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Der Orient · 1845-11-19 · 47 (19.11.1845) · p. Spalte 745-746

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
47 (19.11.1845)
Date
1845-11-19
Page
Spalte 745-746 (sequence 5)
Language
German
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745 746 Studien.... Os. mir Gott dasselbe Wunder zu Theil werden lassen, als damals dem Mosche, und es konnte ja auch nicht fehlen, daß sie an die Pharaonen denken mußte, in dem Augenblick, in dem sie sagte: daß da Kischon die Feinde Gottes weggerafft hat. So ist es auch ganz natürlich, daß sie ausruft: O, soll mein Inneres denn auch des Glaubens an Dich voll fein, so will ich dich auch in meinem Herzen inwohnen lassen iHMN}, o Du Ty! Dies Wort kommt öfters so vor, z. B. Ps. 7t, 7: fl Tj/ *>DnS »IDNl Du bist mein Schutz, o J ibicl 59, 18: | 173) ibid £3. 10 ff. Kimchi nimmt das He in N7)fl Habak. j 3, 4 als He parag., so daß 7^ /,Gott" ausdrückt: jrori Dt#l j niy „Dort war die Offenbarung des fy". — OYlH mit; . Jod parag.und mit Weglassung des Bet lo cale, ähnlich *}frO j mra njw, ist, als stände: ^DJD ' ^nn. —*) ^on 7JJ3 TpHr) aber darf das Bet nicht fehlen, denn sonst würde! der Sinn sein: trete die Kraft nieder. S. Kimchi zu der! Stelle: „trete die Kraft der Feinde nieder." — Und so kommt auch bei David, der dritte Lriumphsänger nach Mosche, in seinem ersten Lriumphgesang Ps. 18, 18 derselbe Gedanke vor: „Er rettete mich von meinem Feinde, Er der ty — Substantiv: 73/ 777 MW nfp.**) — Beweis dafür, daß der hier angegebene Sinn in dem Ausruf der Debora der richtige ist, liefert Pf. 38, 3: wo David kürzer und somit poetischer, mit Weglassung des Wortes nämlich, den Ausruf der Debora wörtlich benutzt. Nachdem er tiefgerührt dafür, daß ihm Gott, durch Natan den Propheten, seine schwere Sünde verziehen hat, ruft er aus: TJJ „in meine Seele, 0 Du ssel— „Da ich Dich anrief und Du erhörtest mich, hast Du mich stolz gemacht, ermutbkgt oder überwältigt"—es heißt nicht: fy 2\T)n. In Sn4*) liegt auch nicht verleihen oder geben, \tomn DHI# H. L. 6, 5. sie habm mich überwältigt, -jy^ 37*)) Spr. 6, 3. Auch dem Accent nach ist 7y ein Satz für sich. O, in meine Seele, 0 Du 7y desMosche und derDeb0 ra! — So ruft Ps. 36, 2 „der Knecht Jehovas" in Begeisterung, als Zwischensatz, aus: rnpD. „ Worte des Lreuebruchs sind dem Frevler eigen keine Furcht Gottes ist ihm vor Augen; dazwischen ruft er, des Frevlers Worte verabscheuend, aus: mp3 O mein Inneres! —Den Sinn, den wir in diesem Verse Ps. 36, 2. finden, so wie den in obigem Ps. 138, 3. wird der Leser, wenn er ihn mit dem, welchen die Sela. Ps. 84. . besten Übersetzungen geben, zusammenhält, hoffentlich beipflichten, da er den Worten treuer angemessen ist. Auch giebt es in den Psalmen mehrere Ausrufe in diesem Sinne, z. B. Ps. 101, 2. in Parenth: wan 'NO. — David, der in Ergüssen von Dank- und Lobpreisungen unerschöpflich war; er, dessen Glauben und Vertrauen auf seinenRettergott so weit ging, daß er in allen Leiden seine Zuflucht zu Gebeten und Gesängen nehmend, sich schon geholfen sieht in dem Augenblicke, - in dem er Gott um Hilfe anruft, Ps. .28, 7: Trm '31? DDS D, bedurfte einen begeisterten Ausruf, ähnlich dem der Debora, aber oft, sehr oft, in verschiedenen Verhältnissen seines Lebens, nicht nur um seine unbegränzte Anhänglichkeit an Jehova in eigene Erinnerung zu rufen, sondern auch ermahnend, bei Erwähnung der Menschen, welche Jehova nicht, wie er, ins Herz emgehen ließen*), und so hat er den Ausruf noch poetischer in ein einziges Wort abgekürzt: pfe. „ O des Wegs! O der Bahn! d. h. zum Herzen, zur Seele. O des 12033 Jp3 des nb»! — So nie — ilblW, DD — —**) und so ruft er denn aus: Sela! -g, nbp ist fr viel als T)bv, wie NM —MYdt Z — ^— Segol Kamez sind auch die gewöhnlichen Vokale 'eines Interjektion. So TTfl — Dieser herzinnige Ausruf: Sela, der auch der Lieblingsauödruck seiner ihm treu gebliebenen Hcsspoeten werden mußte, gab diesen Anlaß zu folgenden Lobreden über David und Gebet für ihren geliebten König in Psi 84, verfaßt von demselben Dichter, der ihm das 45. Lied dedicirt hat. In diesem Psalm finden wir 3^3 n^D nämlich in den Worten: t))hüD 333^3.***) Diesen übersetze ich in folgender Weise: Ps. 84. Dem Musikdirektor über „ Gittit— Von den Söhnen Korachs. — Starkes Zwischenspiel! Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Jehova Aebaot! Mein Herz verlangt, schmachtet nach den Höfen Jehovas. Geist und Fleisch jauchzen dem lebendigen Gott.— Selbst der Vogel im Freien findet ein sicheres Haus, ein Nest, seine Jungen hinein zu legen, findet nämlich Deine Altäre, Jehova Zebaot!****) *) 3. B. Ps. 82, 2. **) M. s. Gesenius H.W. unter K-3Q. ***) Wo das Vertrauen oder Hoffen 7p | nioa | vorkommt , wo ein Psalm mit diesen Worten schließt, kommt nicht vor, denn der Sinn des Worts Sela liegt schon in obigen Wörtern. Auch nicht in Liedern, in denen ein solcher Ausruf an Gott, nicht paßt, wie z. B. Ps. 45. 7^ nVTH'. Pft IlO. In keinem der Lobgesänge; von Ps. 90 bis 140, von 144 bis zu Ende; denn Sela ist ein Ausruf des Vertrauens, des Höffens, kurz des Glaubens. Auch hatten die Propheten keinen Anlaß zu einem solchen Ausruf. Nur Habaknk, der einen Psalm'nach Art der David'schen schrieb: h)J, mußte Sela haben. Diese und mehre Umstände beweisen offenbar, daß Sela ein Ausruf des Glaubens ist; die Bahn für den festen Glauben im Herzen. *"*) In den Mauern des Tempels. Vielleicht auch An- *) Möglich ist es auch, daß die Dichterin, als Nebenst'nn, das Wort TpHfi geflissentlich gebraucht hat, als Anspielung auf die'letzten Worte des Mosche: Das letzte Wort, welches Mosche nämlich gesprochen, war 7p3F). Seine letzte Verheißung 5 M. 33, 29: M'NDI by Htm Vergeltungsweise will sie auch den Mettergott, der diese Verheißung bei ihr rn Erfüllung gehen ließ, in ihr dankerfülltes Herz aufnehmen, wie es heißt 2 M. 14, 31. nN — .,12/d w Itt'-' mn'31 j i p n n♦ * ♦ wy nirun ‘rn **) M. s. weiter unten unsere Uebersetzung des Ps. 68, V. 21. — So Jes. 26, 1: Eine Stadt (befestigt) ist unser 1J). Bergl. So ist ——

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