähnt, daß der Rabbiner nur. im eignen Namen ausgetreten, und der andern Städte/mit keinem Worte in der Adresse erwähnt worden, wiewohl gewiß auch in ihnen manche Sympathien für dieselbe werden anzutreffen sein, und weshalb gelind gesprochen, sein zuversichtliches Protestiren höchst anmaßend ist. Man sollte meinen, bemeldete Städte haben ihn eigens zu ihrem W'ortsilhrer ermächtigt, was jedoch schwerlich der Falt fein dürfte. Der zweite Theil ist i n q u isi t or i sch i n j n r i ö-s. Erst die Inquisition. „Was wollen diese Rabbiner mit Dr. F.! Gehört er zu den Ihrigen? Was Hai er mit der krassen Orthodoxie zu thun, die jeden der robn gleich achtet"? Das Sprichwort fällt mir ein: ein Narr kann mehr fragen, als zehn Kluge zu beantworten vermögen. — Was die Rabbiner wollen? Gewiß wissen sie dies besser, als der Korr, weiß, was er mit seinem Artikel will. Ob Hr. F. zu den Ihrigen gehört? Darben die Rabbiner schuldig, bis sie überzeugt sind, daß j Korr, wirklich die Wissenschaft besitzt, den .TOD ttcti der , j zu unterscheiden, woran zu zweifeln sie guten Grund j haben. — O du arme Orthodoxie! wie wird dir mit- 1 gespielt l Nie und nimmer kannst du es den Herren der j Reformbewegung recht machen. Wahrend der Koryphäus der Reform in Niederschlesien, den Grundsatz -)piy JinJD | fD^n, von ihm interpretirt, „die Sitte ist stärker als jj das Gesetz", als Lebensnerv des Fortschrittes bezeichnet, f und die Orthodoxie anklagt, diesen Grundsatz nicht zu \ beachten, wird im Gegentheil diestlbe Orthodoxie jetzt j voll, dem erleuchteten Oberschlester deshalb getadelt, weil \ sie den .inio feer n^n gleich achtet. —Doch nun erst \ beginnen die Glanzpunkte des Artikels, die Injurien.! : Korr, badet ein „zunl Bestlche der Gytleshäuser dieser? Rabbiller, um zu staunen über die furchtbare Unordllung, f wovon die geringste Abweichung als eine Störung für jj die Andacht (was für ein Deutsch!) betrachtet 'wird,? zum Besilche ihrer Klausen, um sich zu überzeugen, auf j welcher niedrigen Stufe von Gesinnung und Gesittung j sie stehen, zum Bestlche ihrer Predigten, um zu errathen 1 den Lügengeist, den sie verkünden". Gemach, wir könj neu dem Korr, die Versicherung geben, daß es in Bezug j auf ihn, erst keines Besuches bedarf. Man braucht nur ji die erwähnte Sudelei zu lesen, um zu staunen über die j furchtbare Unordnung darin, über die. niedrige Stufe von f Gesinnung imfe Gesittung, auf welcher der Schreiber! steht, um nicht nur zu errathen, sondern überzeugt zu f sein, von dem Lügengeiste der darin weht; denn völlig Z falsch und erlogen sind alle diese Beschuldigungen, und | lohnt nicht näher darauf einzngehen, da kein Unbefangener, der die Rabbiner kennt, solche im Ernste wird aus- | bürden wollen. | Der dritte Theil endlich ist pathetisch didak- | t i sch. ,,Obewschlesische Brüder"! heißt es, „tretet mü- J thig und kräftig zusammen"! Wozu? darüber schweigt j Korr, und faselt lieber von Hierarchien'. Wohlan, wir rufen mit ihin: Oberschlesische Brüder, tretet muthig und j kräftig zusammen, und fahret fort , tim euren uralten ] Gottesglauben unversehrt zu erhalten, um jenen leckem - Wurst- und Schinken-Reformern, die euch so gern um i das heilige blutbesiegelte Erbe der frommen Väter betrü- ' gen mochten, mannhaft entgegenzutreten 3 „Oberschlesische Rabbiner! anstatt Adressen an Dr. F. zw schreiben," (Schade daß der Rath für diesmal schon zu spät kommt)' „bewachet" (soll heißen, überwachet) „die Schulen" ff. Nun ja, das wollen wir, wir wollen nach Möglichkeit, sie bewachen, damit — kein Lehrer, der dem Korrcsponj beut gleicht, sich hineindränge; denn cs wäre fast eins { gegen zehn zu wetten, daß Hr. Skribent ein mit"seinem. £ Solde unzufriedener Lehrer ist. „Doch", fährt er fort/ „Drw D’SD'V - Allerdings! Rabbiner, denen das Cere-

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