Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 47 (19.11.1845)
- Date
- 1845-11-19
- Page
- Spalte 741-742 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/8555529-9897698-9897751--4272-3531776- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
741 Studien, Erklärung des Wortes Sela. 743 Materien dargelegt. R. Samuel crwiederte rtitf tiefe Entgegnung M's., worauf M. iu Peer Ha-Dor (Nr. 145, S. 126) mehrmal hmweist. ND p m n? umn nA pn iddd nsnNty noi '-ir nuwi twoo' — //4]nd tfin n^pi }80 pM fron dm , ppAno aran Die feindliche Stimmung gegen Maim. ging von R. Samuel auch auf seine Schüler über, unter denen besonders, nach dem Tode M's., Daniel der Babylonier die halachischm Werke M's. kritisirte und in einem Kommentar zu KoheleL seine philosophischen Principien auf eine Weise angriff, daß R. Abraham b. Maim. von Josef Aknin ausgefordert winde, einen Bann gegen, ihn zu erlassenwas anch von genanntem N. David geschehen ist ('n moriA S. 11). — Auf die beiden Fürsten David und Samuel zieltMoimonidcs in seinem Mischua- Kommentar (Bechorot c. 4) (ptyAj *\m yr\2 nAl^W) '^); ebenso scheint die Response von Ab. b. Maim. (JggereL cu E.) nur gegen diese Exil-Häupter gerichtet zu sein. Auf die in dem Cherem angeführte Stelle AntW bib swb mun wird entgegnet, daß hierunter-nicht der wegen der Da-' vid'schen Abkunft sich den Erbtitel Nasi beigetegt habender gemeint sei, sondern der, welcher diesen Titel wegen seiner geistigen Fähigkeiten erhalten habe. „pdA rppm jh DM'D sw by «w A*? moo. nwA müDD inAybn mm by". Won der Stelle eines Exil-Hauptes sagt M. (1. e.), daß sie nur als Erinnerung an das untergegangene K'önigthum eingesetzt, ohne daß eine richterliche Gewalt damit verbunden sei. „Am min ME p nu»A unv pro nAß riöA^ Ai ^A oipDD nrrA." Was die Veranlassung zu dem Cherem gab, läßt sich bei dem Marigel an hierauf bezüglichen Daten nicht mit Gewißheit sagen. E§ kann allerdings sein, daß die Verehrer M's das Schuloberhaupt R. Samuel, wegen seiner von M. so. sehr gerügten hagadischen Deutungen (Vgl. Peer Ha-Dor 1. v. und n"n ddmd) verspottet haben, gegen die nun der Bann geschleudert wurde, den natürlich M. zu entkräften suchte, und daher auch gegen ihre Stelle und ihren Erbtitel so eiferte. Die dunkele Stelle im Cherem ,,sipüb DMV dm ünoitin" mag darauf hindeuten, wo alsdann unter 2Mi 3M, wie "piM iDiö pM rniril, der Talmud zu verstehen wäre. Besser läßt sich jedoch diese Stelle durch die so merkwürdige Erzählung von Samuels Tochter, bei R. Petachja, crflarcn. Diese soll nämlich ' so bibelkundig gewesen sein, daß sie die Schüler ihres Vaters in der Bibel unterrichtete: mnpD. nN'pD mvp r\m ra dm o mz A jw wm ihm jAn ’pi pmmb rrnpn möte mw ‘tdAdt PDD »TMD," ' Die Geschlechtstaftt im Cherem ist ganz oder theilweis interpolirt. Hier ist nämlich sonderbarer Weise R. Jehuda unter dm aufgeführt, während doch in MDU TU3,.ttM3 ebenfalls die Geschlechtstafel derselben Ln aussteigender Linie von den Geonim bis zum Könige David aufgestellt ist, kein palästinensischer Talmudist zu finden ist, indem die Abstammung dieser Linie von Sernbabel, der in Babylonien blieb, ausging^ Ebenso unrichtig wird hier H illel 's Davidischc Abkunft von männlicher Linie abgeleitet, während Rabbi selbst sagte (Jerust Kilajim 23 b)< ,,wr) *Oin DD pAo }\m MvnDi p sm '<n byb nA D'M m*jm nwA MDDpU JO frOM)". Forschungen übet die Ueberschtiften der PscilMkn und ErkärUng des Wortes Sela und einiger poetischen Wortformen. Von Hartwig Philipp Mee, in Aarh u s. (Fortsetzung.) Erklärung des Wortes pA.- Daß das Wort ,Aö von Ab, bahUen, auch heben he^ bellte, den Ton Heben*), weil man eine Bahn--bet Straße ist der Mitte mit Schutt erhöhet rc., davon ist Gesettius in der vierten Auflage seines Handwörterbuchs 1834, zuvückgeköMmen. Es bedarf somit der Kritik nicht sehr. ~ Ab ist nichts als bahnen, niedertreten **), sesttreten : ^ApD Add’ nnm Wenn in Ad heben läge, hätte Jeschaja gewiß gesagt: pA?D' iriAbT stakt POM. Der Sinn ist vielmehr: meine Wege werden von den dAtoD enthoben werden, wie es heißt )Dnn» — nAoA ist nicht Parallelismrs von sondern Gegensatz! „Bahne dir die Weisheit ein, d. h. drücke sie dir tief ins Herz und sie wird dich heben". Bergt. tjjö TpDD plinT ff. Selbst 8 A> halten wir dafür, ist nicht schätzen, sondern eindrücken, Edelsteine in die Höhlung des goldenen Geschmeides ethfaffen — da die Alten nicht ä jour verfaßt haben,- ■ also einfaffen, eindrücken. So }%2 Ü^Aon, welches sich auf das Bild — die Edelsteine — referirt. So sb TDIM DHDD nAn in Osirs feinste Goldgeschmeide wird' sie nicht eingefaßt; selbst dazu ist sie zu theuer, nämlich die Weisheit. Wenn aber in „bahnen" heben liegen soll, so' selM wir nicht ein, warum man Sela nicht als Interjektion genommen hat: Hebe dich mein Herz! wie es heißt Klaget. 3, 4l: ü-DD1? *) Bei ,iA hat er als Pause von Friede. Bergt, die Nachträge hier über diese Wurzel. —T T' **) hAd, tretet sie nieder wie CppV * 47*