Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1845-11-19 · 47 (19.11.1845) · p. Spalte 747-748

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
47 (19.11.1845)
Date
1845-11-19
Page
Spalte 747-748 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8555529-9897698-9897751--4275-3531779
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

747 748 Studien. Mose de Leon Heil denen, die gerne in Deinem Tempel wetten, denen,; die Dich ohne Unterlaß preisen. — O der Bahn, o des Glaubens! — Ja Heil denen, die ihre Macht in Dir erblicken; denen, die gebahnte Straßen in ihrem Herzen haben.*) Wenn sie das — sumpfige —Balsamthal nur durchgehen, machen sie es zu einer rieselnden Quelle, daß selbst der Frühregen da zum Segen wird. — **) O daß sie von Kräften Kraft gehen! O daß Zions Gott auf sie schaue!. Jehova, Gott der Himmelsheere! Höre mein Gebet! Vernimm es, Jaakob's Gott! — O des Vertrauens Herr! — Schau, o Gott! auf unser Schutzherr! Siehe auf Deinen Gesalbten!! Ein Tag in Deinen Höfen ist ihm werther denn sonst tausend, wie auch ich auf des Tempels Schwelle liege n, lieber wählen würde, als in des Frevels Selten gemächlich wohnen. Denn die wohlthuende Kraft der „Sonne" sowohl*'*) als „der Schutzgeist im Kriege": Jehova Elohim allein ist beides! — Holdseligkeit und Ehre giebt nur Jehova. Er versagt kein Glück dem redlich Wandelnden. — O,?Jehova 'Zebaot!. Heil dem Menschen, der Dir vertrauet! Ja wohl ließ David Jehova den Weg kn sein Herz betreten, bis er eine gebahnte Straße rhon geworden ist. — Was die Form des Worts P^O oder pfe angeht, so wollte David, um diesen Gott ergebenem Ausruf von dem profanen N8N zu unterscheiden, das Wort milel betönt haben. M. s. Jbn-Esra -.zu 2 M. 18, 7: (irwi) rfen i5^)Dnb HD tybü* — Zu dem Ende gab er dem q einen Punkt; ein Seichen, daß der Ton auf diesen Buchstab gelegt werden solle. ****) Da nun wie klingt, mußte das Dagesch in dem b wegfallen, da, wenn miiel, das Lamed nicht doppelt gehört werden kann. Vecgl. Ijob 40, 21: — ohne D. im >— von — Daher oft NdO mit Punkt im d. Da wir nun die Accente haben, spielung: wo Deine Märe aufgeschlagen sind, finden sie Schutz, da man zufolge 5 M. 22, 7 ihnen ihre Freiheit lassen muß, wenn man ihre Jungen nimmt. '*) Daß sie immerfort Sela, den Weg.ins Herz, rufen. Kompliment an David. **) Es fehlt den Thälern eher an Ablauf des von den Bergen herunterfließenden Wassers, als an Dürre. Unter , einer zu wünschenden Quelle wird aber eine rieselnde vorausgeseßt, sonst würde sie ja alles überschwemmen. — Stillstehendes Wasser und Sumpf ist den Bachstauden wie anderen, Gewächsen schädlicher denn Dürre, da die Stämme Fäülniß unterworfen sind bei zu vieler Feuchtigkeit. — Ihre Frömmigkeit schasst diesem Thal einen solchen erwünschten. Ablauf des Wassers, daß selbst der Regen, der das Nebel da gewöhnlich vergrößert, zurii Segen wird.-Vergl. Pf. 107, 10. — Daher: miö nioy’ rnrTD D.1. — ***) Wir meinen, daß dies Anspielung ist auf den Glauben der Heiden. **"*) Vergl. Ps., 1l8, 5 : pp infcHjP mit Dagisch im, Jodides Worts pp, daß man nicht die beiden Wörter als ein Wort lesen solle, wie ppbtp&D. und Abraham Abu'l'afia. wonach wir uns mit der Betonung richten, nahmen es die Abschreiber, später die Drucker/ nicht so genau mit dem Punkt im O, nnd wir haben das ursprüngliche pfe nur noch neun Mal und zwar in dem Ps. 3, 21, 44, 59, 75, 84, 88. (Fortsetzung folgt.) Vorläufiger Bericht über mein Studium der Münchner hebräischen Handschriften. Von M. H. Larrdauev. (Ans dem Nachlasse mitgetheilt.) Machtrag zu meinem Bericht über den Sohar. (Schluß.) Ich fasse nun meine Beweise über die Unwahrheit der Geschichte zusammen: 1) zu jener Zeit und noch läng nachher wußte man in Spanien kein Wort vom' Sohar; 2) (mit dem iny pi p'nsr Umgang hatte) hätte dm erwiesenen Betrug zur öffentlichen Kenntniß gebracht; 3) wie wäre es zu erklären, daß der Sohar in Italien den ersten KemmentaLLr-gefunden; 4) nm hat den Grundsatz, die p-m, müssen verschwiegen werden; 5) die Erzählung hat mehrere Merkmale der Unechtheit. Aus der ganzen Geschichte bleibt uns nm das als Wahrheit übrig, daß man einst, früh oder spät, den pN'Vi HttfD als den Verfasser des Sohar angesehen -haben muß; denn ohne dies wurde diese Erzählung, wenn sie auch fingirt ist, niemals entstanden sein. Wie man aus dm rro und gerade auf das Jahr fs verfallen, ist uns bis jetzt noch ein Räthsel. Haben wir den wahren Vers, des irnr gefunden, so muß zugleich dies Nächst sich lösen. Und wir können dies als den Probierstein cmsehen, ob wir den rechten Verfasser haben oder nicht. 3. Wie es gek ommen, daß man den nt^D für ben 83erfaffet des Sohar angesehen. Es hat sich eine schriftliche oder mündliche Sage erhalten: „Der N^us* N^i, bei* Vers, von .HDsn ms^D, «n , nnjn isp , nm -W , min nnou. s. w. sei der Verfasser deö Sohar. Dieses Geheimniß sei auch in der Zahl seines Namens zu finden". Daß diese Sage keinen andern, als.unfernPsendo- Messtas Mm'l^fia'meint, brauche ich nicht erst zu bemerken. Mit dem Namen 'wä) ist die nm^n des ts'ytn überschri-eben; diese ^->22 hat er verfaßt; und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.